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Lärmaktionsplanung

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Ruhige Gebiete

Die Belastung durch Umgebungslärm ist in Europa und in Deutschland ein zunehmendes Problem, denn Lärm stört nicht nur, er macht auch krank. Der Verkehrslärm in den Städten trägt entscheidend dazu bei, dass sich die Lebens- und Wohnqualität verschlechtert. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es eine große Nachfrage nach Ruhe gibt. Ruhe ist somit eine begehrte und wertvolle Ressource. Wer möchte nicht seine Freizeit oder seinen Feierabend entspannt genießen, zur Ruhe kommen, ruhig Schlafen und sich im Urlaub in Ruhe erholen?

Es genügt daher nicht, lediglich den Lärm zu bekämpfen. Zusätzlich gilt es, die noch vorhandenen ruhigen Gebiete zu schützen. Das hat auch die Europäische Union (EU) erkannt und u. a. deshalb 2002 die Umgebungslärmrichtlinie erlassen. Sie soll ein hohes Gesundheits- und Umweltschutzniveau in der gesamten EU gewährleisten.

Die Umgebungslärmrichtlinie unterscheidet zwischen ruhigen Gebieten innerhalb und außerhalb von Städten. Hier soll jedoch nur auf die ruhigen Gebiete innerhalb des Ballungsraums Dortmunds eingegangen werden. 

Bei der Ausweisung von ruhigen Gebieten in Ballungsräumen wird der Schwerpunkt auf Freizeit- und Erholungsgebieten gelegt. Diese Gebiete stehen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung und dienen der Erholung. Es handelt sich zum Beispiel um großflächige Gebiete, die einen weitgehend Natur belassenen oder land- und forstwirtschaftlich genutzten, durchgängig erlebbaren Naturraum bilden. 

Das Gebiet sollte laut Umgebungslärmrichtlinie eine Größe von über 4 km² (400 ha) aufweisen und die Lärmbelastung sollte auf einem überwiegenden Teil der Flächen kleiner als 50 dB(A) (LDEN = 50 dB(A)) sein. Diese Größenordnung ist jedoch nicht auf einen Ballungsraum wie Dortmund anwendbar, da ruhige Flächen in dieser Größenordnung innerstädtisch in Dortmund nicht vorhanden sind. 

Der Behörde steht es weiterhin frei, innerstädtische Erholungsflächen als ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms zu schützen. Das könnten zum Beispiel Friedhöfe, Grünanlagen, Naturflächen, Kurgebiete, Kleingartenanlagen und reine oder allgemeine Wohngebiete sein. Für den vorliegenden Lärmaktionsplan wurden zunächst die ruhigen Gebiete im Außenbereich ermittelt. Die innerstädtischen Bereiche sollen erst benannt und vorgeschlagen werden, wenn allgemeingültige Kriterien zur Ausweisung festgelegt wurden und ein einheitliches Verfahren zum Schutz dieser Gebiete erarbeitet wurde. Die Ausweisung der sogenannten „Innenstadtoasen“ ist somit einer der nächsten Schritte im fortlaufenden Prozess der Lärmaktionsplanung. 

Für die Stadt Dortmund wurden unter anderem die folgenden Kriterien für die Auswahl von ruhigen Gebieten im Außenbereich gewählt:

Mindestgröße:
zur Identifizierung von ruhigen Gebieten wurde in Dortmund eine Flächenmindestgröße von 50 ha (0,5 km2) gewählt. 

Schallpegelgrenze:
Als Schallpegelgrenze für ruhige Gebiete wurde für Dortmund ein Lärmindex (LDEN) 
von maximal 55 dB(A) im Randbereich festgelegt. Durch den Maximalpegel im Randbereich und die Flächengröße ergibt sich ein ausreichend großer Kernbereich der zum längeren Verweilen einlädt, und von Umgebungslärm nicht belastet ist. 


Flächennutzung:
Bei der Auswahl von ruhigen Gebieten kommen zum Beispiel Wald,- Landwirtschafts,- Grün,- und Wasserflächen als geeignete Flächen in Betracht. 


Auf Basis dieser und weiterer Kriterien konnten 32 ruhige Gebiete ausgewiesen werden. Eine Liste der ruhigen Gebiete finden Sie im Anhang zum Lärmaktionsplan.

Rechnet man die Flächengrößen der 32 ausgewiesenen ruhigen Gebiete zusammen, kommt man auf eine Gesamtfläche von 3679 ha (ca. 36 km2), was mehr als 10% des Dortmunder Stadtgebietes entspricht.

•    Karte: Ruhige Gebiete in Dortmund mit einer Mindestgröße von 50 ha (0,5 km2) und einem LDEN < 55 dB(A)


•    Tabelle: 32 Ruhige Gebiete in Dortmund

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