Niederschrift

über die 9. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO


am 15.11.2007
Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund



Öffentliche Sitzung

Sitzungsdauer: 16:30 - 19:00 Uhr


Anwesend:

1. Stimmberechtigte Mitglieder

RM Rosemarie Liedschulte (CDU)


RM Brigitte Thiel (SPD) i. V. RM Friedhelm Sohn (SPD)
RM Ulrike Nolte (SPD)
RM Ute Pieper (SPD)
RM Rita Brandt (SPD)
RM Bruno Schreurs (SPD) i. V. RM Joachim Fischer (SPD)
RM Claudia Middendorf (CDU)
RM Karla Michenbach (CDU)
RM Reinhard Frank (CDU)
RM Wolfram Frebel (Bündnis 90/Die Grünen)

2. Beratende Mitglieder

Ulrich Piechota (Beschäftigtenvertreter)


Kathrin Giesbert (Beschäftigtenvertreterin)
RM Nursen Konak „Die Linken im Rat“
RM Axel Thieme DVU


3. Verwaltung

Waltraud Bonekamp
Cornelia Ferber
Carmen Höft
Elke Keßling
Ivonne Hansmeier
Christiane Siebers
Birgitt Scharf
Sabina Winterkamp
Christine Reichel
Christiane Peil-Seuß
Frank Siebert
Bärbel Gabor-Köhnk
Marlies Jung-Aswersus
Gabriele Lieberknecht



Veröffentlichte Tagesordnung:

T a g e s o r d n u n g

für die 9. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO,
am 15.11.2007, Beginn 16:30 Uhr,
Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund

Öffentlicher Teil:


1. Regularien

1.1 Benennung eines Ausschussmitgliedes zur Mitunterzeichnung der Niederschrift

1.2 Hinweis auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW

1.3 Feststellung der Tagesordnung

1.4 Genehmigung der Niederschrift über die 8. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 24.05.2007


2. Vorlagen / Berichte der Verwaltung

2.1 Geänderter Erfolgsplan 2007 des Eigenbetriebes FABIDO
Empfehlung
(Drucksache Nr.: 09867-07)

2.2 FABIDO 2. Quartalsbericht 2007 zum 30.06.2007
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10014-07)
(Quartalsbericht wird nachversandt)

2.3 FABIDO 3. Quartalsbericht 2007 zum 30.09.2007
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10204-07)
(Quartalsbericht wird nachversandt)

2.4 Investitions- und konsumtive Maßnahmen im Hochbau/Maßnahmenpriorisierung 2008 ff
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 09820-07)
- Auszug aus der noch nicht genehmigten Niederschrift des Kinder- und Jugendausschusses aus der öffentlichen Sitzung vom 24.10.2007
(Drucksache Nr.: 09820-07)

2.5 Organisationsentwicklung von FABIDO - Vorstellung der Regionalleitungen
- mündlicher Bericht -

2.6 Hören und Sprechen im Kindesalter - Maßnahmen im vorschulischen Bereich / Sprachförderung von Kinder - Delfin 4
- mündlicher Bericht -

2.7 Neuauflage des Beratungsführers Bambini
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10033-07)


3. Anträge / Anfragen
- unbesetzt -


4. Informationen aus den Bezirksvertretungen


5. Mitteilungen der Vorsitzenden


1. Regularien


Frau Liedschulte eröffnete die Sitzung und begrüßte die Anwesenden, insbesondere die neuen Mitglieder (Herrn Frank – stimmberechtigt – sowie Frau Konak und Herrn Thieme – beratend -).
Sie stellte fest, dass zur Sitzung ordnungs- und fristgemäß eingeladen wurde und der Betriebsausschuss beschlussfähig ist.


zu TOP 1.1
Benennung eines Ausschussmitgliedes zur Mitunterzeichnung der Niederschrift

Zur Mitunterzeichnung der Niederschrift wurde Frau Rita Brandt benannt.


zu TOP 1.2
Hinweis auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW

Frau Liedschulte wies auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW hin und bat, dieses zu beachten, sofern es im Einzelfall zutreffen sollte.


zu TOP 1.3
Feststellung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wurde im Wege der Dringlichkeit erweitert um

TOP 2.8 Wirtschaftsplan 2008 ff des Eigenbetriebes FABIDO
Empfehlung
Drucksache Nr.: 09869-07

Frau Lieschulte verwies auf den Vorschlag zur Tagesordnung – im Wege der Dringlichkeit - der Fraktion FDP / Bürgerliste (Zahlungsrückstände bei Tagesmüttern, Drucksache Nr.: 10530-07). Die Mitglieder des Betriebsausschusses waren der einhelligen Auffassung, dass die Zuständigkeit des Kinder- und Jugendausschusses gegeben und daher die Angelegenheit an ihn zu überweisen ist.

Mit der o.a. Erweiterung (2.8) wurde die Tagesordnung einstimmig festgestellt.


zu TOP 1.4
Genehmigung der Niederschrift über die 8. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 24.05.2007

Die Niederschrift über die 8. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 24.05.2007 wurde einstimmig genehmigt.



2. Vorlagen / Berichte der Verwaltung

zu TOP 2.1
Geänderter Erfolgsplan 2007 des Eigenbetriebes FABIDO
Empfehlung
(Drucksache Nr.: 09867-07)

Frau Bonekamp führte zu den TOP 2.1 – 2.3 und 2.8 insgesamt ein:
Der geänderte Erfolgsplan wurde notwendig, weil die vorgegebenen Planwerte für 2007 dem erweiterten Leistungsangebot und dem tatsächlichen Personalbedarf angepasst werden mussten.
Es konnte erreicht werden, dass die Haushaltssperre für den Eigenbetrieb minimiert wurde (auf
500.000 €). Das habe seinen Niederschlag in den Quartalsberichten gefunden.
Der Wirtschaftsplan konnte leider erst so spät vorgelegt werden, da erst in der letzten Woche nach ausgiebigen Verhandlungen mit der Kämmerin die Zuschusserhöhung von 4 Mio. € für die nächsten Jahre erreicht wurde.

Frau Middendorf bedauerte, dass der Wirtschaftsplan erst für die Sitzung vorgelegt wurde. Weiterhin teilte sie mit, die CDU-Fraktion habe noch Beratungsbedarf und bitte darum, sowohl den Wirtschaftsplan (TOP 2.8) als auch den geänderten Erfolgsplan ohne Empfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss weiterzuleiten.

Die Nachfragen von Frau Middendorf und Frau Pieper zum geänderten Erfolgsplan wurden wie nachstehend beantwortet:

- Durch die erfolgten Umstrukturierungen seien Stellen sukzessive besetzt worden, die vorher nicht besetzt waren. Das habe zu einer Erhöhung des Personalaufwandes geführt.
(Frau Keßling)

Ein Teil des Ausbaus der Angebote erfolgte in der Tagesbetreuung in Familien (Anstieg der Plätze in den Jahren 2005 – 2007 von 475 auf 855). Nach den Rahmenbedingungen, die für die Tagesbetreuung für alle Träger gelten, sind für 80 Fälle jeweils 1 Planstelle vorgesehen.
(Frau Ferber)

- Das Familien-Projekt sei seinerzeit zunächst befristet gestartet, daher habe man die Zwischenlösung „Ausleihe“ von 14 Mitarbeiterinnen gewählt. Das bedeute, das Personal werde weiter im Stellenplan von FABIDO geführt. Die von FABIDO erbrachten finanziellen Leistungen wurden in gleicher Höhe vom Familien-Projekt erstattet. Es sei nunmehr geplant, das Personal ab 01.01.2008 direkt beim Familien-Projekt zu führen.
(Frau Ferber)

- Bei den sonstigen Einnahmen handele es sich größtenteils um die Erstattung der Mutterschutzgelder durch die Krankenkassen, aber auch die Erstattung für Altersteilzeit von der Agentur für Arbeit.
(Frau Hansmeier)

- Unter sonstige Betriebskosten fallen die Beträge, die für die Unterhaltung der Einrichtungen erforderlich sind (z. B. Putzen, Schädlingsbekämpfung, handwerkliche Dienstleistungen u.a.)
(Frau Hansmeier)


Die Mitglieder des Betriebsausschusses FABIDO kamen überein, die Vorlage ohne Empfehlung weiterzuleiten.


zu TOP 2.2
FABIDO 2. Quartalsbericht 2007 zum 30.06.2007
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10014-07)

Die Nachfragen von Herrn Frank und Frau Middendorf wurden wie folgt beantwortet:

- Zinsen (Frau Keßling)
Die unter 7. aufgeführten Zinsen beziehen sich auf die Bewirtschaftung des Kontos, während die unter 8. eingeplanten Zinsen als vorsichtige Schätzung für den Fall eingestellt wurden, dass FABIDO Liquiditätskredite aufnehmen müsste. Das sei aber bisher nicht erforderlich gewesen.
Das im Quartalsbericht dargestellte Minus beziehe sich nur auf das Jahresergebnis (Gegenüberstellung Aufwände und Erträge). Die tatsächlichen Zahlungsmittel würden im Vermögens- und Finanzplan dargestellt. Dort sei FABIDO nicht im Minus. Daher brauchten auch bis zum 30.06.07 nicht die vollen Zuschüsse abgerufen zu werden.

- Maßnahmen (Frau Bonekamp)
Die Haushaltssperre für den Eigenbetrieb FABIDO wurde bis auf 500.000 € aufgehoben. Damit sei man ein erhebliches Stück weitergekommen und habe das strukturelle Defizit endlich in den realistischen Bereich gebracht.
Frau Ferber ergänzte, der Betrieb von Kindertageseinrichtungen erfolge nach gesetzlichen Rahmenbedingungen. Da keine eigenen Erträge erzielt würden, sondern es sich um ein öffentlich gefördertes Angebot handele, könnten als Maßnahmen nur Gruppenschließungen in Betracht kommen. Bei einer Haushaltssperre von 5,4 Mio. € hätten 10 große Tageseinrichtungen geschlossen werden müssen. Daher sei es ein absoluter Erfolg, dass dieser Betrag auf 500.000 € reduziert wurde.
Erst mit dem Jahresabschluss 2007 könne festgestellt werden, ob mit einem tatsächlichen Minus abgeschlossen werden muss oder durch den geänderten Erfolgsplan, wenn er beschlossen wird, eine andere Ausgangslage vorliegt. Dann könne über weitere Maßnahmen nachgedacht werden, wobei die Auswirkungen des KiBiz ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen werden.

Der Betriebsausschuss nimmt den Zwischenbericht von FABIDO zum 30.06.2007 zur Kenntnis.


zu TOP 2.3
FABIDO 3. Quartalsbericht 2007 zum 30.09.2007
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10204-07)

Der Betriebsausschuss nimmt den Zwischenbericht von FABIDO zum 30.09.2007 zur Kenntnis.


zu TOP 2.4
Investitions- und konsumtive Maßnahmen im Hochbau/Maßnahmenpriorisierung 2008 ff
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 09820-07)
Empfehlung: Kinder- und Jugendausschuss aus der öffentlichen Sitzung vom 24.10.2007

Der Betriebsausschuss FABIDO nimmt die Übersicht über die Investitions- und konsumtiven Maßnahmen im Hochbau (Maßnahmenpriorisierung) 2008 ff zur Kenntnis.


zu TOP 2.5
Organisationsentwicklung von FABIDO - Vorstellung der Regionalleitungen
- mündlicher Bericht -

Frau Ferber berichtete von dem im vergangenen Herbst durchgeführten Workshop, in dem gemeinsam mit den 107 Leitungen, den Koordinatorinnen und Koordinatoren der Zentralen Dienste, den Beschäftigtenvertreterinnen und –vertretern sowie dem Personalrat eine neue Organisationsstruktur des Eigenbetriebes FABIDO erarbeitet wurde. Es wurden die Ziele und Prozesse überprüft, da von Anfang an klar war, dass keine Ausweitung personeller Ressourcen erfolgen kann. Begleitet wurde der Workshop von einer Unternehmensberatung.
Der Grad der Partizipation war sehr hoch, da alle direkt Betroffenen beteiligt waren. Da die Umorganisation natürlich auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter/innen in den Einrichtungen hat, wurden die beiden Workshoptage gefilmt. Dieser Film wurde allen Einrichtungen zur Verfügung gestellt und im Rahmen einer Dienstbesprechung vorgeführt, damit alle Beschäftigen von FABIDO diesen Prozess mitgehen und mittragen können.

Anschließend wurde der Film über den Workshop vorgeführt.

Herr Frebel sprach seine Glückwünsche zu der gelungenen Veranstaltung aus. Auch die Methode, einen Film darüber zu machen, begrüßte er. Das gemeinsame Erarbeiten dieser neuen Struktur fand er hervorragend. Das sei nicht normal, wenn auch wünschenswert.

Frau Liedschulte äußerte sich ebenfalls sehr positiv zu dem gesamten Verfahren.

Frau Brandt dankte herzlich für hervorragende Leistung und wünschte weiterhin viel Erfolg.

Frau Ferber gab einen Überblick über die Aufgaben der Regionalleitungen (s. Anlage).

Danach stellten sich die 8 Regionalleitungen kurz persönlich vor (Zuordnung s. Anlage).

Auf die Anregung von Frau Nolte, die Regionalleitungen auch in den Bezirksvertretungen vorzustellen, teilte Frau Ferber mit, das sei bereits vorgesehen.

Frau Liedschulte dankte abschließend noch einmal allen Beteiligten herzlich für ihre Berichte.


zu TOP 2.6
Hören und Sprechen im Kindesalter - Maßnahmen im vorschulischen Bereich / Sprachförderung von Kinder - Delfin 4
- mündlicher Bericht -

Frau Bonekamp teilte mit, nach Delfin 4 seien in Dortmund 1.120 Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf ermittelt worden. Nach der jetzt erfolgten Bewilligung der Mittel durch das Landesjugendamt könne mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden (10 Kinder in einer Maßnahme, Gruppenbildung über die Einrichtung hinaus, 200 Stunden im Jahr). Es bestehe die begründete Sorge, dass viele Kinder, die in der früheren Sprachförderung erfasst waren, bei dem neuen Programm durch das Netz gefallen sind. Eine Überarbeitung des Testverfahrens landesseitig sei dringend erforderlich.
Es gebe erste Anzeichen dafür, dass der professionellen Einschätzung der Erzieher/innen in Zukunft ein höheres Gewicht beigemessen werden solle.

Anschließend berichteten Frau Siebers und Frau Scharf (s. Anlage).

Frau Liedschulte dankte für den Vortrag.

Frau Bonekamp ging auf die Fragen von Herrn Frebel ein.
Insbesondere in Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil sei die Anzahl der zu fördernden Kinder nach Delfin 4 sehr viel geringer als vorher. Das bedeute, es wurden weniger Kinder ermittelt, als früher im Grunde genommen gefördert wurden. Es werde deutlich, dass es möglicherweise einen Nachholbedarf gebe, der nicht aus den Augen verloren werden dürfe.
Die Eltern der Kinder, die keine Einrichtungen besuchen, würden noch einmal speziell angeschrieben.

Frau Brandt erklärte, die SPD-Fraktion habe von Anfang an gesagt, dass diese Sprachförderung mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Es sei nicht in Ordnung, dass viele Kinder nicht erfasst wurden. Man hoffe auf entsprechende Nacharbeit seitens der Landesregierung. Weiterhin sah sie es kritisch, dass Kinder aufgrund der Gruppenbildungen u.U. in anderen – ihnen gänzlich fremden - Kindergärten die zusätzliche Sprachförderung erhalten sollen. Das könne nicht im Sinne der Kinder sein.

Auf die Nachfrage von Herr Piechota teilte Frau Ferber mit, gemessen an den absoluten Zahlen der von FABIDO betreuten Kinder gebe es in den städt. Einrichtungen im Vergleich zu den übrigen Trägern einen überproportional höheren Anteil von Kindern, die eine Sprachförderung nach Delfin 4 benötigen. Auch bei FABIDO werde die Einschätzung geteilt, dass wesentlich mehr Kinder in eine Sprachfördermaßnahme kommen müssten, als nach der Methodik von Delfin 4 erfasst wurden.
Die bereits laufende Förderung der 5- bis 6-Jährigen werde in diesem Kindergartenjahr zu Ende geführt. Diese Kinder seien nicht das Problem. Aber bei vielen der heute 4-jährigen Kinder werde man leider erst vor Beginn der Schule feststellen, dass sie über keine ausreichenden Sprachkenntnisse verfügen, weil sie nicht in den Genuss einer Förderung nach Delfin 4 gekommen sind. Insofern sei die Bildungschancengleichheit an der Stelle schon kritisch zu bewerten.

Frau Nolte sah die im Vorfeld geäußerten Befürchtungen bestätigt. Als positiv sah sie die sich abzeichnende Entwicklung an, zukünftig mehr die professionelle Einschätzung der Erzieher/innen zu berücksichtigen. Vielleicht könne es gelingen, die Sprachstandserhebung in den nächsten Jahren auf einen besseren Weg zu bringen. Fakt sei allerdings, dass ein Großteil von Sprachförderungsmaßnahmen weggefallen ist.

Frau Ferber beantwortete die Frage von Herrn Thieme: Bei den Kindern, die aus der Sicht der Erzieher/innen aus den Förderrichtlinien herausgefallen sind, handele es sich um diejenigen, die eine Tageseinrichtung besuchen. Daneben gebe es eine Reihe von Kindern, die keine Tageseinrichtung besuchen. Bei diesen müssten zunächst die vorliegenden Daten auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft werden. Wenn feststehe, wie viele Kinder tatsächlich noch keinen Platz in einer Einrichtung haben, könne in einem nächsten Schritt geprüft werden, wie diese Kinder gut versorgt werden können.
Die Vergangenheit habe gezeigt, dass mittlerweile auch Migrantenfamilien den Wert der Tageseinrichtungen sehr schätzen und ihre Kinder in der Regel auch in Einrichtungen geben.

Frau Siebers wies ergänzend auf die Stellungnahme von FABIDO zum Sprachstandsfeststellungsverfahren hin (s. Anlage).

Für Herrn Frebel stellte sich die Frage, wie man mit den Kindern umgeht, die eine Sprachförderung besonders nötig haben, aber von Delfin 4 nicht erfasst wurden. Ggf. müssten dafür frühzeitig Mittel bereitgestellt werden, das erspare auch spätere Folgekosten. Natürlich sei das zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, müsste aber noch einmal politisch diskutiert werden.

Nach Auffassung von Frau Middendor


f gebe es sicherlich noch Verbesserungsbedarf, aber neue Projekte sollten nicht nur negativ betrachtet werden. Wichtig sei, dass wirklich mit den jüngsten Kindern angefangen und nicht erst bis zum Schuleintritt mit der Prüfung der Sprachkompetenz gewartet werde. Die erste Phase sei nun abgeschlossen, nun sollte die nächste Phase in Angriff genommen werden und dann könnten immer noch die erforderlichen Schritte unternommen werden.
Sie sah es als dringend erforderlich an, hinsichtlich der Kinder schnell zu reagieren, die in keiner Einrichtung sind, damit keine unnötige Zeit verloren geht.

Bei zukünftigen Debatten sollte nach Meinung von Herrn Piechota auch bedacht werden, dass FABIDO und die Mitarbeiter/innen in den Einrichtungen einen überproportionalen Anteil an der Leistung dieser Stadt erbringen, Kindern Bildungschancen zu eröffnen.

Frau Brandt wies darauf hin, dass die Ziele der zusätzlichen Sprachförderung richtig und wichtig seien, aber die Ausführung zu wünschen übrig lasse.

Nach Abschluss der Diskussion dankte die Vorsitzende noch einmal für den ausführlichen Bericht.


zu TOP 2.7
Neuauflage des Beratungsführers Bambini
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10033-07)

Frau Giesbert bedauerte, dass FABIDO als einer der größten Träger von Kindertageseinrichtungen nicht wie die anderen entsprechend hervorgehoben wurde (s. Bambini, 3.3). Abschließend merkte sie an, früher habe es ein extra Bambini gegeben, in dem alle Tageseinrichtungen in Dortmund aufgeführt waren. Das sei eine sehr nachgefragte Broschüre gewesen, die es leider jetzt anscheinend nicht mehr gebe.

Auch Frau Middendorf vermisste die Tageseinrichtungen für Kinder, die zwar im Stichwortverzeichnis unter S. 59 aufgeführt, aber nicht unter der genannten Seite zu finden seien.

Frau Liedschulte wies darauf hin, dass sicherlich immer Verbesserungen möglich sind und die Anregungen aufgenommen und in der nächsten Fassung berücksichtigt werden sollten.

Der Betriebsausschuss FABIDO nimmt die Neuauflage des Kontakt- und Beratungsführer für Mütter, Väter und Kinder, „Bambini“, zur Kenntnis


zu TOP 2.8
Wirtschaftsplan 2008 ff. des Eigenbetriebes FABIDO
Empfehlung
(Drucksache Nr.: 09868-07)

Frau Keßling stellte den Wirtschaftsplan 2008 ff. kurz vor (s. Anlage).

Unter Einbeziehung der Diskussionen zum geänderten Erfolgsplan, den Quartalsberichten und auch zur Sprachförderung sah sich Herr Piechota vor die Frage gestellt, an welcher Stelle 600.000 € Personalkosten im Jahr eingespart werden sollen. Das halte er für unzumutbar.

Herr Frebel teilte mit, dass letztlich der Rat der Stadt Dortmund über den Haushalt und die weitere Entwicklung entscheiden werde. Auch hinsichtlich der beabsichtigten Personalkosteneinsparungen würden noch interfraktionelle Gespräche geführt, dann werde man weitersehen.

Frau Ferber erläuterte, aus welchem Grund diese angedachten Personalkürzungen zunächst für den Eigenbetrieb auch akzeptabel seien.
Im Rahmen der „Verwaltung 2020“ stünde – wie bei allen anderen Dienststellen der Verwaltung – bei FABIDO die Überprüfung der Prozesse in den zentralen Diensten an (z. B. IT-Bereich).
Es gebe bereits die Entscheidung, ein Beschaffungszentrum einzurichten. In diesem Zusammenhang werde geprüft, welche Ressourcen nicht mehr bei FABIDO benötigt werden. Ein weiterer Bereich sei das Rechnungswesen, das nicht eng mit dem Produkt „Tageseinrichtungen für Kinder“ verbunden ist. Auch hier bestehe die Bereitschaft, die Prozesse zu optimieren und dazu beizutragen, dass der städtische Haushalt an einer bestimmten Stelle nicht unnötigerweise belastet wird.
Zum anderen könne theoretisch – vorbehaltlich der noch ausstehenden politischen Entscheidungen – davon ausgegangen werden, dass durch die vorgesehene Landesförderung zu den Betriebskosten das Gesamtprodukt günstiger wird und damit alle an der Kostensenkung partizipieren.
Wenn es zu einer Ausweitung der Angebote durch Umsetzung der jetzigen Planungen komme (beispielsweise Übernahme Advent-Kindergarten, Neubau Tageseinrichtung Steinkühlerweg), sei allerdings eine Erhöhung der Wirtschaftsplanzahlen erforderlich.


Die Mitglieder des Betriebsausschusses FABIDO kamen überein, die Vorlage ohne Empfehlung weiterzuleiten.



3. Anträge / Anfragen
- unbesetzt -



zu TOP 4.
Informationen aus den Bezirksvertretungen

Es lagen keine Informationen vor.



zu TOP 5.
Mitteilungen der Vorsitzenden

- unbesetzt -



Frau Liedschulte wünschte den Mitgliedern für die bevorstehenden Festtage alles Gute und beendete die Sitzung um 19.00 Uhr.




Liedschulte Brandt Lieberknecht
Vorsitzende Ratsmitglied Schriftführerin

Anlagen

Anlage zu TOP 2.5

(Siehe angehängte Datei: Anlage TOP 2.5 FABIDO 15.11.2007.pdf)

Anlage zu TOP 2.5

(Siehe angehängte Datei: Aufgaben_der_Regionalleitungen_15112007.pdf)

Anlage zu TOP 2.6

(Siehe angehängte Datei: Delfin 4 Stellungnahme FABIDO.pdf) (Siehe angehängte Datei: Sprachförderung - für Betriebsausschuss 11-2007.pdf)