Niederschrift

über die 10. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO


am 10.11.2011
Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund



(öffentlich)

Sitzungsdauer: 17:00 - 18:20 Uhr


Anwesend:

1. Stimmberechtigte Mitglieder

RM Friedhelm Sohn (SPD)


RM Rita Brandt (SPD)
RM Ute Pieper (SPD)
RM Martin Grohmann (SPD
RM Rosemarie Liedschulte (CDU)
RM Christian Barrenbrügge (CDU)
RM Claudia Middendorf (CDU)
RM Barbara Blotenberg (Bündnis 90/Die Grünen)
RM Uta Schütte-Haermeyer (Bündnis 90/Die Grünen)
RM Nursen Konak (Die Linke)
sB Thomas Carl (FDP/Bürgerliste)

2. Beratende Mitglieder

Ulrich Piechota (Beschäftigtenvertreter)


Kathrin Giesbert (Beschäftigtenvertreterin)
Eugenie van de Straat (Beschäftigtenvertreterin)

Fatma Karaca-Tekdemir (Integrationsrat)

3. Verwaltung

Waltraud Bonekamp


Arno Lohmann 57/FABIDO (Betriebsleitung kaufm. Bereich)
Marion Ache 57/FABIDO
(Koordinatorin im Bereich Kindertagesbetreuung)
Christine Bathe 57/FABIDO (Koordination Finanzmanagement)
Klaus-Peter Haarmann 57/FABIDO (Koordination Regionalleitung)

Gabriele Lieberknecht

Veröffentlichte Tagesordnung:

Tagesordnung (öffentlich)

für die 10. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO,
am 10.11.2011, Beginn 16:00 Uhr,
Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund



1. Regularien

1.1 Benennung eines Ausschussmitgliedes zur Mitunterzeichnung der Niederschrift

1.2 Hinweis auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW

1.3 Feststellung der Tagesordnung

1.4 Genehmigung der Niederschrift über die 9. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 22.09.2011


2. Vorlagen / Berichte der Verwaltung

2.1 Wirtschaftsplan 2012 des Eigenbetriebes FABIDO
Empfehlung
(Drucksache Nr.: 05607-11)

2.2 Kinderstuben in der Nordstadt
Überweisung: Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie aus der öffentlichen Sitzung vom 28.09.2011
(Drucksache Nr.: 05255-11-E1)

hierzu -> Stellungnahme der Verwaltung
(Drucksache Nr.: 05255-11-E2)

2.3 Aktuelle Organisationsstruktur bei FABIDO
- mdl. Bericht -

2.4 Sachstand der Tageseinrichtungen (TEK) in der Nordstadt
Stellungnahme der Verwaltung
(Drucksache Nr.: 03227-11-E3)

2.5 Masterplan Migration/Integration: Sachstandsbericht 2011
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 05129-11)
(Die Vorlage sowie der Masterplan wurden bereits an die Ratsmitglieder, Fraktionen, Presse, Dezernenten und den Personalrat versandt)


3. Anträge / Anfragen

3.1 Kundenzufriedenheit Fabido
Vorschlag zur TO (Fraktion FDP/Bürgerliste)
(Drucksache Nr.: 05603-11)

3.2 Qualität der U3-Kinderbetreuung in FABIDO-Einrichtungen
Vorschlag zur TO (CDU-Fraktion)
(Drucksache Nr.: 05616-11)


4. Mitteilungen des Vorsitzenden




1. Regularien



Herr Sohn eröffnete die Sitzung und stellte fest, dass zur Sitzung fristgemäß eingeladen und der Ausschuss beschlussfähig ist.
Der Vorsitzende informierte die Mitglieder des Betriebsausschusses vom plötzlichen Ableben von Herrn Krebs – Wirtschaftsprüfer des Eigenbetriebs -.



zu TOP 1.1
Benennung eines Ausschussmitgliedes zur Mitunterzeichnung der Niederschrift

Zur Mitunterzeichnung der Niederschrift wurde Frau Uta Schütte-Haermeyer benannt.


zu TOP 1.2
Hinweis auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW

Der Vorsitzende wies auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW hin und bat, dieses zu beachten, sofern es im Einzelfall zutreffen sollte.


zu TOP 1.3
Feststellung der Tagesordnung

Der Vorsitzende wies darauf hin, dass die Vorlage „3. Quartalsbericht 2011 zum 30.09.2011 des Eigenbetriebs FABIDO“, Drucksache Nr.: 05814-11, vor der Sitzung verteilt wurde und in der Sitzung am 09.02.2012 behandelt werden soll.

Die Tagesordnung wurde wie veröffentlicht festgestellt.


zu TOP 1.4
Genehmigung der Niederschrift über die 9. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 22.09.2011

Die Niederschrift über die 9. Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 22.09.2011 wurde einstimmig genehmigt.



2. Vorlagen / Berichte der Verwaltung


zu TOP 2.1
Wirtschaftsplan 2012 des Eigenbetriebes FABIDO
Empfehlung
(Drucksache Nr.: 05607-11)

Herr Lohmann stellte den Wirtschaftsplan 2012 vor (s. Anlage).

Herr Sohn dankte für die Präsentation.

Frau Schütte-Haermeyer und Frau Pieper dankten ebenfalls für den ausführlichen Bericht.

Anschließend ging Herr Lohmann kurz auf die Fragen von Frau Schütte-Haermeyer, Frau Pieper, Herrn Carl und Herrn Barrenbrügge ein:

- Berufspraktikanten
Die Anzahl der Berufspraktikanten wurde verdoppelt, jedoch gab es marktbedingt nur einen männlichen Praktikanten darunter.


- Zuschuss der Stadt Dortmund – Trägeranteil -
Mit dem Wechsel der 3 Mitarbeiterinnen in das Talentbüro wurde auch das Budget für die Personalkosten verlagert (die 70.000 € in 2011 sind die Kürzung für das 4. Quartal).
Die Reduzierung im Jahr 2013 ff ergibt sich aus der Vorgabe, die Personalaufwendungen in den städt. Betrieben um 2,5 % reduzieren zu müssen. Das wiederum könnte nur durch Schließung von Einrichtungen kompensiert werden, wäre aber nicht der richtige Weg. Insofern wird in den nächsten Jahren zu diskutieren sein, wie man damit umgeht. Man befinde sich bereits im Dialog und werde auch entsprechende Lösungen finden.
Der Zuschuss der Stadt Dortmund ist höher als der rechnerische Trägeranteil, da dieser u. a. um die konzerninternen Leistungsverrechnungen mit anderen Stadtämtern erhöht wurde. FABIDO muss städt. erbrachte Leistungen in Echtgeld bezahlen. Hier sind auch beispielsweise die internen Kosten des Vermieter-Mieter-Modells zu nennen.

- vakante Planstellen
Alle vakanten Planstellen werden in 2012 besetzt (in Verbindung mit dem Zukunftskonzept FABIDO – Umorganisation Zentrale Dienste -).
Frau Blotenberg sah es als erforderlich an, dass die 280.000 € Personalkosten pro Jahr für das Talentbüro nicht zu Lasten des Eigenbetriebes gehen und darauf geachtet wird, dass zumindest in der mittelfristigen Finanzplanung keine Mittelkürzung stattfindet.

Frau Pieper teilte mit, nach ihrer Erinnerung seien zwar die Personalkosten zum StA 1 abgeflossen, aber es wurde auch festgehalten, dass bei einer neuen pädagogischen Leitung diese Mittel FABIDO wieder zur Verfügung stehen.
Zunächst sollte die Organisationsuntersuchung abgewartet werden – wie auch schon in der letzten Sitzung besprochen – und dann sollte darüber nachgedacht werden, welche weitere Struktur sich für den Eigenbetrieb ergibt.

Der Betriebsausschuss FABIDO empfahl einstimmig (10 Ja, 1 Enthaltung) dem Rat der Stadt Dortmund, folgenden Beschluss zu fassen:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Wirtschaftsplan 2012 mit Anlagen.


zu TOP 2.2
Kinderstuben in der Nordstadt
Überweisung: Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie aus der öffentlichen Sitzung vom 28.09.2011
(Drucksache Nr.: 05255-11-E1)
Stellungnahme der Verwaltung
(Drucksache Nr.: 05255-11-E2)

Es lag folgende Stellungnahme der Verwaltung vor:

„...zu der o. a. Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1. In den drei Kinderstuben an den Standorten Bornstrasse 79 und 138 sowie Heiligegartenstrasse 25c stehen insgesamt 24 Plätze zur Verfügung. Alle Plätze sind belegt.

2. In diesem Sommer sind 18 Kinder aus den Kinderstuben in FABIDO-Kindertagesein-richtungen gewechselt. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Kinder aus den Kinder-stuben schnell in die Einrichtungen integriert werden können. Sie sind sehr gut auf die Gruppensituation und die Bindung an neue Bezugspersonen vorbereitet. In allen Bildungsbereichen, insbesondere auch im Bereich Sprache und Motorik, ist eine gute Basis gelegt.

3. Die Warteliste für die Kinderstuben umfasst derzeit ca. 40 Kinder. In der Vergangenheit war festzustellen, dass viele Familien nicht mehr erreichbar sind bzw. keinen Bedarf mehr haben, wenn es zur Platzvergabe kommt. Es ist daher schwierig, belastbare Aussagen über den tatsächlichen Betreuungsbedarf der Zielgruppe im Quartier zu machen. Die Kontaktaufnahme von interessierten Eltern erfolgt bisher entweder direkt in der Kinderstube oder auf Grund von Empfehlung durch „Kinderstuben-Familien“ oder Institutionen, vorrangig Kindertageseinrichtungen und die Grundschule Kleine Kielstrasse.

4. Es ist über die vergangenen drei Jahre zu beobachten, dass sich die Verweildauer in den Kinderstuben verkürzt. Immer mehr Kinderstubenkinder können bereits mit 3 bis 3,5 Jahren in eine Kindertageseinrichtung wechseln. Es gibt daher erste Überlegungen, das Angebot so zu verändern, dass zukünftig auch Kinder unter 2 Jahren aufgenommen werden können.

5. FABIDO beabsichtigt, die o.g. drei Kinderstuben als Angebot in der Nordstadt dauerhaft vorzuhalten. Die notwendigen Schritte wurden eingeleitet.

6. Es ist geplant, zwei weitere Kinderstuben im Quartier zu eröffnen. Dazu gab es bereits ein Vorgespräch mit den Dortmunder Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften. Dort wird derzeit geprüft, ob geeignete Räumlichkeiten angeboten werden können. Die neuen Kinderstuben sollten in direkter Nähe zu FABIDO-Kindertageseinrichtungen liegen. Ein besonderer Bedarf liegt laut Warteliste im Bereich der Heiligegartenstrasse. Nach wie vor ist zu berücksichtigen, dass Plätze nur dann in Anspruch genommen werden, wenn sie wirklich in unmittelbarer Nähe zur Wohnung der Familie liegen.“


Frau Liedschulte bat, auch der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord die Stellungnahme zur Information zuzuleiten.

Zu den Nachfragen von Frau Konak und Herrn Piechota führte Frau Bonekamp aus, der beabsichtigte Ausbau um 2 weitere Kinderstuben solle wie bisher unter der Voraussetzung erfolgen, dass die Räumlichkeiten von Wohnungsgenossenschaften/-gesellschaften zur Verfügung gestellt werden. Die Personalkosten finanzieren sich über den normalen Tagespflegesatz.
Hinsichtlich des Bedarfs müsse festgestellt werden, dass die Eltern ihr Kind oft bei mehreren Einrichtungen anmelden und häufig nicht ermittelt werden kann, ob bereits ein Platz in einer Einrichtung gefunden wurde.

Der Betriebsausschuss FABIDO nahm die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis.


zu TOP 2.3
Aktuelle Organisationsstruktur bei FABIDO
- mdl. Bericht -

Einleitend führte Frau Bonekamp aus, nach dem Wechsel der pädagogischen Betriebsleitung werde der Eigenbetrieb z. Z. unter kaufmännischer Betriebsleitung geführt. Zur Verstärkung der kaufmännischen Betriebsleitung sollen drei Geschäftsbereiche entstehen:
- Geschäftsbereich Kaufmännische Leitung (die Ausschreibung für die Leitungsstelle ist bereits erfolgt, das Auswahl läuft zurzeit)
- Geschäftsbereich Leitung Tageseinrichtungen für Kinder
- Geschäftsbereich Leitung Kindertagesbetreuung in Familien
Im Rahmen der Organisationsuntersuchung solle insbesondere geprüft werden, in welcher Weise die Zentralen Dienste verstärkt/umstrukturiert werden können. Sie sei davon überzeugt, dass auch nach den Ergebnissen des Zukunftsprojektes, die sehr positiv innerhalb des Eigenbetriebes aufgenommen wurden, eine gute Lösung gelingen werde.

Herr Lohmann unterstrich zunächst, dass der Eigenbetrieb FABIDO auch ohne pädagogische Betriebsleitung weiterhin ein pädagogischer Betrieb sein und bleiben werde und kein Wirtschaftsunternehmen.

Danach erläuterte er die Organisationsstruktur zum 30.09.2011 (s. Anlage a).
Anschließend zeigte er die Organisationsstruktur ab 01.10.2011 auf (s. Anlage b). Er betonte, dass dies keine verabschiedete, offizielle Organisationsstruktur sei, sondern die Darstellung der jetzigen operativen Arbeitsorganisation nach dem Personalabgang:
1. Säule – Kindertagespflege in Familien
2. Säule – Tageseinrichtungen für Kinder
3. Säule – Kaufmännischer Bereich
Zu 1. Es handele sich um einen hochgradig effizienten Bereich, die Zusammenarbeit laufe gut, es sind aktuell keine Maßnahmen erforderlich.
Zu 3. Es werde – wie bereits erwähnt – eine neue Geschäftsbereichsleitung geben.
Zu 2. Hierbei handele es sich um die wichtigste Säule. Zurzeit führe er in Personalunion diesen Bereich kommissarisch mit, das sei aber auf Dauer nicht möglich, vor allen Dingen nicht, wenn man etwas bewegen möchte.
Es gebe jetzt 5 (statt vorher 6) Regionalleitungen, die wiederum 100 Leitungskräfte in den 108 Einrichtungen führen. Das sei eine sehr starke Führungsspanne, wobei berücksichtigt werden muss, dass diese 5 Personen nicht nur die Führungsverantwortung, sondern bisher auch die fachliche Verantwortung für diesen Bereich haben. Das sei im Grunde genommen nicht zu schaffen, so dass die fachliche Verantwortung bei den Regionalleitungen zurückgenommen wird. Es wird neben den Regionalleitungen zukünftig Fachreferenten/innen geben, die sich konkret mit pädagogischen Schwerpunktthemen beschäftigen.
Regionalleitungen und Fachreferenten/innen bilden gemeinsam das Pädagogische Management.
In Zukunft werde auf jeden Fall eine Person benötigt, die diese pädagogische Leitung/Verantwortung für den Geschäftsbereich trägt und das pädagogische Management führt. Er hoffe, spätestens im Frühjahr 2012 die Verantwortung abgeben zu können.


Eine Veränderung in der Führungsebene sei immer ein bedeutender Eingriff, der bei den Mitarbeiter/innen auch eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung hervorrufe. Besonders wichtig sei daher eine funktionierende Kommunikation, um gemeinsam mit den 1.500 Beschäftigten erforderliche Veränderungen angehen zu können.
Mitte Oktober habe er eine Leitungsdienstbesprechung mit den 100 Leitungen der Einrichtungen durchgeführt. Auch hier wurde über die Veränderungen – auch kritisch - gesprochen. Da es in einem Kreis von 100 Personen oft schwierig sei, Fragen zu stellen oder zu diskutieren, habe er damit begonnen, in jedem Bezirk an einem Bezirkstreffen teilzunehmen, um weiterhin für Fragen, Sorgen usw. zur Verfügung zu stehen und auch die Stimmung generell dort zu erkennen.
Unter Hinweis auf die Veröffentlichungen in der Mai (Mitarbeiterinnen- und MitarbeiterInformation) berichtete er über drei Bereiche, die für den Eigenbetrieb besonders wichtig sind: Schulungsmaßnahmen für Kinderpflegerinnen als Synonym für Personalentwicklung, Qualität der Ernährung als Synonym für die Qualität der pädagogischen Arbeit und die Vereinbarung mit der Immobilienwirtschaft als Beispiel für die verstärkte konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Stadtämtern.
Er zeigte sich davon überzeugt, dass der Eigenbetrieb auf einem guten Weg ist. Es gebe eine Kultur der Offenheit, des Vertrauens, des Miteinanders. Auch wenn es in den nächsten Monaten – wie auch in den vergangenen - sicherlich noch die ein oder andere kritische Diskussion geben werde, sei er davon überzeugt, dass mit der entsprechenden Unterstützung die richtige Organisationsstruktur letztlich gefunden werde, um FABIDO führend in der Kinderbetreuung zu machen.
Abschließend wies er noch darauf hin, dass aus dem Kreis der pädagogischen Mitarbeiter/innen große Unterstützung signalisiert wurde. Es ist beabsichtigt, auch den Leitungskräften mehr Möglichkeiten zu geben, sich in den Prozess der pädagogischen Gestaltung von FABIDO - mit ihrem hervorragenden Fachwissen und großem Engagement – einzubringen.

Herr Sohn dankte Herrn Lohmann für seine anschauliche Darstellung.

Auch Herr Barrenbrügge dankte Herrn Lohmann herzlich für die fundierten und gut strukturierten Erklärungen.

Frau Schütte-Haermeyer schloss sich dem Dank an und bekundete das Vertrauen ihrer Fraktion, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt.

Frau Pieper wünschte viel Erfolg bei der Durchführung und dankte ebenfalls für die hervorragenden Ausführungen.

Herr Carl dankte Herrn Lohmann herzlich für die Erläuterungen.

Auf die Nachfragen von Herrn Barrenbrügge und Herrn Carl teilte Herr Lohmann mit:

- Die Stellenausschreibung sei intern erfolgt und es werde zu einer internen Besetzung kommen.

- Mit seinen Darstellungen habe er verdeutlichen wollen, in welcher Form zur Zeit gearbeitet wird (keine verbindliche Festlegung) und es für den Fall, dass es zukünftig nur 1 Betriebsleitung geben sollte, ein funktionsfähiger Unterbau erforderlich ist, zu dem selbstverständlich in jedem Fall pädagogische Erfahrung gehört. Nach Vorliegen der Ergebnisse der Organisationsuntersuchung werde über das weitere Vorgehen entschieden werden können.

Frau Bonekamp wies abschließend darauf hin, dass selbstverständlich ein Ratsbeschluss eingeholt werde, wenn eine neue Organisationsstruktur für FABIDO nach Abschluss der Organisationsuntersuchung zum Tragen kommen sollte.

Der Betriebsausschuss nahm den mündlichen Bericht zur Kenntnis.


zu TOP 2.4
Sachstand der Tageseinrichtungen (TEK) in der Nordstadt
Stellungnahme der Verwaltung
(Drucksache Nr.: 03227-11-E3)

Es lag folgende Stellungnahme der Verwaltung vor:

„...in Ihrer Sitzung am 26.11.2010 beantragten Sie, dass die Verwaltung in jeder Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO einen Sachstandsbericht zu den Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) in der Nordstadt abgibt.

TEK Sunderweg:
Die Submission für die Vergabe des Grundstücks erfolgte am 30.08.2011. Der Zuschlag/Die Auftragserteilung erfolgte am 21.10.2011 mit Abschluss des notariellen Kaufvertrages.

TEK Burgholzstr.:
Die Bekanntmachung der öffentlichen Ausschreibung der TEK Burgholzstr. erfolgte am 14.10.2011.

TEK Uhlandstr.
Die Abbrucharbeiten des alten TEK-Gebäudes – Uhlandstr. 3 - sind abgeschlossen. Die Kampfmittelprüfung ist erfolgt. Für das Rohbaugewerk werden seit Ende August 2011 die Erdarbeiten durchgeführt. Dabei wurden Gebäudereste von einer alten Fleischerei offengelegt. Insgesamt wurden bereits ca. 4000 Tonnen Boden ausgehoben und zur Deponie nach Grevel gebracht. Ungefähr 2000 Tonnen Hartkalksteinschotter wurden angeliefert, aufgebracht und verdichtet, um einen tragfähigen Untergrund bekommen.

Ab dem 24.10.2011 wird mit den Entwässerungsarbeiten begonnen.

Der Rohbau wird voraussichtlich Ende Januar 2012 fertig gestellt.

Das Bauvorhaben verläuft planmäßig.“

Der Betriebsausschuss FABIDO nahm die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis.


zu TOP 2.5
Masterplan Migration/Integration: Sachstandsbericht 2011
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 05129-11)

Der Betriebsausschuss FABIDO nimmt den Sachstandsbericht 2011 zum Masterplan Migration/Integration zur Kenntnis.



3. Anträge / Anfragen


zu TOP 3.1
Kundenzufriedenheit Fabido
Vorschlag zur TO (Fraktion FDP/Bürgerliste)
(Drucksache Nr.: 05603-11)
Zusatz- /Ergänzungsantrag zum TOP (Fraktion FDP/Bürgerliste)
(Drucksache Nr.: 05603-11-E2)

Es lag folgender Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste vor:

„...Der FABIDO-Betriebsausschuss bittet die Betriebsleitung, eine repräsentative Elternbefragung extern in Auftrag zu geben, die folgende Themenkomplexe abdecken soll:


Ø allgemeine Zufriedenheit

Ø Wunsch der Eltern nach Früh- und Spätbetreuungszeiten

Ø Fragen zum pädagogischen Konzept und Schwerpunktsetzung der Einrichtungen

Ø Zufriedenheit mit der Verpflegung

Ø Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern

Ø Mitarbeiterwahrnehmung


Begründung:

Bisher haben Eltern nur die Möglichkeit, Anregungen und Beschwerden individuell weiterzugeben. Eine systematische Befragung hat bisher nicht stattgefunden. Diese ist aber ein geeignetes Instrument, um die Bedürfnisse und die Zufriedenheit der Eltern zu erfassen und hieraus Konsequenzen für die tägliche Arbeit, aber auch die konzeptionelle Ausrichtung des Eigenbetriebes ziehen zu können.“


Herr Sohn wies eingangs darauf hin, dass in der letzten Sitzung Konsens darüber bestand, eine Befragung durchzuführen, allerdings nicht während der laufenden Organisationsuntersuchung.

Herr Carl begründete den Antrag seiner Fraktion.

Für Frau Pieper sprach nichts dagegen – wie schon in der letzten Sitzung dargelegt -, eine Elternbefragung durchzuführen (ggf. unter Einbeziehung der TU in Form eines Projektes, ohne Kosten zu verursachen). Eine externe Vergabe, die letztlich aus dem Budget von FABIDO bezahlt werden müsse, werde von ihrer Fraktion abgelehnt.

Frau Konak würde dem Antrag zustimmen, sofern keine Kosten entstehen. Sie sah es als erforderlich an, den Fragenkatalog vor Veröffentlichung dem Betriebsausschuss zur Beratung vorzulegen.

Herr Barrenbrügge sah den Eigenbetrieb durchaus in der Lage, selbst eine Befragung durchzuführen. Wenn externer Sachverstand benötigt würde, könne gern – wie schon von Frau Pieper ausgeführt – kooperiert werden. Das sei aber etwas anderes als eine externe Vergabe. Insofern werde seine Fraktion dem Antrag nicht zustimmen.
Herr Sohn habe bereits darauf hingewiesen, dass zunächst die Ergebnisse der Organisationsuntersuchung abgewartet werden sollen, das sei ungefähr im 1. Halbjahr 2012. Unter Hinweis auf die Ausführungen des Vorsitzenden sowie die Niederschrift der letzten Sitzung regte er an, dass Herr Carl den Antrag evtl. zurückzieht.

Auch Frau Schütte-Haermeyer sah in der Verwaltung ausreichende Kompetenzen vorhanden, um eine solche Befragung auf wissenschaftlich hohem Niveau durchzuführen. Sofern FABIDO „externe“ Unterstützung brauche, könne sie von anderen Fachbereichen der Verwaltung erfolgen. Da vom Grundsatz her bereits Einigkeit bestehe, sprach sie sich ebenfalls für die Anregung von Herrn Barrenbrügge aus, den Antrag zurückzuziehen.
Eine Diskussion des Fragenkatalogs lehnte sie ab. Politik könne die Richtung vorgeben, auch würde sie die Einbeziehung des StER befürworten. Aber es sei nicht die Aufgabe der Politik, einen wissenschaftlichen Fragenkatalog aufzustellen.

Herr Piechota bat darum, den Antrag nicht zu beschließen.
Zum einen gebe es in Dortmund nicht nur den Träger FABIDO. Wenn eine Befragung gemacht werden solle, regte er an, dass der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie vielleicht generell darüber nachdenkt, die gesamt Trägerlandschaft in Dortmund abzufragen.
Zum anderen halte er eine Befragung zum jetzigen Zeitpunkt angesichts der anstehenden Veränderungen nicht für sinnvoll, von finanziellen Erwägungen ganz abgesehen.

Herr Sohn teilte mit, seines Wissens müssten die Familienzentren kontinuierlich Elternbefragungen durchführen. Das gelte für alle Träger von Familienzentren.

Herr Lohmann bestätigte, dass die Familienzentren Umfragen bei den Eltern durchführen. FABIDO betreibe 22 Familienzentren. Das wichtigste in einer Einrichtung sei die vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern, Kindern und Erziehern. Im Dialog/Kontakt zu den Eltern (Fragebogen, persönliche Gespräche) würden Anregungen bereits aufgenommen und im täglichen Arbeitsablauf der Einrichtungen umgesetzt. Das dürfe aber nicht auf eine zu hohe Ebene gesetzt werden.
Wenn man auf eine Metaebene gehen wolle, stimme er Herrn Piechota zu, dann sei es eine grundsätzliche Diskussion – nicht nur bezogen auf den Träger FABIDO.
Die TU Dortmund habe im Rahmen des Familien-Projekts eine Befragung der Eltern durchgeführt (Wünsche der Eltern hinsichtlich Bedarfe usw., nicht auf FABIDO bezogen). Diese Ergebnisse stehen im Frühjahr 2012 zur Verfügung.
Er schlug vor, die Ergebnisse der TU Dortmund sowie des Sozialpädagogischen Instituts Köln (Elternbefragung im Rahmen der KiBiz-Diskussion) für den Betriebsausschuss zusammenzustellen.

Herr Carl ging noch einmal auf seinen Antrag ein. Die Diskussion habe ihm gezeigt, dass eine externe Vergabe sinnvoll sei, weil es auch eine interne Motivation gebe, bestimmte Dinge nicht zu fragen (z. B. Früh- und Spätbetreuung). Es müssten nicht alle Eltern der 110 Einrichtungen befragt werden, eine repräsentative Stichprobe halte er für ausreichend. Insofern glaube er nicht, dass wirklich so hohe Kosten entstünden. Seines Wissens wären im Wirtschaftsplan keine Spendenmittel und Zuschüsse der Bezirksvertretungen aufgeführt. Er sei sich sicher, wenn man eine solche Befragen machen möchte, könnte das auch aus Mitteln von FABIDO finanziert werden.

Abschließend hielt Herr Sohn fest, dass er die Ausführungen von Frau Konak so verstanden habe, dass die Ergebnisse der Befragung vor Veröffentlichung zunächst dem Betriebsausschuss als Fachausschuss vorgestellt werden.

Der Betriebsausschuss FABIDO lehnte mehrheitlich (1 Ja, 11 Nein) den o. a. Antrag ab.


zu TOP 3.2
Qualität der U3-Kinderbetreuung in FABIDO-Einrichtungen
Vorschlag zur TO (CDU-Fraktion)
(Drucksache Nr.: 05616-11)

Es lag folgende Bitte um Stellungnahme der CDU-Fraktion vor:

„...die CDU-Fraktion bittet die Verwaltung, in der Sitzung des Betriebsausschusses FABIDO am 10.11.2011 zu folgendem Sachverhalt Stellung zu nehmen und die gestellten Fragen schriftlich zu beantworten:

In der allgemeinen Diskussion um den Ausbau der U3-Plätze in Kindertageseinrichtungen wird oftmals vordergründig der quantitative Aspekt zentral beleuchtet. In der überregionalen Presse wurde in der jüngsten Zeit auf zahlreiche österreichische, britische und auch US-amerikanische Studien verwiesen, die belegen, dass für die Entwicklung insbesondere im biologischen, sozialen und gesundheitlichen Bereich viele Faktoren im Rahmen von Betreuung in Tageseinrichtungen noch nicht genügend berücksichtigt werden (Anstieg des Cortisol-Spiegels) und es zu erheblichen – auch langfristigen - Auswirkungen bei der Kindesentwicklung kommen kann.
Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie viele Kinder der Altersgruppe U3 werden aktuell jeweils pro Betreuungsbudget (25-, 35- oder 45-Stunden) über FABIDO betreut (hierbei ist nach Betreuung bei Tagesmüttern und in TEKs aufzuteilen)?
2. Wissenschaftler betonen die immense Bedeutung von festen Bezugspersonen und ergänzend fordern Kinderärzte für Säuglinge einen Betreuungsschlüssel von 2:1. Wie ist der Betreuungsschlüssel in FABIDO-TEKs für die Altersklassen der Säuglinge, der Ein- und Zweijährigen?
3. Sind den Kleinkindern feste Betreuungspersonen zugewiesen oder unterliegen, z.B. aufgrund von Halbtagskräften, diese wechselnden Personengruppen? Besonders die Kinder des 45-Stunden-Budgets sind idealerweise von einer Bezugsperson zu betreuen. Wie genau verhält sich das aktuell in den Dortmunder Einrichtungen?
4. Sind die für den Einsatz der U3-Kinder eingeteilten Betreuungspersonen explizit für die Anforderungen und Bedürfnisse dieser Altersklasse ausgebildet/unterwiesen worden?
5. Wie hoch ist der Anteil an Kleinkindern mit Neurodermitis in FABIDO-Einrichtungen? Ist ein Anstieg der Fallzahlen in den letzten Jahren festzustellen?
6. Hält es die Verwaltung und FABIDO nicht für geboten, da haushalterische, pädagogische und gesundheitliche Gründe einem weiter zunehmenden Betreuungsangebot entgegen stehen, nicht auch verstärkt nach Betreuungsformen für die Kinder des U3-Bereichs bei Firmen und Betrieben zu werben und in enger Kooperation ggf. auch in Kooperation mit der Wirtschaftförderung einzuführen?“

Die Beantwortung erfolgt schriftlich für die nächste Sitzung des Betriebsausschusses am 09.02.2012.



zu TOP 4.
Mitteilungen des Vorsitzenden

Es lagen keine Informationen vor.




Der Vorsitzende beendete die Sitzung um 18.20 Uhr.




Sohn Schütte-Haermeyer Lieberknecht
Vorsitzender Ratsmitglied Schriftführerin

Anlage zu TOP 2.1

(Siehe angehängte Datei: Ausschuss 10-11-2011.ppt)


Anlage zu TOP 2.3

(Siehe angehängte Datei: Organigramm FABIDO Stand 10-11-11 V2.pdf) (Siehe angehängte Datei: Organigramm FABIDO Stand 30-09-11.pdf)