Niederschrift

über die 29. Sitzung des Rates der Stadt Dortmund


am 13.12.2007
Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz1, 44135 Dortmund



Öffentliche Sitzung

Sitzungsdauer: 14:00 - 22:20 Uhr


Anwesend:

Laut Anwesenheitsliste, die der Originalniederschrift als Anlage beigefügt ist, waren 88 von z. Z. 88 Ratsmitgliedern anwesend.


Von der Verwaltung waren anwesend:
OB Dr. Langemeyer
StD Sierau
StR´in Bonekamp
StR Pogadl
StR Steitz
StR Stüdemann
StK´in Dr. Uthemann
Herr Mager
LStRD’in Seybush
StOVR Feuler
VA Jankrift

Veröffentlichte Tagesordnung:

Öffentlicher Teil:


1. Regularien

1.1 Benennung eines Ratsmitgliedes zur Mitunterzeichnung der Niederschrift

1.2 Hinweis auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW

1.3 Feststellung der Tagesordnung

1.4 Genehmigung der Niederschrift über die 28. Sitzung des Rates der Stadt Dortmund am 08.11.2007


2. Angelegenheiten von besonderer Bedeutung und öffentlichem Interesse

2.1 Haushaltsplan 2008 / 2009
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10554 - 07)
dazu:
Stellenplan für die Haushaltsjahre 2008/2009
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09741-07)

2.2 Klinikum Dortmund gGmbH - Kapitalzuführung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10506-07)

2.3 Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) - hier: Beteiligung an einer Kraftwerksgesellschaft mit RWE Power AG in Hamm ("GEKKO"-Projekt)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09786-07)

3. Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen

3.1 Fortschreibungsentwurf 2007 des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSEKt) Hörde
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09583-07)

3.2 Fortschreibungsentwurf 2007 des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSEKt) Innenstadt-West
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09586-07)

3.3 Fortschreibungsentwurf 2007 des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSEKt) Mengede
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09588-07)

3.4 - unbesetzt -

3.5 Neugestaltung Kampstraße / Brüderweg; Überarbeitung und Beschluss der Entwurfsplanung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09127-07)

3.6 Investitions- und konsumtive Maßnahmen im Hochbau/Maßnahmenpriorisierung 2008 ff
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 09820-07)

3.7 Satzung der Stadt Dortmund über die Gestaltung und Ausführung von Werbeanlagen im Bereich des Technologiegebietes (Geltungsbereich der Bebauungspläne Lü 158 und Lü 174)
hier: Entscheidung über Stellungnahmen, Beifügung einer Begründung, Satzungsbeschluss
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09310-07)

3.8 European Energy Award (EEA)® - Europäischer Energie Preis: Bericht und energiepolitisches Arbeitsprogramm
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09683-07)

3.9 Wirtschaftsplan der Friedhöfe Dortmund für das Wirtschaftsjahr 2008
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09873-07)

3.10 Ausbau Knotenpunkt Westentor B 54 (Königswall) / L 663 (Rheinische Straße)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10047-07)

3.11 Regionaler Flächennutzungsplan (RFNP)
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10013-07)

3.12 Bauleitplanung; Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes (VEP) Br 215 - ehemaliges Pappelstadion -
hier:
Entscheidung über Stellungnahmen, Beifügung einer aktualisierten Begründung, Satzungsbeschluss, Beschluss zum Abschluss des Durchführungsvertrages - Teil B
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10281-07)

3.13 Beitrag der Stadt Dortmund zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung der Metropole Ruhr/Qualifizierung der Ziel 2-Projekte;
Programmschwerpunkt "Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung", Projektfamilie Ruhr
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10223-07)

3.14 Präqualifikation für Architektur- und Ingenierbüros
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10414-07)

3.15 Benennung der Westumgehung Asseln L 556 n
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10378-07)

3.16 - unbesetzt -

3.17 Lärm- und abgasreduzierende Maßnahmen an der B 1 / A 40 / A 44
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10076-07)








3.18 Bauleitplanung; Aufstellung des Bebauungsplanes Ev 146 - östlich Zum Holz -
I. Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung; II. Beschluss zur Reduzierung des Planbereiches; III. Beschluss zum Erlass einer Satzung zur teilweisen Aufhebung der Satzung über die Verlängerung der Geltungsdauer der Veränderungssperre für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan Ev 146 vom 21.06.2007; IV. Beschluss zur Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens im vereinfachten Verfahren; V. Beschluss zur Offenlegung des Bebauungsplanes Ev 146
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09045-07)

3.19 Abwicklung der ÖPNV-Pauschale nach § 11 ÖPNV-Gesetz NRW
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10463-07)

3.20 Bauleitplanung, Änderung Nr. 1 des Bebaungsplanes In O 105/2 - Bremer Straße - im beschleunigten Verfahren gem. § 13 a BauGB
I. Entscheidung über Stellungnahmen aus der Offenlegung
II. Satzungsbeschluss
III. Beifügung einer Begründung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10342-07)

3.21 Stadtumbau Rheinische Straße; hier: Miniparks, Fassadengestaltung/Haus- und Hofbegrünung und Schaffung attraktiver Quartierseingänge
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10311-07)

3.22 Abwassergebührensatzung der Stadt Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10366-07)

3.23 Dortmunder Hauptbahnhof
Vorschlag zur TO (Fraktion FDP/Bürgerliste)
(Drucksache Nr.: 10557-07)

4. Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

4.1 Wirtschaftsplan und Produkt- und Leistungsplanung 2008 für die Wirtschaftsförderung Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09745-07)

4.2 Wirtschaftsplan 2008 des "Sondervermögen Verpachtung Technologiezentrum Dortmund"
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10265-07)

4.3 Neufassung der Betriebssatzung der Wirtschaftsförderung Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10365-07)



4.4 Umsetzung der Europäischen Strukturfondsförderung EFRE 2007-2013 in NRW und Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10406-07)

5. Öffentliche Einrichtungen
- unbesetzt -

6. Soziales, Familie, Gesundheit

6.1 Kommunale Altenhilfe und Pflege
hier: Jahresbericht 2007 mit dem Schwerpunkt Pflege
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 09872-07)

6.2 Satzung über die Errichtung und Unterhaltung von Obdachlosenunterkünften der Stadt Dortmund mit Gebührenordnung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10308-07)

6.3 Satzung der Stadt Dortmund über die Errichtung und Unterhaltung von Übergangsheimen für Zuwanderer und Wohnungslose mit Gebührenordnung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10307-07)

6.4 Verwaltungsstrukturreform NRW "Versorgungsverwaltung";
Übernahme der Aufgaben Schwerbehindertenrecht - SGB IX - und Bundeselterngeldgesetz/Elternzeitgesetz
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10441-07)

7. Kultur, Sport, Freizeit

7.1 Wirtschaftsplan 2008 für die Kulturbetriebe Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09707-07)

7.2 Bereitstellung eines Kostendeckungsbeitrags zur Bespielung der PHOENIX Halle mit Medienkunstausstellungen in den Jahren 2008-2010
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09904-07)

7.3 Ehrung von Sportlern durch die Stadt Dortmund
hier: Verleihung einer Sportlerehrennadel
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10362-07)

7.4 Satzung zur Änderung der Betriebssatzung für die "Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund" sowie Bestellung eines Geschäftsbereichsleiters
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10061-07)

7.5 Änderung der Nutzungs- und Entgeltordnung im Bereich der Kulturbetriebe Dortmund für die Geschäftsbereiche Musikschule und Volkshochschule und Anpassung von Ermäßigungstatbeständen für Behinderte mit notwendiger Begleitung im Geschäftsbereich Museen
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10301-07)

7.6 Brandschutzmaßnahmen (2. Bauphase) des Theater Dortmund für die Spielzeit 2007/2008
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10327-07)

7.7 Wirtschaftsplan 2008 der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10132-07)

8. Schule

8.1 Errichtung eines Bildungsganges am Paul-Ehrlich-Berufskolleg der Stadt Dortmund;
hier: "Staatlich geprüfte Pflegehelferin/Staatlich geprüfter Pflegehelfer" gemäß APO-BK Anlage B §§ 1 und 3, Berufsfeld/Bereich Gesundheitswesen
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10466-07)

9. Kinder und Jugend

9.1 Geänderter Erfolgsplan 2007 des Eigenbetriebes FABIDO
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09867-07)

9.2 Wirtschaftsplan 2008 ff. des Eigenbetriebes FABIDO
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09868-07)

10. Finanzen und Liegenschaften

10.1 Jahresabschluss und Lagebericht des Dortmunder Systemhauses, Eigenbetrieb der Stadt Dortmund, zum 31.12.2006
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10015-07)

10.2 Satzung zur siebten Änderung der Verwaltungsgebührensatzung nebst Gebührentarif der Stadt Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10297-07)

10.3 - unbesetzt -

10.4 - unbesetzt -




10.5 Wirtschaftsplan 2008 des Sondervermögens "Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund"
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10447-07)

10.6 Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund für die Jahre 2003 und 2004 (Anlage 1)
Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund für das Jahr 2005 (Anlage 2)
aktuelle Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund (Anlage 3)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10558-07)

10.7 Projekt "Unisono II" der DEW21
Vorschlag zur TO (Fraktion FDP/Bürgerliste)
(Drucksache Nr.: 10579-07)

11. Personal, Bürgerdienste, Öffentliche Ordnung

11.1 Aufhebung des Holzener Wochenmarktes auf dem Platz an der Kreisstraße
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09759-07)

11.2 Fortschreibung des Frauenförderplans und Bericht
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10385-07)

11.3 Änderung der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW)
hier: Änderung der Bezeichnung Bezirksvorsteher/Bezirksvorsteherin in Bezirksbürgermeister/Bezirksbürgermeisterin
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10570-07)

11.4 Bleiberecht für geduldete Ausländer
Vorschlag zur TO (Fraktion DVU)
(Drucksache Nr.: 10282-07)

12. Anfragen

12.1 Anfragen Rm Münch

12.1.1 Einladungspraxis zur Veranstaltung "Politische Partizipation von Migranten":
2. Nachfrage
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10485-07)

12.1.2 Kennzeichnung der Stadtgrenze an stadtübergreifenden Radwegen
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10484-07)

12.1.3 Optimierung des Dortmund- Marketing durch identifikationsstiftende Stadtsymbole
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10482-07)

12.1.4 Bau von Moschee und Minarett Am Grimmelsiepen und Berücksichtigung von Gender Planning
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10481-07)

12.1.5 Umgang mit Wortbeiträgen der DVU durch den Oberbürgermeister
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10486-07)

12.1.6 Einladungspraxis zur Veranstaltung "railtec" im Rathaus
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10555-07)

12.2 Anfragen "Die Linken im Rat"

12.2.1 Umtriebe der Neonazis
Anfrage zur TO (Fraktion 'Die Linken im Rat')
(Drucksache Nr.: 10626-07)


Die öffentliche Sitzung des Rates der Stadt wurde um 14.00 Uhr von OB Dr. Langemeyer eröffnet und geleitet. Teilweise übernahm Bm´in Jörder die Leitung der Sitzung.

Vor Eintritt in die Tagesordnung stellte OB Dr. Langemeyer zunächst die ordnungsgemäße Einladung sowie die Beschlussfähigkeit des Rates der Stadt fest.























1. Regularien

zu TOP 1.1
Benennung eines Ratsmitgliedes zur Mitunterzeichnung der Niederschrift

Zur Mitunterzeichnung der Niederschrift wurde Rm Horitzky (CDU) benannt.

zu TOP 1.2
Hinweis auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW

OB Dr. Langemeyer wies auf das Mitwirkungsverbot gem. §§ 31 und 43 Abs. 2 GO NRW hin und bat, dieses zu beachten, sofern es im Einzelfall zutreffen sollte.

zu TOP 1.3
Feststellung der Tagesordnung

Mit Zustimmung des Rates der Stadt wurde die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung um die Punkte

Zu 2.1 Einführung des Sozialtickets in Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10673-07)

3.24 Verwaltungsstrukturreform NRW "Umweltverwaltung"
Übernahme von Aufgaben im Immissionsschutz
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10637-07)

3.25 Umnutzung der Ev. Gustav-Adolf-Kirche in Dortmund-Deusen zu einem Begegnungszentrum mit angegliederter Gastronomie
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10647-07)

8.2 Neuordnung Schulstandort Anne-Frank Gesamtschule, Vincke Grundschule
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10561-07)

erweitert.








Weiterhin wurde der Punkt

3.7 Satzung der Stadt Dortmund über die Gestaltung und Ausführung von Werbeanlagen im Bereich des Technologiegebietes (Geltungsbereich der Bebauungspläne Lü 158 und Lü 174)
hier: Entscheidung über Stellungnahmen, Beifügung einer Begründung, Satzungsbeschluss
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09310-07)

von der Tagesordnung abgesetzt, da es diesbezüglich noch Beratungsbedarf gab.

Dagegen verblieb der Punkt

2.3 Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) - hier: Beteiligung an einer Kraftwerksgesellschaft mit RWE Power AG in Hamm ("GEKKO"-Projekt)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09786-07)

entgegen der Ankündigung von OB Dr. Langemeyer auf der Tagesordnung, da ihm zwischenzeitlich signalisiert wurde, dass es diesbezüglich keinen Beratungsbedarf mehr gebe.

Anschließend begründete, wie bereits in der Sitzung des Rates der Stadt am 08.11.2007
Rm Münch den von ihm gestellten Antrag, ihm eine Zuwendung für Einzelratsmitglieder gemäß § 56 Absatz 3 GO NRW zu gewähren.

Der Rat der Stadt lehnte daraufhin bei Stimmenthaltung der Fraktion „Die Linken im Rat“ mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch die Aufnahme des vorgenannten Antrages von
Rm Münch in die Tagesordnung ab.

Des weiteren lehnte der Rat der Stadt, nachdem Rm Münch die von ihm vorgelegte Resolution des Rates der Stadt Dortmund gegen eine Beteiligung an Kohle- und Kernkraftwerken kurz begründet hatte, bei Stimmenthaltung der Bürgerliste mit Mehrheit gegen die Stimme der Fraktion „Die Linken im Rat“ sowie der Stimme von Rm Münch die Aufnahme des zuvor genannten Dringlichkeitsantrages von Rm Münch ab.

Weiterhin stimmte der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion der Aufnahme des gemeinsam von der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten Dringlichkeitsantrages mit der Bezeichnung „Zug der Erinnerung“ zu. Diese Angelegenheit wurde als TOP 6.6 behandelt.






Außerdem beantragte Rm Münch die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung um den Punkt

Türkischer Iman kommt nach Eving und erteilt Koran-Unterricht für Kinder und Jugendliche in türkischer Sprache
- Beantwortung seiner Nachfrage aus der Sitzung des Rates der Stadt am 08.11.2007 –

sowie

Konsequenzen aus der Zweckentfremdung von Geldern durch den Betriebsrat der städtischen Seniorenheime gGmbH

im Wege der Dringlichkeit zu erweitern.

Nachdem Rm Münch die beiden o. a. Dringlichkeitsanträge kurz begründet hatte, lehnte der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch die Aufnahme dieser Punkte in die Tagesordnung ab.

Unter Einbeziehung der beschlossenen Veränderungen wurde die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung vom Rat der Stadt gebilligt.

zu TOP 1.4
Genehmigung der Niederschrift über die 28. Sitzung des Rates der Stadt Dortmund am 08.11.2007

Der Rat der Stadt genehmigt einstimmig die Niederschrift über die 28. Sitzung des Rates der Stadt am 08.11.2007.

2. Angelegenheiten von besonderer Bedeutung und öffentlichem Interesse

zu TOP 2.1
Haushaltsplan 2008/2009
(Drucksache Nr.: 10554-07)

Nachdem OB Dr. Langemeyer die Abläufe hinsichtlich der nachfolgenden Beratung des Haushaltsplanes 2008/2009 nochmals kurz erläutert hatte, schlug Rm Stammnitz
(Die Linken im Rat) wie bereits im Ältestenrat vor, zunächst den von seiner Fraktion vorgelegten Antrag, nur einen Haushaltsplan für das Jahr 2008 zu beschliessen, zu behandeln.

OB Dr. Langemeyer erwiderte hierauf, dass der zuvor genannte Antrag der Fraktion
„Die Linken im Rat“ verabredungsgemäß mit den anderen Anträgen zum Haushaltsplan behandelt werde.

Die anschließenden Grundsatzerklärungen von Rm Hengstenberg (CDU), Rm Krüger
(Bündnis 90/Die Grünen), Rm Dr. Littmann (FDP/Bürgerliste), Rm Prüsse (SPD),
Rm Stammnitz (Die Linken im Rat), Rm M. Branghofer (DVU) sowie von Rm Münch sind der Niederschrift als Anlage 1 beigefügt.
In der anschließenden Debatte brachte für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Rm Unger zum Ausdruck, dass für sie die von der Fraktion „Die Linken im Rat“ geäußerte Kritik nicht nachvollziehbar sei, da man vielfältige Förderungen und Maßnahmen für Menschen die Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld beziehen, auf dem Weg gebracht habe und auch bringen werde.

Außerdem zeigte sich Rm Unger (Bündnis 90/Die Grünen) erfreut darüber, dass es nun endlich auf der Grundlage der gemeinsamen Initiative mit der SPD-Fraktion gelingen werde, ein Sozialticket einzuführen, das bundesweit am günstigsten sei.

Hinsichtlich der Ausführungen von Rm Unger (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte anschließend OB Dr. Langemeyer, der Besitz des Dortmund-Passes werde nicht die Voraussetzung für das Sozialtickets sein, sondern die Tatsache, dass Menschen Transfergeld beziehen aus SGB II, aus SGB XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das heißt, wer Transferbezieher ist, hat einen Anspruch. Das sollte klar sein, damit nicht erst ein Umweg über die Beziehung des Dortmund Passes organisiert werden müsse.

In der weiteren Diskussion setzte sich für die Fraktion „Die Linken im Rat“ Rm Konak kritisch mit der Schul- und Jugendpolitik der Stadt Dortmund auseinander. Ihrer Meinung nach müsse mehr dafür getan werden, um die Chancengleichheit in allen Bereichen des täglichen Lebens herzustellen. Hierzu gehöre unter anderem der weitere Ausbau des Betreuungsangebotes, bedarfsgerechte Bildungsmöglichkeiten und ein verbessertes Ausbildungsplatzangebot. Letztendlich sei für sie eine gute und chancengleiche Bildung der Jugendlichen ein wichtiger Schlüssel zur Zukunft und fördere die Perspektive irgendwann aus der Armut rauszufinden.

Weiterhin begründete Rm Prof. Richter (Die Linken im Rat) den von seiner Fraktion vorgelegten Antrag, einen Haushalt nur für das Jahr 2008 zu beschliessen. Aufgrund der gegenwärtigen Bedingungen wäre alles andere unvernünftig.

Außerdem ging Rm Prof. Richter (Die Linken im Rat) in seinen Ausführungen noch auf den Antrag seiner Fraktion, ein Sozialticket zum Null-Tarif einzuführen, ein.

Abschließend erläuterte Rm Prof. Richter (Die Linken im Rat) die von seiner Fraktion beantragte Forderung, eine Weihnachtsbeihilfe für 2008/2009 zu gewähren, ein, die für ihn einen Beitrag für eine sozialere Stadt darstellen würde.

Des weiteren begründete für die Fraktion „Die Linken im Rat“ Rm H. Fischer den von seiner Fraktion unterbreiteten Vorschlag, einen kommunalen Lernmittelfonds einzurichten. Dieser soll Schulkindern und Jugendlichen, deren Erziehungsberechtigte als Erwerbslose ALG II, als Geringverdienende ergänzend ALG II beziehen oder in vergleichbaren materiellen Verhältnissen leben, Zuschüsse zu den Ausgaben für Lernmittel gewähren.

In der weiteren Diskussion ging für die SPD-Fraktion Rm Taranczewski auf die Themen Sozialticket und Arbeitslosenzentrum ein. Hierbei machte er deutlich, dass er es für durchaus sozial betrachte, dass das Sozialticket für deren Bezieher 15 € koste, da es genügend geringverdienende Menschen gebe, die ihr Ticket komplett selbst bezahlen müssen.
Außerdem setzte sich Rm Taranczewski (SPD) kritisch mit dem von der CDU-Fraktion vorgelegten Antrag zum Arbeitslosenzentrum auseinander.

Erfreulicherweise seien die Verhandlungen für den Erhalt des Arbeitslosenzentrums, sowie dies auch von seiner Fraktion im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit gefordert worden sei, auf einem guten Weg.

Nachdem sich Rm Frebel (Bündnis 90/Die Grünen) kritisch mit dem Haushaltsantrag der
CDU-Fraktion auseinandergesetzt hatte, erklärte für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hinsichtlich der Verwaltungsvorlage zur Einführung des Sozialtickets Rm Krüger, dass das Sozialticket seiner Auffassung nach zu den Bedingungen des Ticket 1000 ohne zeitliche Beschränkung, sowie dies im gemeinsamen Haushaltsbegleitantrag dargelegt sei, gelten solle.

Der anschließend von Rm Münch gestellte Antrag, über die vereinbarte Redezeit hinaus, Rederecht zu diesem Tagesordnungspunkt zu bekommen, wurde mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion „Die Linken im Rat“ sowie der Stimme von Rm Münch abgelehnt.

Anschließend fasste der Rat der Stadt folgende Beschlüsse:

- Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste (Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit)
(Drucksachen-Nr.: 09845-07-E4)

Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste den folgenden o. a. Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste ab:

1. Grundsicherung für Arbeitssuchende:
Die Verwaltung wird beauftragt, die im Produkt 50_0050504 „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ (S. 911, Band II des Haushaltsplanentwurfs) für das Jahr 2006 im Ergebnis festgestellten Ausgaben von 182,2 Mio. € der Höhe nach auch für die Jahre 2008/2009 in Ansatz zu bringen.
2. Sucht- und Infektionsprävention:
a) Die Verwaltung wird aufgefordert, im Bereich der Sucht- und Infektionsprävention (HIV-Prävention) zusätzliche Gelder (ca. 160.000 €) für vier Personalstellen – je zwei pro Bereich - im Sozialhaushalt bereitzustellen. Ziel muss es sein, die Präventionsarbeit durch verstärkten Personaleinsatz zu optimieren.
b) Die Gewährung der Mittel soll zunächst über einen Zeitraum von zwei Jahren erfolgen. Nach Ablauf der Projektzeit ist dem Ausschuss ein Abschlußbericht vorzulegen, inwieweit positive Ergebnisse bei der Bekämpfung von HIV- Infektionen und der Suchtprävention erzielt worden sind.
c) Für einen optimalen Mitteleinsatz werden die sozialen Träger im Vorfeld aufgefordert, entsprechende Konzepte zur Zielerreichung zu entwickeln, die dem Ausschuss vorzulegen sind.
3. Krisenzentrum
Die Verwaltung wird aufgefordert, zusätzlich ausreichende Geldmittel
(ca. 40.000 €) im Sozialhaushalt zur Finanzierung einer zusätzlichen Personalstelle für das von der Diakonie im Bethanienkrankenhaus betriebene Krisenzentrum einzustellen.
- Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste (Schulausschuss)
(Drucksachen-Nr.: 09845-07-E5)

Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste den folgenden o. a. Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste ab:

1. Unterrichtsmittel
a) Die Verwaltung wird aufgefordert, für die 165 Dortmunder Schulen (ausgenommen Berufs- und Abendkollegs) einen Betrag von 165.000 € pro Jahr (im Schnitt 1.000 € pro Schule) zur Finanzierung von Unterrichtsmitteln (bspw. Schreib-, Zeichen- und Malmaterial, Hefte, Taschenrechner, etc.) im Haushalt bereitzustellen, die bedarfsabhängig von den Schulen nach eigenem Ermessen abgerufen werden können.
b) Die Gelder können je nach dem Bedarf in den einzelnen Stadtbezirken von den Schulen beansprucht werden. Ziel ist es, Schülern aus finanzschwachen Familien eine adäquate Ausstattung mit Unterrichtsmitteln zu ermöglichen.
c) Nach Ablauf eines Jahres hat die Verwaltung dem Fachausschuss über den Mittelabruf und den Verwendungszweck der jeweiligen Schule zu berichten.
d) Um über den Jahresverlauf auf weiteren Bedarf angemessen reagieren zu können, sollen die zur Verfügung gestellten Gelder nicht als Einmalzahlung, sondern möglichst gleichmäßig über das Jahr ausgezahlt werden.
2. Stadtgymnasium
a) Die Verwaltung wird aufgefordert, unverzüglich Sanierungsmaßnahmen am Stadtgymnasium durchzuführen, um bestehende Mängel an der Fassade, der Fenster sowie der Heizungsanlage und der sanitären Anlagen zu beseitigen.
b) Die Verwaltung wird aufgefordert zu prüfen, inwieweit die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stadtgymnasiums wirtschaftlich ist.


c) Die von der Verwaltung hierfür zu ermittelnden Kosten
(schätzungsweise 300.000 €) werden gedeckt durch Einsparungen im Energieverbrauch sowie durch den Verzicht auf das bis 2012 im Haushalt mit 19,4 Mio. € eingestellte Projekt des Dortmunder U.
3. Bert-Brecht Gymnasium
a) Die Verwaltung wird beauftragt, die baufälligen 10 Pavillons am Bert-Brecht Gymnasium entweder durch Modulbauten oder durch Errichtung von neun Unterrichtsräumen in Massivbauweise zu ersetzen.
b) Die Entscheidung für Modul- oder Massivbau hat die Verwaltung von den bautechnischen und statischen Möglichkeiten eines weiteren Stockwerks auf dem Schulgebäude abhängig zu machen. Grundsätzlich ist die Massivbauweise zu bevorzugen.
4. Studie zu Gewalt an Schulen
a) Die Verwaltung wird beauftragt, ein umfassendes Gutachten zur Gewalt an Dortmunder Schulen in Auftrag zugeben. Dies kann etwa über die Universität Dortmund (Fachbereich Soziologie) erfolgen. Dabei sind an
möglichst vielen Schulen Interviews zu führen (2/3 Sampler), um verlässliche Daten zu erhalten.
b) Das Gutachten soll die Gewaltbereitschaft von Dortmunder Schülern aller Altersgruppen analysieren. Ziel ist die Entwicklung von Lösungsansätzen, mit denen Gewalttendenzen wirksam begegnet werden kann. Dabei ist auf die Besonderheiten der Schultypen (Hauptschule, Gymnasium, etc.) sowie auf die Merkmale der einzelnen Schulen (Einzugsgebiet, Migrationshintergrund etc.) einzugehen.
c) Die Kosten von rund 150.000 € sind in den Haushaltsplan 2008/2009 einzustellen.

- Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen (Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit) zum Arbeitslosenzentrum
(Drucksachen-Nr.: 10373-07-E2

Der Rat der Stadt beschliesst mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der DVU folgenden o. a. gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion sowie Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Der Rat der Stadt spricht sich nochmals gegen die Einstellung der Landesförderung für das Arbeitslosenzentrum Dortmund durch das Land NRW aus.
Sollte die Landesregierung auch abschließend bei der Streichung bleiben, werden die Bundesagentur für Arbeit sowie die ARGE Dortmund gebeten, gemeinsam mit dem Arbeitslosenzentrum Dortmund nach Möglichkeiten zu suchen, die ausfallenden Landesmittel aufzufangen.

- Antrag der Fraktion „Die Linken im Rat“ vom 07.12.2007
(Drucksachen-Nr.: 10554-0-E1)

Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion „Die Linken im Rat“ den folgenden o. a. Antrag der Fraktion „Die Linken im Rat“ ab:

Der Rat beschließt in seiner Sitzung am 13.12.07 nur den Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2008. Der Planentwurf für 2009 kommt Ende 2008 in dann aktualisierter Fassung zur Wiedervorlage.

- Antrag der Fraktion „Die Linken im Rat“ vom 07.12.2007
(Drucksachen-Nr.: 10473-07-E2)

Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion „Die Linken im Rat“ den folgenden o. a. Antrag der Fraktion „Die Linken im Rat“ ab:

1. Kommunaler Lernmittelfonds
Der Rat beschließt, einen kommunalen Lernmittelfonds einzurichten. Er soll Schulkindern und Jugendlichen, deren Erziehungsberichtigte als Erwerbslose ALGII, als Geringverdienende ergänzend ALGII beziehen oder in vergleichbaren materiellen Verhältnissen leben, Zuschüsse zu den Ausgaben für Lernmittel gewähren. Die Kosten hierfür sind in den Haushaltsplan 2008/2009 einzustellen.

In der Systematik des Haushaltsplanentwurfs ist der dafür geeignete Ort:
Produktgruppe 00505: Hilfen bei wirtschaftlicher Bedürftigkeit
Produkt 0050505: Soziale Vergünstigungen
Die einzusetzenden Kosten sind durch die Verwaltung bedarfsgerecht zu ermitteln. Bis zu dieser Klärung sollen pauschal Euro 1.000.000 eingesetzt werden.
Die Ergebnisse von Produkt, Produktgruppe und Teilergebnisplan sind jeweils entsprechend zu ändern. Ein haushaltsmäßiger Ausgleich ist in diesem Teil des Haushaltsplan nicht vorzunehmen.

2. Sozial-Ticket zum Nulltarif
Der Rat beschließt, in den Haushaltsplan 2008/2009 die Kosten für das Bereitstellen eines Sozial-Tickets für den ÖPNV in Dortmund für Menschen einzustellen, die als Erwerbslose ALG II, als Erwerbstätige ergänzend ALG II beziehen oder in vergleichbaren materiellen Verhältnissen leben. Das Sozial-Ticket soll kostenfrei abgegeben werden („Null“-Ticket).


In der Systematik des Haushaltsplanentwurfs ist der dafür geeignete Ort:
Produktgruppe 00505: Hilfen bei wirtschaftlicher Bedürftigkeit
Produkt 0050505: Soziale Vergünstigungen
Die einzusetzenden Kosten sind durch die Verwaltung bedarfsgerecht zu ermitteln. Bis zu dieser Klärung sollen pauschal Euro 10.000.000 eingesetzt werden.
Die Ergebnisse von Produkt, Produktgruppe und Teilergebnisplan sind jeweils entsprechend zu ändern. Ein haushaltsmäßiger Ausgleich ist in diesem Teil des Haushaltsplans nicht vorzunehmen.

3. Weihnachtsbeihilfe 2008/09
Der Rat beschließt, in den Haushaltsplan 2008/2009 die Kosten für das Bereitstellen einer Weihnachtsbeihilfe einzustellen.

- für Bezieher von ALG II,
- für Empfänger von Sozialgeld,
- für Heimbewohner, die Taschengeld nach dem SGB beziehen, aber keine
Weihnachtsbeihilfe erhalten.
Die Weihnachtsbeihilfe ist zweckgebunden und spätestens bis zum 24.12. des jeweiligen Jahres auszuzahlen.
Sie beträgt:

- für den Haushaltsvorstand 80 Euro
- für Haushaltszugehörige 60 Euro
- für Heimbewohner 55 Euro

4. Pavillonersatz
Die Verwaltung wird aufgefordert, am Max-Planck und Bert-Brecht-Gymnasium, entsprechend dem tatsächlich bestehenden Raumbedarf der Schulen, schnellstmöglich Ersatzbauten in Modulbauweise zu erstellen.

5. Enthinderung

Im Haushalt wird ein Titel für die barrierefreie Durchführung von
Veranstaltungen in Höhe von 100.000 Euro eingerichtet. Aus diesem Titel
können GebärdensprachdolmetscherInnen, SchreibdolmetscherInnen sowie eine
mobile Microport-Anlage angeschafft bzw. bezahlt werden.





6. Gewerbesteuer
Zur Finanzierung des "Aktionsplans soziale Stadt Dortmund" wird der Gewerbesteuerhebesatz auf den Durchschnitt der Großstädte in NRW von 460 Punkten angehoben.

7. „Dortmunder U“
Der Rat ändert seinen Beschluß vom 22.09.2005 dahingehend, dass der städtische Anteil an den Kosten für Sanierung und Umnutzung des „Dortmunder U“ auf maximal 20 Prozent begrenzt wird, und ändert die entsprechenden Positionen im Haushaltsplan 2008/09.

- Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste vom 13.12.2007
(Drucksachen-Nr.: 10554-07-E3)

Hinsichtlich des Abstimmungsverhaltens der CDU-Fraktion erklärte Rm Hengstenberg, dass seine Fraktion den Punkten 1 und 3 des o. a. Antrages zustimmen werde. Dagegen werde man die Punkte 2 und 4 dieses Antrages ablehnen.

Unter Berücksichtigung der o. a. Anmerkung zum Abstimmungsverhalten der
CDU-Fraktion lehnt der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste den folgenden o. a. Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste ab:

Klinikum Dortmund gGmbH
1. Der Rat der Stadt spricht sich gegen die Ablehnung von Angeboten privater Betreiber bei der dringend erforderlichen strukturellen Sanierung der Klinikum Dortmund gGmbH aus.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, eine (Teil-)Privatisierung des Klinikums als ernsthafte Alternative zu städtischer Kapitalzufuhr in Erwägung zu ziehen und Angebote privater Betreiber eingehend zu prüfen.

3. Hierzu macht die Verwaltung eine Ausschreibung mit folgenden Eckpunkten:
a) Berücksichtigung einer dreijährigen Beschäftigungsgarantie der Mitarbeiter des Klinikums
b) Kapitalmehrheit und Managementverantwortung liegen bei dem privaten Betreiber
c) Denkbar ist anstelle einer Sanierung des Standortes Beurhausstraße (inkl. Neubau Zentraler Operationstrakt) auch ein Neubau an anderer Stelle.
Aktienverkauf RWE
Der Rat spricht sich für die Veräußerung der von der Stadt Dortmund mittelbar und unmittelbar gehaltenen rund 19 Millionen Aktien an der RWE AG aus und beauftragt die Verwaltung, mittels steuersparender Transfers den Veräußerungserlös zur Stadt zu leiten und dort ausschließlich zur städtischen Schuldentilgung zu verwenden.
Einsparungen in Verwaltungsbereich
Die Verwaltung wird aufgefordert, nachhaltige finanzielle Einsparmöglichkeiten in allen Verwaltungsbereichen zur Reduzierung der strukturellen Defizite zu erarbeiten und den zuständigen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

Fraktionsmittel
Die Zuwendungen an die im Rat vertretenen Fraktionen werden ab 2008 um 5% je Fraktion gekürzt.

- Antrag der CDU-Fraktion vom 13.12.2007
(Drucksachen-Nr.: 10554-07-E4)

Unter Berücksichtigung des in den Haushaltsreden dargestellten Abstimmungsverhaltens lehnt der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste den folgenden o. a. Antrag der CDU-Fraktion ab:

1. Haushaltskonsolidierung

1.1 Einsparzielsetzung
Der Rat der Stadt Dortmund fordert die Verwaltung auf, dass alle Organisationseinheiten in den Jahren 2008 und 2009 jeweils 5 % ihres im vorliegenden Doppelhaushaltsentwurf 2008/2009 veranschlagten Budgets einsparen. Den Amts- und Werksleitungen steht es dabei frei, die Einsparpotenziale im Bereich der Sach- oder Personalkosten zu erzielen.

1.2 Neue Organisationsform für das Kanalnetz
Im Zuge der Überlegungen bezüglich einer möglichen stärkeren Kooperation der Gelsenwasser AG, der Bochumer Stadtwerke GmbH bzw. EWMR GmbH, sowie der DEW21 GmbH im Rahmen des Projektes UNISONO II fordert der Rat die Verwaltung auf, in ihrer Gesellschafterfunktion den Betrieb des Dortmunder Kanalnetzes mit in die Sondierungsgespräche der o.a. Beteiligten einzubringen. Das Ziel ist die Hebung von Finanzmitteln zur Entschuldung der Stadt Dortmund bei gleichzeitiger Gebührenstabilität.

1.3. Beitrag der Beteiligungen an der Haushaltskonsolidierung
Der Rat der Stadt erneuert seine Forderung, dass sich die Städtischen Beteiligungen stärker als bisher an der Konsolidierung des Haushaltes beteiligen müssen. Die Städtischen Beteiligungen werden daher aufgefordert, pro Jahr einen Konsolidierungsbeitrag in Höhe von zusätzlich 10 Millionen Euro zu leisten. Die Beteiligungsverwaltung zeigt dem Rat geeignete Wege zur Zielerreichung auf.

1.4. Überprüfung von Transferleistungen
Die Verwaltung wird aufgefordert, Transferleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II an in Dortmund lebende Ausländer nur dann in voller Höhe zur Auszahlung zu bringen, wenn alle Familienmitglieder sich zur Teilnahme an Integrations- und Sprachkursen verpflichten und entsprechende Erfolgsnachweise vorlegen. Die Gesetzesgrundlage hierfür ist das AuslG.

1.5 Flächenbilanzierung bei Immobilienprojekten
Analog der Folgekostenausweisung in Verwaltungsvorlagen werden zukünftig bei allen Immobilienprojekten der Stadtverwaltung (Umbau, Neubau, Anmietung) Flächenbilanzen erstellt, aus denen hervorgeht, dass es nicht zu einer weiteren unverhältnismäßig hohen Ausweitung der städtischen Bruttogrundrissflächen kommt. Ziel muss es sein, den Bewirtschaftungsaufwand, insbesondere die Energiekosten, ökologisch und ökonomisch zu optimieren.

2. Reorganisation der Verwaltung

2.1. Neustrukturierung von Ämtern
Die Verwaltung wird aufgefordert, eine durchgreifende und umfassende Restrukturierung einiger Stadtämter vorzunehmen. Dabei soll insbesondere überprüft werden:

Ø die Überführung der Mitarbeiter der Projektgruppe 6/MTC in das Planungs- und Bauordnungsamt
Ø die Auflösung des Stadtbahnbauamtes und die Überführung der Mitarbeiter zur DSW AG
Ø die interkommunale Zusammenarbeit im Vermessungs- und Katasterwesen
Ø die Auflösung des Wohnungsamtes und die Aufgabenwahrnehmung durch das Sozialamt sowie das Planungs- und Bauordnungsamt

2.2 Personalqualifizierung im Zuge des Projekts „Verwaltung 2020“
Im Zuge des Projekts „Verwaltung 2020“ werden zusätzliche finanzielle Mittel für die Personalentwicklung (Qualifizierung, Fort- und Weiterbildung) zur Verfügung gestellt, die sowohl dem Personalamt selber als auch den Weiterbildungsbudgets der Fachämter zugeschrieben werden.

3. Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
3.1. Stärkung der Wirtschaftskraft durch Neuausweisung von Gewerbe- und Industrieflächen
Der Rat der Stadt Dortmund fordert die Planungsverwaltung auf, im Zuge der Bestandspflege und zur möglichen Neuansiedlung von Unternehmen die Voraussetzung zur Neuausweisung von Gewerbe- und Industrieflächen zu schaffen. Insbesondere soll dies durch eine Ausweitung des jetzigen Gewerbegebietes am Buddenacker, durch eine Neuausweisung eines interkommunalen Gewerbe- und Industriegebietes im Bereich Groppenbruch sowie durch die Aufnahme von Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG hinsichtlich einer möglichen Ausweisung der jetzigen Bahnflächen westlich des Hafens zwischen Westfaliastraße und Huckarder Straße als GE/GI geschehen. Finanzielle Mittel für den Grunderwerb sind dabei in den Doppelhaushalt und in der mittelfristigen Finanzplanung einzustellen.
3.2. Wiedereinführung kommunal getragener Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt, in Gespräche mit den Arbeitsmarktakteuren und der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände einzutreten mit dem Ziel der Neuauflage kommunal gesteuerter Qualifizierung und gemeinwohlorientierter Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Menschen mit Vermittlungshemmnissen.

3.3 Stärkung der lokalen Ökonomie durch Öffnung von Plätzen
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt, dass verschiedene Plätze in Siedlungsschwerpunkten wie z.B. Dorstfeld, Huckarde, Hombruch zu mindestens teilweise wieder zugänglich gemacht werden für öffentliches Parken. Die Verwaltung wird aufgefordert, nach erfolgtem Ratsbeschluss beim Land eine Einzelfallprüfung zu beantragen mit dem Ziel, mögliche Fördermittel nicht zurück zahlen zu müssen, die das Land NRW zur Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Plätze gezahlt hat.

4. Soziales, Jugend und Familie

4.1. Fortführung des Arbeitslosenzentrums
Die Verwaltung wird beauftragt, in Gesprächen mit der ARGE Dortmund zu prüfen, wie im Rahmen des SGB II die Möglichkeit besteht, dass aufgrund einer Vereinbarung zwischen der ARGE Dortmund und dem Arbeitslosenzentrum Dortmund e.V. das Arbeitslosenzentrum von der ARGE finanziert werden kann.

Sollte die ARGE Dortmund eine andere Rechtsauffassung vertreten, wird die Verwaltung aufgefordert, Finanzmittel für den Erhalt des Arbeitslosenzentrums in den Dortmunder Haushalt 2008/2009 einzustellen, außerhalb der Rahmenverträge für die Wohlfahrtverbände. Dies soll unter die Förderung des Arbeitslosenzentrums gefasst werden, wie bereits auf der Seite 15 im Entwurf des „Aktionsplan soziale Stadt Dortmund“ mit einer freiwilligen Förderung von 36.000 Euro genannt ist.



4.2 Schutz des Kindes durch Einführung eines Frühwarnsystems
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt, die sofortige flächendeckende Einführung eines Frühwarnsystems zum Schutz des Kindes in Dortmund unter Einbeziehung der freien Träger. Die Einführung des Frühwarnsystems soll stellenplanneutral durch Organisationsoptimierungen im Jugendamt erfolgen.

4.3 weitere Streetworker
Im Jugendamt werden durch Stellenumwidmungen weitere Stellen für sog. „Streetworker“ geschaffen.

4.4 Ausweitung der Öffnungszeiten in Kindertagesstätten
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt ab 2008 die Ausweitung der Öffnungszeiten in mind. einer Kindertagesstätte pro Stadtbezirk von 6.00 Uhr bis mind. 20.00 Uhr.




4.5 Betriebskindergarten
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt die Einrichtung eines Betriebskindergartens bei der Stadt Dortmund. Im Zuge der Umsetzung wird die Verwaltung aufgefordert, entsprechende eigene Räumlichkeiten innerhalb des Zentrums der Stadt zu finden.

5. Infrastrukturprojekte

5.1 Konsequente Umsetzung der Barrierefreiheit
Alle Hoch- und Tiefbaumaßnahmen der Stadt Dortmund sind konsequent barrierefrei auszuführen. Die bestehende Gebäudesubstanz ist mittelfristig barrierefrei umzurüsten, die Stadt erstellt dazu eine Prioritätenliste mitsamt einer Quantifizierung der Kosten.

5.2. Schulsanierung – Projekte und Maßnahmen

Ø Ehemalige Hauptschule Bövinghausen
Bei den Umbaumaßnahmen an der ehem. Hauptschule Bövinghausen ist ei den Planungen zu berücksichtigen, dass eine Anbindung der Schule an den ÖPNV erfolgt. Darüber hinaus sind an der Schule Sicherheitsmaßnahmen in Form von Videoüberwachung und Zaunanlage vorzunehmen.

Ø Anne-Frank-Gesamtschule / Neubau Vincke-Grundschule
Die Planungskosten für die Finanzierung des Neubaus der Vincke-Grundschule sind im Haushalt einzustellen.
Des weiteren sind die Kosten für Planung und Neuorganisation der Anne-Frank-Gesamtschule, unter Berücksichtigung einer Verringerung der Zügigkeit, in den Haushalt aufzunehmen.
Ø Pavillon- und Containerersatzbau
Am Bert-Brecht-Gymnasium und Max-Planck-Gymnasium sind die Pavillons sowie am Heinrich-Heinrich-Gymnasium die Container durch Ersatzbauten zu ersetzen. Die Kosten hierfür sind in den Hauhalt einzustellen.
Ø Reinoldus-/Schillergymnasium
Für die bestehende Sporthalle wird ein Ersatzbau geschaffen, damit zeitnah ein geregelter Sportunterricht, auch für die anliegende Wilhelm-Busch-Realschule, gewährleistet werden kann.
Ø Ganztagsschulen
Für die Höchstener-, Kirchhörder-, Olpketal- und Steinhammer-Grundschule sind Räumlichkeiten zu schaffen, evtl. in Form von Containern für eine befristete Übergangszeit, damit an diesen Schulen eine angemessene Ganztagsbetreuung durchgeführt werden kann.
Ø Leibniz-Gymnasium
Für die geplanten kurz- und mittelfristigen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, wie laut Schreiben der Verwaltung vom 01.10.07 aufgeführt, sind Mittel im Haushalt einzustellen.



5.3 Aufstockung der finanziellen Mittel für Straßensanierung
Im Haushalt für das Jahr 2008 werden die finanziellen Mittel für die Straßensanierung so aufgestockt, dass alle Straßen, die im neuen Straßenzustandskataster der Tiefbauverwaltung mit der Schulnote 6 versehen worden sind, noch im Jahr 2008 saniert werden. Ab dem Haushalt 2009 ff. werden die Mittel für Straßensanierung so angesetzt, dass die im fortgeschriebenen Straßenzustandskataster mit den Schulnoten 5 und 6 bewerteten Straßen im jeweiligen Haushaltsjahr saniert werden können.

5.4 Entlastung des Ortskerns Berghofen
Nach Fertigstellung des neuen B236n-Tunnels werden im Haushaltsjahr 2009 finanzielle Mittel für Planung und Kanalbau an der Berghofer Straße bereitgestellt.

5.5 Sporthallensanierung
Die mit Ratsbeschluss vereinbarte „Nutzungsorientierte Ertüchtigung von Sporthallen“ wird konkretisiert. Dazu werden in den Doppelhaushalt 2008/2009 sowie den anschließenden Haushalt jeweils die finanziellen Mittel zur Ertüchtigung von drei Sporthallen zur Verfügung gestellt.

5.6 Konkretisierung des Kunstrasenprogramms
Zur Konkretisierung des vom Rat beschlossenen Kunstrasenprogramms wird die Verwaltung beauftragt, mindestens drei Kunstrasenplätze pro Jahr zu bauen bzw. sanierungsbedürftige Tennenplätze in Kunstrasenplätze umzurüsten.

5.7 Kinder- und Jugendzentrum für Musik und Theater
Für das vom Rat durch Prüfauftrag angeschobene Projekt „Kinder- und Jugendzentrum für Musik und Theater“ im Umfeld des Theaters und der Oper werden im Doppelhaushalt 2008/2009 als Anschubfinanzierung für das Jahr 2008 Planungsmittel und für das Jahr 2009 entsprechende Investitionsmittel zur Verfügung gestellt.

6. Stärkung der Bezirksvertretungen

6.1 sukzessive Verdoppelung der BV-Mittel
Zur Ermöglichung einer sachgerechten Aufgabenwahrnehmung der Stadtbezirke beschließt der Rat, die jährlichen Mittel der Bezirksvertretungen bis zum Haushaltsjahr 2009 sukzessive zu verdoppeln.

- Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen vom 28.11.2007 aus dem Haupt- und Finanzausschuss
(Drucksachen-Nr.: 10473-07-E1)

Unter Berücksichtigung des in den Haushaltsreden dargestellten Abstimmungsverhaltens fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der Fraktion FDP/Bürgerliste, der DVU-Fraktion, der Fraktion
„Die Linken im Rat“ sowie der Stimme von Rm Münch folgenden Beschluss:



Der Rat stellt fest, dass beim Haushalt 2008/2009 akuter Handlungsbedarf für weitere Konsolidierungsmaßnahmen besteht. Diese gelten nicht nur der Abfederung von Risiken, sondern auch der Umsetzung von Maßnahmen als Reaktion auf den Bericht zur sozialen Lage in Dortmund. Bei der Bewirtschaftung des gesamtstädtischen Haushaltes der nächsten beiden Jahre wird der Schwerpunkt darauf gelegt, Missstände abzubauen, Perspektiven für Betroffene zu eröffnen und Hilfestellung bei der Bewältigung sozialer Probleme zu bieten.

1 Verringern von Risiken und Eröffnen neuer Handlungsspielräume

1.1 Haushaltskonsolidierung
Im Haushaltsjahr 2007 sind 48 Millionen Euro eingespart worden. Es ist davon auszugehen, dass in den Haushaltsjahren 2008 und 2009 jeweils 80 % des Einsparpotenzials erneut erzielt werden können.

Die somit erzielten Einsparungen sind zur Hälfte zur Gegenfinanzierung der im Haushaltsbegleitantrag aufgeführten Projekte zu verwenden.

Darüber hinaus dienen die Einsparpotenziale der Abfederung von bisher nicht bezifferbaren Risiken.

Projekte, die im Rahmen des Aktionsplanes Soziale Stadt realisiert werden, sind von der Reduzierung entsprechender Haushaltsmittel auszunehmen.

Der Rat beschließt darüber hinaus, dass ab dem HH-Jahr 2008 eine restriktive, zeitnahe Endabrechnung von Investitionsmaßnahmen erfolgt.

Der Rat fordert die Verwaltung auf, eine Standardisierung der städtischen Baumaßnahmen vorzunehmen. Ziel ist eine kontinuierliche Verringerung von Planungs- und Baukosten.

1.2 Zukunft des Stadtbahnbauamtes
Der Rat beschließt, das Stadtbahnbauamt zur DSW21 zu überführen. Die Modalitäten der Überführung werden zeitnah geklärt. Über den Sachstand ist der Haupt- und Finanzausschuss zu informieren.

1.3 Gewinnabführung Töchter
Der Rat begrüßt den Beitrag der städtischen Töchter zur Haushaltskonsolidierung. Die städtischen Gesellschaften werden aufgefordert zu prüfen, inwieweit in Abhängigkeit von der Haushaltslage weitere Konsolidierungsbeiträge erfolgen können.






2 Soziale Stadt

2.1 Bericht zur sozialen Lage/Umschichtung von Mitteln
Die Umsetzung von Maßnahmen des Berichts zur sozialen Lage bedarf einer Schwerpunktsetzung im Haushalt 2008/2009. Die zuvor beschriebenen frei werdenden Mittel werden vorrangig zur Realisierung dieser Maßnahmen umgeschichtet und bereitgestellt.

2.2 Sozialticket
Der Rat begrüßt die Absicht der Stadtwerke als Modellversuch ein Sozialticket anzubieten. Das Sozialticket ist zum 01.01.08 zum Preis von 15 Euro einzuführen. Es gelten die Bedingungen des Ticket 1000. Eine entsprechende Finanzierungsregelung ist in den zuständigen Gremien zu entwickeln.

2.3 Dortmund-Pass, Ausweitung der Anspruchsberechtigen
Die Verwaltung wird aufgefordert zu prüfen, welche Auswirkungen durch die Ausweitung der Anspruchsberechtigten entstehen und dem Fachausschuss die Ergebnisse vorzulegen. Der Rat entscheidet über das weitere Vorgehen

2.4 Sprachförderung
Nicht vom Land geförderte Kinder im Vorschulalter mit Sprachförderbedarf, die diesen aber aufgrund des fehlerhaften Verfahrens bei Delfin IV nicht bestätigt bekommen haben, erhalten zusätzlich Sprachfördermaßnahmen. Das betrifft insbesondere eine nicht unerhebliche Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund.

Da das Land lediglich Mittel für Kinder ab 4 Jahren zur Verfügung stellt, werden für Sprachförderung im Bereich der frühkindlichen Bildung (und für bedürftige Eltern) Mittel in den 13 Sozialräumen zusätzlich bereitgestellt.
→ 100.000 € pro Jahr

2.5 Auswirkungen KibiZ
Aufgrund des neuen KiBiz muss u.a. eine neue Beitragstabelle erstellt werden.

Die neue Beitragstabelle muss sozial gestaffelt sein. Im Bedarfsfall ist Beitragsfreiheit zu gewähren.

Die bisher bereit gestellten zusätzlichen städt. Mittel zu den Betriebskosten für die kirchlichen Träger von Kindertageseinrichtungen werden im Bereich der Kindertagesstätten zweckgebunden eingesetzt.

2.6 Betreuung für unter 3-jährige
Für 2008 und 2009 sind 3,2 und 6,4 Mio. investive Mittel für den Aus- und Neubau von Tageseinrichtungen geplant.

Um das Ausbauprogramm für Kinder unter 3 Jahren zu beschleunigen, werden alle zu erwartenden Bundes- und Landesmittel zusätzlich für diesen Zweck verwandt.
Die vorgesehenen Mittel werden vorrangig zur Verbesserung der Situation in den Stadtbezirken eingesetzt, die im Vergleich zu anderen Bezirken unterversorgt sind.

2.7 Erziehungsberatungsstellen
Das Angebot der Erziehungsberatungsstellen muss ausgebaut und finanziell abgesichert werden. Die Arbeit muss den Anforderungen des Sozialberichts entsprechen.

Die städtischen Beratungsstellen werden für ihre weitreichenden Aufgaben auch in Bezug auf den Sozialbericht angemessen finanziell ausgestattet.

Die Beratungsstellen freier Träger erhalten zur Absicherung ihrer Arbeit eigene Fördermittel.
→ 100.000 € pro Jahr

2.8 Kinder- und Jugendförderung
Für besondere Problemlagen von Jugendlichen (wie in Brackel oder Scharnhorst-Ost) wird ein eigener Aktionsfonds für schnelle und unbürokratische Hilfen vor Ort eingerichtet.

2.9 Präventionsprojekte
Für die Fortführung und Absicherung erfolgreicher Präventionsprojekte, wie z.B. „Runder Tisch Kinderunfälle“, „Mein Körper gehört mir“ oder frühkindliche Fördermaßnahmen werden die benötigten Mittel (mindestens 85.000) bereitgestellt.
→ 85.000 € pro Jahr

2.10 Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (KIK)
Die aus dem KIK abzuleitende zusätzliche Arbeit der Jugendhilfedienste im Bereich des Kinderschutzes und des Frühwarnsystems muss in der Zukunft abgesichert werden.

Für die gesamtstädtische Ausweitung des in Huckarde erprobten Kinderschutzprogramms „Eine Burg für Kinder“ werden zusätzliche Mittel bereitgestellt.
→ 50.000 €

2.11 Projekt Jugendhilfedienste 2010
Für die Gesamtberatung der Prozesssteuerung sowie die konzeptionelle Neuorientierung der Jugendhilfedienste werden Mittel bereitgestellt.
→ 130.000 € pro Jahr

2.12 Tagesmütter
Der Bund plant, die Aufwandsentschädigungen für Tageseltern zu besteuern. Diese erhalten derzeit 1, 2 oder 3 Euro/Std. je nach Qualifikation. Der Tagespflegebereich ist wichtiger Bestandteil der gesamtstädtischen Kinderbetreuung. Abwandernde Tageseltern müssen verhindert werden.

Im Bedarfsfall sind die Stunden-Sätze für Tageseltern anzuheben.



2.13 Lernmittelfreiheit auch für SGB II-Empfänger
Es werden 300.000 Euro gesamtstädtisch aufgewendet. Der Ansatz muss solange aufrecht erhalten bleiben, bis es eine bundeseinheitliche Regelung gibt.

2.14 Kommunaler Lehrmittelfonds
Auf Landes- und Bundesebene ist eine konkrete Verbesserung der Lehrmittelausstattung für Kinder von ALG II EmpfängerInnen und anderer einkommensschwacher Personengruppen geplant. Sollte diese Verbesserung bis zum Beginn des Schuljahres 2008/2009 nicht umgesetzt sein, werden Schulen Mittel zur Ausstattung mit Schulmaterialien zur Verfügung gestellt.

2.15 Kein Kind ohne Mahlzeit
Die städtische Beteiligung am zweijährigen Programm „Kein Kind ohne Mahlzeit“ für die Schuljahre 2007/2008 sowie 2008/2009 ist abgesichert. Eine Anschlussfinanzierung ist sicherzustellen.

2.16 Schulsozialarbeit/Fortsetzung sozialpädagogischer Projekte
Mit dem seit einigen Jahren eingestellten städtischen Titel für Schulsozialarbeit und den abgerufenen URBAN-Mitteln sind wichtige, sinnvolle Schulfördermaßnahmen entstanden, von denen viele derzeit vom Auslaufen bedroht sind. Vor dem Hintergrund des aktuellen Sozialberichtes gilt es, diese Maßnahmen zu erhalten und ggf. auf die Bedürfnisse der Schulen mit einem hohen Sozialindex zuzuschneiden.

Der Rat beschließt, folgende Projekte an Schulen weiterzuführen:

- Projekt Zeitgewinn/Schulsozialarbeit an Schulen mit besonderem Handlungsbedarf
(HS Kley, Tremoniaschule, Froschlake, Robert-Bosch-BK, Leopold-Hoesch-BK, Gisbert v. Romberg-BK, Paul-Ehrlich-BK)

- Schulsozialarbeit an Modellrealschulen/RVD-Realschulen
(Wilhelm-Röntgen-RS und Albrecht-Dürer-RS)

- Schülerclubs in der Nordstadt
(Helmholtz-Gymnasium und Hauptschule Lützowstr.)

- Elterncafés in der Nordstadt
(Kleine Kielstr., Vincke-GS, Nordmarkt-GS, Diesterweg-GS, Oesterholz-GS, Lessing-GS, Albrecht-Brinkmann-GS)

- Netzwerk Schule/Beruf
(Anne-Frank-Gesamtschule)




- Übergang Schule/Beruf/Hauptschülerinitiative an Hauptschulen:
(Westerfilde, Nette, Am Externberg, Eving, In der Landwehr, Derne, Scharnhorst, Husen, Wickede, Aplerbeck, Hörde, Innenstadt-West, Kley, Kirchlinde)

- Sprachförderung an Schulen mit hohem Migrantenanteil

- Förderung von Kindern in Schulen, bei denen der Bedarf nach dem Schulsozialindex nachgewiesen wird.

2.17 Ko-Finanzierung Schwangerschaftskonfliktberatung Westhofstraße
Der Rat beschließt die Kofinanzierung von zwei zusätzlichen Stellen.
→ 35.000 € pro Jahr

2.18 Behindertenfahrdienst
Der Rat beschließt die Aufhebung der Fahrtbegrenzung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, für die ein Kindergeldanspruch besteht, unter dem Vorbehalt der Einhaltung des vorhandenen Budgets.

2.19 Kulturelle Bildung
Die Kultureinrichtungen müssen in die Lage versetzt werden, sich den zusätzlichen Herausforderungen des Sozialberichts zu stellen und Handlungsschwerpunkte für die 13 Sozialräume zu finden. Die Mittel für dafür benötigte Maßnahmen sind zusätzlich bereit zu stellen.

2.20 Seniorenpolitik /Pflege
Die Stadt Dortmund soll sich an den Pflegestützpunkten im Rahmen der Pflegeversicherung mit ihren Seniorenbüros beteiligen und die Federführung übernehmen. Der Bund stellt dafür insgesamt 80 Mio € bundesweit zur Verfügung. Zusätzlich soll die Verwaltung ein Konzept für eine dezentrale Beratungsstruktur für Demenzerkrankung entwerfen. Die Seniorenbegegnungsstätten sind qualitativ weiter zu entwickeln und besondere Personengruppen (insbesondere Migranten und Schwule + Lesben) zu berücksichtigen.
3 Aktionsplan gegen Rechtsextremismus

Der Rat beschließt die Einrichtung eines Aktionsfonds zur Umsetzung von Projekten gegen Rechts.
→ 100.000 € pro Jahr






4 Umsetzung Masterplan Integration

Der Rat beschließt die Einrichtung eines Fonds zur Umsetzung konkreter Projekte des Masterplanes Integration, die derzeit in Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Die Vergabe von Mitteln muss im jeweils zuständigen Fachausschuss beschlossen werden. Es muss gewährleistet sein, dass die Projekte nicht anderweitig bereits im Haushalt abgebildet sind.
→ 100.000 € pro Jahr
5 Personalentwicklung

5.1 Personalqualifizierung
Der Rat beschließt ein Personalqualifizierungskonzept für MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung Dortmund. Ziel ist es, rechtzeitig auf veränderte kommunal wahrzunehmende Aufgaben reagieren zu können. Dazu ist es notwendig, nicht nur Fortbildung sondern auch Umschulungen anzubieten. Darüber hinaus soll ein konkreter Beitrag zur Einhaltung des Einstellungsstopps erbracht werden. Der Rat erhält im 2. Quartal 2008 einen Sachstandsbericht. Die im Stellenplan ausgewiesenen Stellenausweitungen werden durch Inanspruchnahme der Stellenreserve im StA 11 haushaltsneutral besetzt.

5.2 Insourcing/Eingliedern
Der Rat fordert die Verwaltung auf, ausgelagerte Aufgabenbereiche einzugliedern, sofern sie über entsprechende Einnahmen die Refinanzierung bzw. Teilrefinanzierung städtischen Personals gewährleisten. Die Verwaltung wird aufgefordert, unter Einbeziehung der Städtischen Töchter entsprechende Vorschläge zu entwickeln.

5.3 Personal im Stadtplanungsamt
Es wird geprüft, inwieweit MitarbeiterInnen der Projektgruppe MTC Engpässe im Bereich der Bauleitplanung auffangen können. Parallel wird geprüft, inwieweit Personal des Konzerns Stadt für entsprechende temporäre Aufgaben ( z.B. Phoenix-See) qualifiziert werden kann.

5.4 Regionalisierung Vermessungs- und Katasteramt
Der Rat spricht sich dafür aus, unverzüglich das Vermessungs- und Katasteramt zu regionalisieren und in einem Verbund mit benachbarten Ämtern deutliche Synergieeffekte zu erzielen.

Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechenden Einspareffekte zu ermitteln und Zuschüsse gegebenenfalls zu kürzen.

5.5 Zuschüsse an StA 19
Entsprechend der Beschlussfassung des Rates vom 08.11.2007 werden die Dienstleistungen des StA 19 gegenüber den betroffenen Fachämtern über interne Leistungsrechnungen ausgeglichen.

6 Überarbeitung Brandschutzbedarfsplan

Der Brandschutzbedarfsplan wird mit dem Ziel überarbeitet, einen Beitrag zur Ausgabensenkung zu leisten, ohne die in vergleichbaren Kommunen vorgehaltenen mittleren Sicherheitsstandards zu unterschreiten. Die Einhaltung entsprechender Schutzziele wird gewährleistet.

Die vorgesehenen 12 Planstellen zur personellen Verstärkung der Brandinspektion Flughafen werden kostenneutral eingerichtet.

Die im Stellenplan darüber hinaus vorgesehene Ausweitung um 6 Planstellen wird bis zur Überarbeitung des Brandschutzbedarfsplans zurückgestellt.
7 Dezentralisierung Service- und Präsenzdienste

Die Verwaltung wird aufgefordert, die Einrichtung von zwei weitere Anlaufstellen für Service- und Präsenzdienste in Scharnhorst und Lütgendortmund (Pilotprojekte) zu prüfen und gegebenenfalls entstehende Kosten dazustellen.. Dem Fachausschuss werden die Ergebnisse vorgestellt.
8 Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr

8.1 Aufstockung von Mitteln für Energieeinsparmaßnahmen
Der Rat beschließt, in den Haushaltsjahren 2008 und 2009 jeweils 5 Mio. Euro vorzusehen, um überfällige Sanierungsmaßnahmen im städtischen Gebäudebestand kurzfristig anzugehen. Eingesparte Energiekosten fließen in den revolvierenden Energiesparfonds, um weitere Energiesanierungsmaßnahmen durchzuführen. Hinsichtlich der abzuarbeitenden Maßnahmen wird auf der noch zu erarbeitende Aufstellung verwiesen. Dem Fachausschuss Immobilienwirtschaft und den Haupt- und Finanzausschuss ist quartalsweise ein Sachstandsbericht zum Umsetzungsstand vorzulegen.
→ 5 Mio. € in 2008
→ 5 Mio. € in 2009

8.2 Entsiegelung in Naturschutzgebieten
Der Rat beschließt ein Entsiegelungsprogramm in Naturschutzgebieten für den Zeitraum von zwei Jahren. Entsprechende Maßnahmen werden aus dem vorhandenen Budget des Tiefbauamtes finanziert. Mit der ARGE ist ein entsprechendes Qualifizierungsprogramm für AlG II- Empfänger zu vereinbaren.

8.3 Umweltberichterstattung im Konzern Stadt Dortmund
Der Rat beschließt, dass im Rahmen der Berichterstattung der städtischen Gesellschaften im Haupt und Finanzausschuss einmal jährlich eine Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt. Die städtischen Gesellschaften orientieren sich dabei an aktuellen europäischen Standards für eine Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichterstattung und den vom Rat verabschiedeten umweltpolitischen Zielen. Eine Vergleichbarkeit der Berichte muss gewährleistet sein.

8.4 Agard
Der jährliche Zuschuss der Stadt Dortmund an die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Dortmund e.V. (AGARD)zur Finanzierung des Naturschutzhauses wird von 40.000 auf 56.000 Euro erhöht.
→ 16.000 € pro Jahr

8.5 Wohnen für junge, kinderreiche Familien
Die Verwaltung wird beauftragt, dem Fachausschuss entsprechende Maßnahmen und Projekte für kinderreiche Familien vorzuschlagen. Denkbar wären: Ausweisung von speziellen Baugebieten mit familien- und kinderfreundlicher Infrastruktur, Wohnumfeldverbesserungen, Bereitstellung von günstigem Bauland, Vergabe von Grundstücken in Erbpacht, finanzielle Förderung beim Grundstückserwerb, Gewährung von Zins- oder Baukostenzuschüssen, Bereitstellung ein „Baukindergeld“.

8.6 Radverkehrsinfrastruktur
Der Rat beschließt, den Budgets der Bezirksvertretungen jeweils 20.000 Euro in 2008 und 2009 für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur zweckgebunden aus dem Amt 66 zur Verfügung zu stellen.
→ 20.000 € pro BV in 2008
→ 20.000 € pro BV in 2009

9 Kultur, Sport, Freizeit

9.1 Kulturhauptstadt 2010
Der Rat beschließt, aus den vorgesehenen Mitteln in 2008 und 2009 jeweils 100.000 Euro zweckgebunden für die Neuanschaffung von Medien in Bibliotheken vorzusehen.
→ 100.000 € in 2008
→ 100.000 € in 2009

9.2 Kunstrasen
Es werden mindestens 2 Kunstrasenplätze der Prioritätenliste pro Jahr gebaut. Darüber hinaus wird die Verwaltung aufgefordert, mit den Vereinen zu verhandeln, ob sie verstärkt Sportanlagen in Eigenregie übernehmen wollen und bereit sind, auch das Gelände in Erbpacht zu übernehmen. Die dann eingesparten HH-Mittel sollen zweckgebunden für ein Investitionskonzept „Kunstrasenplätze“ verwandt werden.
10 Investive Maßnahmen

10.1 Adventkindergarten
Die Planungen für den Ersatzbau des Advent-Kindergartens in Hörde sind zu intensivieren.

10.2 Spielplätze
Das Verfahren zur Erneuerung von Spielplätzen wird optimiert mit dem Ziel, jährlich zwei weitere Spielplätze herzurichten.

10.3 Sanierung Anne-Frank
Die notwendigen Baumaßnahmen zur Verbesserung der Raumsituation der Anne-Frank-Gesamtschule werden kurzfristig durch ein PPP-Modell realisiert.

10.4 Pavillonersatz
Die Verwaltung wird beauftragt, die Raumbedarfe des Max-Planck sowie des Bert-Brecht-Gymnasiums neu zu bewerten. Die Verwaltung wird beauftragt, den konkreten Raumbedarf im Zuge des geplanten Abrisses der Pavillons zu prüfen, ein schlüssiges Raumkonzept zu erstellen und dem Schulausschuss einen Entscheidungsvorschlag zu unterbreiten.

Die Finanzierung der sich daraus ergebenden Baumaßnahmen über PPP-Modelle soll geprüft werden.

10.5 Freibad Froschloch
Bei Umbau des Freibades Froschloch ist eine Erneuerung der Umkleiden finanziell abzusichern.

10.6 Freibad Hardenberg
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, inwieweit ein Neubau des Sozialgebäudes realisiert werden kann.

- Verwaltungsvorlage „Einführung des Sozialtickets in Dortmund“
(Drucksachen-Nr.: 10673-07)

Auf der Grundlage der o. a. Verwaltungsvorlage fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der FDP folgenden Beschluss:

Der Rat stimmt dem in der Anlage dargestellten Verfahren hinsichtlich der Einführung des Sozialtickets in Dortmund zu.

- Mündlich gestellter Antrag von Rm Münch
(Kürzung der Fraktionszuwendungen)

Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch folgenden mündlich gestellten Antrag von Rm Münch ab:

Der Rat der Stadt Dortmund beschliesst die Reduzierung von 50% der Zuwendungen für Fraktionen und stellt das Geld anteilmäßig für den Masterplan Integration und den Aktionsplan gegen Rechts zur Verfügung.






Auf der Grundlage der Verwaltungsvorlage (Drucksachen-Nr.: 10554-07) sowie der zuvor gefassten Beschlüsse fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der
CDU-Fraktion, der Fraktion FDP/Bürgerliste, der DVU-Fraktion, der Fraktion „Die Linken im Rat“ sowie der Stimme von Rm Münch folgenden Beschluss:

1. Der Rat der Stadt Dortmund beschließt

1.1 die als Anlage 1 beigefügte Haushaltssatzung für die Haushaltsjahre 2008 und 2009 unter
Einbeziehung der in der Anlage 2 aufgeführten Haushaltsveränderungen,

1.2 die im Gesamtergebnisplan und Gesamtfinanzplan enthaltene mittelfristige Ergebnis- und
Finanzplanung (Anlage 3),

1.3 die als Anlagen 4 und 5 beigefügten Haushaltspläne für die Sonderhaushalte Grabpflege­
legate und Kohlgartenstiftung.

2. Der Rat der Stadt Dortmund nimmt die in der Anlage 6 aufgeführten Wünsche,
Vorschläge und Anregungen der Bezirksvertretungen zum Haushaltsplanentwurf zur
Kenntnis. Beschlüsse, die nicht durch Umschichtungen innerhalb des Haushaltsplanes
finanziert werden können, werden abgelehnt, da diese dem Selbstbindungsbeschluss des
Rates vom 13.09.2007 widersprechen.

3. Der Rat der Stadt Dortmund erklärt
- die Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse der Sondervermögen, für die Sonderrech-
nungen geführt werden (Anlage 7),

- die Übersichten über die Wirtschaftslage und die voraussichtliche Entwicklung der
Unternehmen und Einrichtungen mit den neuesten Jahresabschlüssen der Unternehmen
und Einrichtungen mit eigener Rechtspersönlichkeit, an denen die Gemeinde mit mehr
als 50 v.H. beteiligt ist (Anlage 8),

gemäß § 1 Absatz 2 Ziffer 8 und 9 Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO) zu Anlagen des Haushaltsplanes 2008/2009.

Weiterhin fasst der Rat der Stadt auf der Grundlage der Verwaltungsvorlage
(Drucksachen-Nr.: 09741-07) sowie der Ergänzungen vom 16.11.2007 mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der Fraktion FDP/Bürgerliste, der DVU-Fraktion, der Fraktion
„Die Linken im Rat“ sowie der Stimme von Rm Münch folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Stellenplan für die Haushaltsjahre 2008/2009.





zu TOP 2.2
Klinikum Dortmund gGmbH - Kapitalzuführung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10506-07)

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit nahm zunächst OB Dr. Langemeyer zu der von der Fraktion FDP/Bürgerliste mit Schreiben vom 07.12.2007 erbetenen Stellungnahme wie folgt Stellung:

„Nur vom Unternehmen Helios liegt der Verwaltung ein förmliches Angebot vor. Ein weiteres Angebot, dass an einer der Ratsfraktionen gegangen ist, ist mir persönlich bekannt. Die anderen Klinikbetreiber haben sich bei der Stadt Dortmund gemeldet und haben vorsorglich darauf hingewiesen, dass im Falle einer Ausschreibung sie gerne dabei wären. Das gilt für einen Klinikbetreiber. Zwei andere Klinikbetreiber haben Gespräche angeboten. Das ist auch völlig sachgerecht. Denn wer mit diesen Vorgängen umzugehen im Stande ist, der weiß, dass eine vorherige Beschäftigung mit einzelnen Angeboten als vergaberechtlicher Fehler ausgelegt werden könnte.

Ich habe es deswegen von vorneherein unterlassen, in die Prüfung auch nur eines Angebotes substanziell einzusteigen. Hierfür wäre es nach dem heutigen Vergaberecht notwendig, zunächst im Rat eine Beschlussfassung darüber herbeizuführen, ob man eine Privatisierung durchführen will oder nicht. Dann muss ein öffentliches Ausschreibungsverfahren durchgeführt werden, um allen Anbietern die gleichen Möglichkeiten zu geben, sich in ein solches Verfahren mit einzubringen. Sich durch Vorgespräche oder Vorangebote so zu sagen Platzvorteile zu verschaffen, ist vergaberechtswidrig. Wenn es von Fraktionen im Rat gewünscht wird, die entsprechenden Briefe einzusehen, so kann dies auf dem Wege der Akteneinsicht problemlos gemacht werden. Aber Sie werden über das, was ich Ihnen jetzt gesagt habe hinaus nichts substanzielles finden.“

In der nachfolgenden Diskussion verdeutlichten die einzelnen Sprecher, wie bereits in den vorangegangenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Rates der Stadt nochmals die grundsätzlichen Positionen hinsichtlich der o. a. Thematik.

Hierbei erklärte für die Fraktion „Die Linken im Rat“ Rm Stammnitz, dass seine Fraktion der Verwaltungsvorlage zu dem o. a. Tagesordnungspunkt zustimmen, aber den gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 11.12.2007 ablehnen werde, da hierdurch versucht werde, ein Junktim zwischen der Kapitalzuführung für das Klinikum Dortmund und Vereinbarungen zwischen den Tarifvertragsparteien herzustellen.

In seinen weiteren Ausführungen setzte sich Rm Stammnitz (Die Linken im Rat) kritisch mit allen Privatisierungsabsichten hinsichtlich des Klinikums Dortmund, die seiner Meinung nach letztendlich dazu dienen, nur lukrative Bereiche des Klinikums aufrecht zu erhalten, sowie mit den Überlegungen zu einem Notlagentarifvertrag auseinander.




Seitens der SPD-Fraktion brachte Rm Starke in ihren Ausführungen zum Ausdruck, dass es trotz intensiver Sparbemühungen des Klinikums Dortmund, die in den vergangenen Jahren durch das Zukunftsabkommen erzielt wurden, aufgrund der bekannt schlechten Rahmenbedingungen unmöglich gewesen sei, wirtschaftlich zu arbeiten.

Weiterhin machte Rm Starke (SPD) deutlich, dass ihre Fraktion jegliche Privatisierungsabsichten ablehne, da es letztendlich den privaten Anbietern darum gehe, entsprechende Renditen zu erwirtschaften, was letztendlich zu Lasten der Beschäftigten, als auch der Patienten gehe.

Im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen erläuterte Rm Starke (SPD) den gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten Ergänzungsantrag, der für sie eine gute Grundlage für eine bessere Zukunft des Klinikums Dortmund sei. Hierzu sei es jedoch zwingend erforderlich, dass sich die Tarifvertragsparteien auf einen befristeten Notlagentarifvertrag verständigen.

Auf Seiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen machte Rm Krüger deutlich, dass seine Fraktion der Verwaltungsvorlage sowie dem dazugehörigen gemeinsam mit der SPD-Fraktion gestellten Antrag zustimmen werde, da hierdurch seiner Meinung nach eine ausgewogene Basis für eine positive Zukunft des Klinikums Dortmund geschaffen werde.

Seiner Fraktion sei dabei wichtig gewesen, dass man an der kommunalen Trägerschaft des Klinikums Dortmund festhalte und alle diesbezüglichen Privatisierungsabsichten ablehne.

Außerdem werde man durch die zu beschliessende Kapitalerhöhung des Klinikums Dortmund der verantwortungsvollen Rolle als Gesellschafter gerecht, wobei er für seine Fraktion auch an die Tarifvertragsparteien appellierte, sich hinsichtlich der Frage des seiner Meinung nach unumgänglichen Notlagentarifvertrages zu nähern.

Im weiteren Verlauf der Diskussion brachte Rm Hengstenberg (CDU) zunächst zum Ausdruck, dass er die Befürchtung habe, dass sich der Rat der Stadt demnächst mit weiteren finanziellen Engpässen bei der Klinikum Dortmund gGmbH beschäftigen müsse. Kritisch bewertete er dabei die von OB Dr. Langemeyer ausgesendeten Signale, dass es mit ihm keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Privatisierung bzw. Teilprivatisierung bei der Klinikum Dortmund gGmbH gebe. Hinzu komme seiner Meinung nach auch, dass das Zukunftsabkommen für das Klinikum Dortmund seiner Ansicht nach an den entscheidenden Stellen nicht abgearbeitet worden sei.

Weiterhin machte Rm Hengstenberg (CDU) deutlich, dass seine Fraktion einer Kapitalzuführung für das Klinikum Dortmund nur zustimmen werde, wenn ein Notlagentarifvertrag, so wie man dies bereits in den vorangegangen Sitzungen gefordert habe, zwischen den Tarifvertragsparteien abgeschlossen worden ist. Ohne eine spürbare Absenkung der Personalausgaben, so wie man dies in dem im Haupt- und Finanzausschuss vorgelegten Antrag gefordert habe, sei die Klinikum Dortmund gGmbH auf Dauer nicht überlebens- und zukunftsfähig.



Anschließend machte OB Dr. Langemeyer seine Positionen zum Klinikum Dortmund deutlich. Hierbei brachte er zum Ausdruck, dass die aktuelle Notlage des Klinikums Dortmund nicht von den Mitarbeitern, der Geschäftsführung und auch nicht vom Träger des Klinikums, also der Stadt Dortmund, verursacht worden sei, sondern vom Gesetzgeber.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen setzte sich OB Dr. Langemeyer mit den diesbezüglichen Ausführungen von Rm Hengstenberg (CDU) auseinander und machte dabei deutlich, dass es ein großer Erfolg gewesen sei, in einem gemeinsamen Prozess aller Verfahrensbeteiligten die Wirtschaftlichkeit des Klinikums Dortmund jährlich
um 25 Millionen Euro zu verbessern.

Es komme nun darauf an, diesen Prozess konstruktiv im Konsens der Beteiligten im Zukunftsabkommen II weiterzuführen. Die Stadt Dortmund werde jedenfalls durch die zu beschliessende Kapitalzuführung ihren Beitrag dazu leisten.

Weiterhin brachte Rm Tokarski (FDP/Bürgerliste) zum Ausdruck, dass seine Fraktion voll hinter dem Klinikum Dortmund stehe. Allerdings werde die wirtschaftliche Situation des Klinikums Dortmund immer bedenklicher, was für seine Fraktion auch ein Zeichen dafür ist, dass das Zukunftsabkommen gescheitert sei.

Weiterhin brachte Rm Tokarski (FDP/Bürgerliste) zum Ausdruck, dass ein Notlagentarifvertrag für seine Fraktion der falsche Weg sei, da hierdurch letztendlich gute Fachkräfte abgeworben werden würden. Vielmehr brauche seiner Meinung nach das Klinikum Dortmund tiefgreifende, strukturelle Veränderungen. Von daher sollte man ernsthaft überlegen, in wie weit ein privater Investor letztendlich auch im Interesse der Beschäftigten und der Bevölkerung in dieser bedenklichen Situation weiterhelfen könne.

Des weiteren erklärte für die DVU-Fraktion Rm Thieme, dass seine Fraktion der zu beschliessenden Kapitalzuführung für die Klinikum Dortmund gGmbH zustimmen werde, da dies zwingend erforderlich sei, um das Klinikum Dortmund und die damit verbundenen Arbeitsplätze in kommunaler Trägerschaft sicherzustellen. Erst wenn alle Versuche gescheitert seien, das Klinikum Dortmund in kommunaler Trägerschaft zu retten, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob private Investoren diesbezüglich bei Beibehaltung des medizinischen Versorgungsstandards weiterhelfen können.

Weiterhin setzte sich für die CDU-Fraktion Rm Krause kritisch mit dem vorliegenden gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auseinander, der ihrer Auffassung nach, letztendlich eine Kapitulation vor der Realität sei, in dem man die Augen vor den zwingend notwendigen Schritten verschliesse.

Letztendlich benötige das Klinikum Dortmund externen Sachverstand und Geld, um seine Aufgaben sachgerecht erledigen zu können. Sie forderte von daher die SPD-Fraktion und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf, den von ihrer Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss vorgelegten Antrag zu zustimmen und nicht die Zukunft des Klinikums Dortmund zu verspielen.


Außerdem wies in der weiteren Diskussion Rm Dingerdissen (FDP/Bürgerliste) die in der Debatte an seiner Fraktion geäußerte Kritik zurück.

Jedem müsste es eigentlich klar sein, dass das Klinikum Dortmund die gravierenden Probleme nicht aus eigener Kraft lösen könne. Von daher halte er eine Beteiligung von privaten Investoren am Klinikum Dortmund letztendlich auch im Interesse der Dortmunder Bürgerschaft für erforderlich.

Abschließend brachte Rm Münch zum Ausdruck, dass es genügend Beispiele gebe, dass Privatisierung meistens zu Lasten der Beschäftigten gehe. Von daher lehne er auch alle diesbezüglichen Absichten ab. Seiner Meinung nach sei sinnvoller das Klinikum Dortmund, als den defizitären Flughafen finanziell zu unterstützen. Er werde von daher auch der zu beschliessenden Kapitalzuführung zustimmen.

Der Rat der Stadt fasste daraufhin folgende Beschlüsse:

a) Der Rat der Stadt lehnt bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste (außer Punkt 2) folgenden Antrag der CDU-Fraktion vom 24.10.2007 (aus dem Haupt- und Finanzausschuss) ab:

1) Der Rat der Stadt stellt fest , dass die derzeitigen wirtschaftlichen Ergebnisse das Eigenkapital der Klinikum Dortmund gGmbH bis Mitte 2008 aufgezehrt haben wird.

2) Der Rat der Stadt erwartet, dass der Personalaufwand eine spürbare Reduzierung erfährt. Eine Möglichkeit hierzu wäre der Abschluss eines in der Branche üblichen Notlagentarifvertrags. Nur unter der Voraussetzung einer spürbaren Senkung des Personalaufwandes erklärt sich der Rat der Stadt bereit, einen Gesellschafterzuschuss im Rahmen einer Eigenkapitalerhöhung zu beschließen, um die kurzfristige Handlungsfähigkeit des Hauses bis zur Ergreifung weiterer Maßnahmen zu sichern.

3) Der Rat der Stadt stellt fest, dass ein mittelfristig dreistelliger Millionenbetrag für unabweisbare Investitionen (z.B. Zentrales Funktions- und Operationszentrum, Kinderklinik, Frauenklinik) notwendig ist, der jedoch weder aus den Finanzmitteln der Klinikum Dortmund gGmbH, noch vom Gesellschafter Stadt Dortmund gedeckt werden kann.
Mit dem Ziel, die Klinikum Dortmund gGmbH überlebens- und zukunftsfähig zu machen, müssen Finanz- und Führungsstruktur sowie die Wirtschaftlichkeit des Hauses entscheidend optimiert werden. Vor diesem Hintergrund fordert der Rat der Stadt den Gesellschafter daher auf, in sofortige Sondierungsgespräche einzutreten mit dem Ziel der Einbindung privaten Know-Hows auf dem Wege privat-öffentlicher Partnerschaft.
Vorstellbar sind dabei sowohl gesellschaftsrechtliche Kooperationen wie auch die Fremdvergabe von Leistungen z.B. durch Abschluss eines Betreiber- oder Managementvertrages

b) Auf der Grundlage des gemeinsamen Antrages der SPD-Fraktion sowie der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen vom 11.12.2007 fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der Fraktion FDP/Bürgerliste, der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ folgenden Beschluss:

1. Der Rat stellt fest, dass die gegenwärtig bekannten Zukunftsszenarien unter Berücksichtigung von Marktbereinigungsprozessen den Schluss zu lassen, dass das Klinikum Dortmund durch konsequente Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen langfristig überlebensfähig ist.
2. Der Rat lehnt eine Privatisierung des Klinikums ab. Die Geschäftspolitik privater Kliniken basiert vorrangig auf einer geringeren Anzahl schwerer und teurer Fälle sowie niedrigeren Personalkosten bei Pflegekräften. Langfristig kommt es zu einer Verschlechterung der Versorgungsqualität.
3. Der Rat vertritt die Auffassung, dass es trotz unbestreitbarer Risiken notwendig ist, den Erhalt des Klinikums in öffentlicher Trägerschaft mit dem Anspruch der Maximalversorgung zu gewährleisten und die
Überlebensfähigkeit zu sichern.
4. Der Rat stellt fest, dass wesentliche Ziele des Zukunftsabkommens, die auf den Anstrengungen des Klinikums Dortmund basieren, erreicht wurden. Eine Verschlechterung der Situation ist zu einem großen Teil auf externe Faktoren zurückzuführen. Dennoch ist es durch die bisher vorgenommenen Umstrukturierungsmaßnahmen gelungen, eine erhebliche Annäherung an die Landesbasisfallwerte zu erreichen. Dies ist als günstige Ausgangsvoraussetzung für die nächsten Jahre zu werten.
5. Die bisherigen und geplanten Maßnahmen zur Erlösverbesserung sind konsequent fortzusetzen.
6. Der Rat hält es auf der Grundlage der vorliegenden Zukunftsszenarien für erforderlich, dass die Tarifparteien sich auf einen befristeten Notlagentarif verständigen, der geeignet ist, das Klinikum zu stabilisieren und einen Handlungsspielraum zu schaffen, der weitere zukunftssichernde Maßnahmen ermöglicht. Der Rat appelliert an alle Beteiligten, sich auf einen sozialverträglich gestalteten Beitrag zur Konsolidierung des Klinikums zu verständigen.
7. Der Rat fordert die Geschäftsführung auf, unterfinanzierte medizinische Angebote, die durch niedergelassene Ärzte abgedeckt werden können, (z.B. Bestellambulanzen), sukzessive aufzugeben, um weitere Kosten zu senken. Falls keine Verständigung der Tarifparteien über einen Notlagentarifvertrag erfolgt, muss dieser Prozess entsprechend beschleunigt werden.


8. Der Rat anerkennt, dass Investitionen in den Neubau des zentralen OP- und Funktionszentrums notwendig sind, um die Wirtschaftlichkeit des Klinikums dauerhaft zu verbessern. Die Gewährung eines investiven Zuschusses in Höhe von 19,25 Mio Euro als Beitrag der Stadt zum Zukunftsabkommen II ist unumgänglich. Das Zukunftsabkommen II ist vom Rat in Gänze zu verabschieden. Der Haupt- und Finanzausschuss ist im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung über die Erreichung der Ziele des Zukunftsabkommens fortlaufend zu informieren.
c) Unter Einbeziehung des o. a. gemeinsamen Antrages der SPD-Fraktion sowie der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen vom 11.12.2007 fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt stimmt der Gewährung eines investiven Zuschusses an die Klinikum Dortmund gGmbH zu und ermächtigt die Verwaltung, ab dem Haushaltsjahr 2008 der Gesellschaft einen Betrag von maximal bis zu 19,25 Mio. € im Wege der Kapitalzuführung zur Verfügung zu stellen. Eine Freigabe der Mittel erfolgt unter Berücksichtigung des Baufortschritts und des voraussichtlichen Mittelabflusses für den Neubau des Zentralen Operations- und Funktionszentrums.



zu TOP 2.3
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) - hier: Beteiligung an einer Kraftwerksgesellschaft mit RWE Power AG in Hamm ("GEKKO"-Projekt)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09786-07)

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit lagen dem Rat der Stadt folgenden Anträge vor:

- Antrag der Fraktion „Die Linken im Rat“ vom 22.10.2007 (aus dem Haupt- und Finanzausschuss überwiesen):
1. Der Rat beauftragt die Verwaltung darauf hin zu wirken, dass die DSW 21 ihre Zustimmung in der Gesellschafterversammlung der DEW 21 zur Beteiligung der DEW 21 am GEKKO-Kraftwerk in Hamm zurückziehen. Der Neubau eines Steinkohlekraftwerks, dessen geplante Kapazität die zu ersetzende Altanlage um mehr als das vierfache übertrifft, ist heute im Hinblick auf seine klimaschädlichen Folgen nicht mehr zu verantworten.

2. Der Rat fordert die DEW 21 auf, statt in Großkraftwerke auf Kohlebasis verstärkt in dezentrale Energieversorgung und erneuerbare Energieträger zu investieren. Hierzu erwartet der Rat zeitnah verbindliche Planungen zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger am Energiemix der DEW 21 auf 20 % bis zum Jahr 2011 und auf 40 % bis 2015.

3. Sollte der Minderheitsgesellschafter an DEW 21 diesen Plänen nicht zustimmen, beauftragt der Rat die Verwaltung, von der Option im Gesellschaftsvertrag der DEW 21 zum Rückkauf des RWE-Anteils an der DEW 21 Gebrauch zu machen. Die Rückkaufsumme ist, nach dem zu erwartenden Verbot der Flughafensubventionen durch die EU-Kommission, aus dem Ertragsüberschuss der DEW 21 zu finanzieren.

- Antrag der FDP vom 05.11.2007:

1. Der Rat spricht sich für eine Beteiligung am geplanten Kraftwerksprojekt Gekko aus. Dem Umweltschutz ist dabei weitestgehend Rechnung zu tragen, z.B. durch frühestmöglichen Einsatz von CO2-Abtrennungsverfahren.
2. Der Rat der Stadt fordert die DEW21 auf, hierfür so lange keine vertraglichen Verpflichtungen mit dem RWE Konzern einzugehen, bis er über die Beteiligung entschieden hat. Die Mitglieder im Aufsichtsrat der DSW21 werden ersucht, über die Gesellschaftsgremien der DEW21 aufzugeben, dem Ratsbeschluss zu folgen.

- Antrag der FDP vom 07.12.2007
Der Rat der Stadt fordert die DEW21 auf, die RWE Power AG – als Errichterin des Kraftwerks - zu veranlassen, Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Abscheidungen („capture ready“) unverzüglich umzusetzen, sobald die großtechnischen Voraussetzungen hierfür gegeben sind.

- Antrag der DVU-Fraktion vom 07.12.2007

1. Der Rat der Stadt Dortmund stimmt der Beteiligung von DEW 21 an einer Kraftwerksgesellschaft ("GEKKO-Projekt) mit RWE Power AG und anderen Stadtwerken zu.


2. Die technische Möglichkeit, das als "capture ready " ausgelegte Kraftwerk durch spätere Nachrüstung eines CO2-Abtrennungsverfahrens bei ausreichender Marktreife der Carbon Capture and Strorage (CCs)-Technologie zukünftig als
"CO2- freies Kraftwerk betreiben zu können, wird als Soll-Vorschrift in das Vertragswerk aufgenommen.

- Antrag von Rm Münch vom 11.12.2007
Der Rat der Stadt Dortmund lehnt eine Beteiligung der DEW21 an Kohlekraftwerken aus Gründen des Klimaschutzes und an Atomkraftwerken aus Gründen des Gesundheitsschutzes grundsätzlich ab und befürwortet eine Beteiligung an regenerativen Energien mit dem Ziel ähnlich wie in der Nachbarstadt Bochum auch in Dortmund zu
100 % Ökostrom anbieten zu können.

- Antrag der SPD-Fraktion vom 12.12.2007

1. Der Rat stimmt der Drucksache Nr. 09786-07 – Beteiligung an einer Kraftwerksgesellschaft mit RWE Power AG in Hamm („GEKKO“-Projekt) – zu.
2. Der Rat fordert die DEW 21 auf, die RWE Power AG – als Errichterin des Kraftwerks – zu veranlassen, Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Abscheidung („capture ready“) unverzüglich umzusetzen, sobald die großtechnischen Voraussetzungen hierfür gegeben sind.
3. Der Rat fordert DEW 21 auf, bei der RWE Power AG darauf zu drängen, alle Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastung sowie zur Erhöhung des Wirkungsgrades von vornherein umzusetzen und nicht nur planerisch vorzusehen. Dies gilt insbesondere für die sofortige Berücksichtigung einer Dampfauskopplung, um Fernwärme- oder Prozessdampfnutzungen zu ermöglichen. Zur Senkung der Feinstaubbelastung muss eine komplette Einhausung der Förderwege vom Hafen bis in den Brennraum des Kraftwerkes gewährleistet sein.
4. Der Rat fordert die DEW 21 auf, zur Sicherstellung des mittel- bis langfristigen Strombezugs nach weiteren Alternativen zur Diversifizierung des Stromeinkaufs zu suchen. Geprüft werden soll insbesondere die Beteiligung der DEW 21 an Gas- und Dampfturbinenkraftwerken, die sich durch einen wesentlich höheren Wirkungsgrad bei deutlich niedrigerem CO2-Ausstoß auszeichnen.
OB Dr. Langemeyer machte zunächst darauf aufmerksam, dass man im vorangegangenen Ältestenrat einvernehmlicher Auffassung gewesen sei, dass der zuvor genannte Antrag der SPD-Fraktion vom 12.12.2007 der weittestgehende Antrag sei. Von daher werde er bei den späteren Abstimmungen zunächst über diesen Antrag abstimmen lassen. Sollte dieser Antrag abgelehnt werden, würde er dann über die weiteren diesbezüglich vorgelegten Anträge abstimmen lassen.

Außerdem machte OB Dr. Langemeyer darauf aufmerksam, dass die SPD-Fraktion eine geheime Abstimmung über ihren Antrag vom 12.12.2007 beantragt habe.

In der nachfolgenden Diskussion brachte für die SPD-Fraktion Rm Diekneite zum Ausdruck, dass es sich bei der vorliegenden Angelegenheit um einen klassischen Zielkonflikt bei dem ökologische Aspekte stadtwirtschaftlichen, unternehmenspolitischen und energiewirtschaftlichen Zielsetzungen gegenüber stehen, handele.

Der diesbezügliche intensive Abwägungsprozess habe für die SPD-Fraktion deutlich gemacht, dass die zur Abstimmung stehende Kraftwerksbeteiligung Versorgungssicherheit und Preisstabilität für die Dortmunder Bürgerschaft gewährleiste. Ein Verzicht hierauf würde seiner Ansicht nach einen sehr leichtfertigen Umgang mit gesamtstädtischen Interessen und Ressourcen darstellen.

Im übrigen müsse man dabei bedenken, dass dieses Kohlekraftwerk dem neusten Stand der Technik entsprechen werde, und damit einen unverzichtbaren Ersatz für uneffiziente Altanlagen darstelle.




Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen erläuterte Rm Diekneite (SPD) den o. a. Antrag seiner Fraktion und machte dabei deutlich, dass man hierin versucht habe, die Argumente der anderen Fraktionen mit aufzunehmen. Besonders wichtig dabei sei, dass von vorneherein alle Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastungen bzw. zur Erhöhung des Wirkungsgrades des Kraftwerkes ergriffen werden.

Er forderte von daher dazu auf, den diesbezüglichen Antrag seiner Fraktion vom 12.12.2007, der auch die Beschlussfassung der entsprechenden Verwaltungsvorlage beinhalte, zu beschliessen. Hierbei wies er daraufhin, dass man sein eigenes Abstimmungsverhalten nicht vom Abstimmungsverhalten der DVU-Fraktion abhängig machen sollte.

Anschließend nahm für die Fraktion „Die Linken im Rat“ Rm Stammnitz wie bereits in den vorangegangenen Sitzungen nochmals zu der o. a. Angelegenheit Stellung. In seinen Ausführungen machte er deutlich, dass seine Fraktion allein schon aus ökologischen Gründen die geplante Kraftwerksbeteiligung ablehnen werde.

Anstatt dessen sollte nach Meinung von Rm Stammnitz (Die Linken im Rat) die DEW21 verstärkt in dezentrale Energieversorgung und erneuerbare Energieträger investieren.

Abschließend forderte Rm Stammnitz (Die Linken im Rat) dazu auf, energiepolitisch umzudenken. Ein erster Schritt hierbei wäre seiner Auffassung nach, von der Rückkaufoption des RWE-Anteils an der DEW 21 Gebrauch zu machen, da eine ausgewogene Energiepolitik mit der RWE nicht machbar sei.

Weiterhin brachte Rm Münch zum Ausdruck, dass die zur Beschlussfassung vorliegende Angelegenheit seiner Einschätzung nach nicht auf der Grundlage von Sachargumenten, sondern durch parteistrategische Überlegungen geprägt, getroffen werde. Bedauerlich dabei sei für ihn, dass alle klimapolitisch positiven Entwicklungen in Dortmund bei einer Zustimmung für diese Kraftwerksbeteiligung zunichte gemacht würden.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen setzte sich Rm Münch kritisch mit dem Verhalten der Fraktionen in dieser Angelegenheit auseinander, die nicht unbedingt von Sachargumenten geprägt seien. Besonders bedauerlich dabei sei für ihn, dass die SPD-Fraktion eine geheime Abstimmung diesbezüglich fordere, da eine so wichtige Angelegenheit offen abgestimmt werden sollte.

Auf Seiten der CDU-Fraktion brachte anschließend Rm Hengstenberg bezugnehmend auf seinen bisherigen Äußerungen in dieser Angelegenheit zum Ausdruck, dass seiner Auffassung nach die vorliegende Angelegenheit unter anderem Ausdruck dafür sei, dass die Koalition zwischen der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nicht mehr handlungsfähig sei, da man in den wirklich wichtigen Fragen keinen gemeinsamen Weg mehr finde. Von daher sei es anscheinend der SPD-Fraktion völlig egal, mit wem sie versucht eine Mehrheit für diese Angelegenheit zu bekommen.




Die CDU-Fraktion werde jedenfalls – so Rm Hengstenberg (CDU) weiter – geschlossen gegen die Kraftwerksbeteiligung stimmen. Dagegen vermute er, dass es bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Umfaller“ geben werde. Insofern forderte auch Rm Hengstenberg (CDU) eindringlich dazu auf, offen über diese wichtige Angelegenheit abzustimmen.

Des weiteren erklärte für die DVU-Fraktion Rm M. Branghofer, dass seine Fraktion aus energiewirtschafts- und umweltpolitischen Gründen der Beteiligung an dem geplanten Neubau eines Steinkohledoppelkraftwerks in Hamm zustimmen werde.

Aus Sicht seiner Fraktion trage ein heimischer Energieträger zu mehr Sicherheit bei der Stromversorgung bei. Außerdem verringere ein höherer Nettowirkungsgrad des Kraftwerks die Umweltbelastung. Außerdem fordere auch die DVU-Fraktion die Anteilseigner und auch die Betreiber des neuen Kraftwerkes auf, die spätere Nachrüstung eines
CO²-Abtrennungsverfahrens vertraglich als Soll-Vorschrift festzuschreiben.

Auf Seiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setzte sich Rm Krüger zunächst mit den Ausführungen von Rm Hengstenberg (CDU) auseinander. Hierbei machte er deutlich, dass das Bündnis mit der SPD-Fraktion nach wie vor gut funktioniere. Im übrigen werde auch seine Fraktion geschlossen die o. a. Angelegenheit ablehnen.

Anschließend machte Rm Krüger (Bündnis 90/Die Grünen) nochmals deutlich, dass die vorliegende Entscheidung weitreichende Konsequenzen habe. In diesem Zusammenhang wies Rm Krüger (Bündnis 90/Die Grünen) nochmals daraufhin, dass seiner Fraktion den Einsatz von fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung weitestgehend minimieren wolle, da man ansonsten alle kommunalen Bemühungen zum Umweltschutz kontakarieren würde.

Weiterhin signalisierte für die FDP Rm Becker Zustimmung hinsichtlich der Beschlussfassung der Verwaltungsvorlage sowie des dazu von der SPD-Fraktion gestellten Antrages, zumal in den von der SPD-Fraktion gestellten Antrag (Punkt 2) eine der von der FDP erhobenen Kernforderungen enthalten sei.

Nach einem intensiven Abwägungsprozess sei man zu der Überzeugung gekommen, dass man gegenüber der Dortmunder Bürgerschaft in der Verpflichtung stehe, die Energieversorgung mittelfristig zu annehmbaren Preisen zu sichern. Hinzu komme, dass alle Maßnahmen hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ergriffen werden sollen.

Abschließend brachte für die Bürgerliste Rm Dr. Reinbold zum Ausdruck, dass die Ratsmitglieder der Bürgerliste die zu beschliessende Beteiligung am Steinkohlekraftwerk ablehnen werden. Er brachte dabei die Hoffnung zum Ausdruck, dass die beiden ablehnenden Stimmen der Bürgerliste die hierbei ausschlaggebenden Stimmen gegen die vorgenannte Beteiligung seien.




Für die nachfolgende geheime Abstimmung über den Antrag der SPD-Fraktion vom 12.12.2007 wurden von den im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen folgende Stimmauszähler benannt:

Rm Kozlowski (SPD), Rm Knieling (CDU), Rm Dr. Brunsing (Bündnis 90/Die Grünen),
Rm Becker (FDP/Bürgerliste), Rm Stammnitz (Die Linken im Rat) sowie Rm G. Branghofer (DVU)

Nach erfolgter geheimer Abstimmung gab anschließend OB Dr. Langemeyer folgendes Abstimmungsergebnis über den Antrag der SPD-Fraktion vom 12.12.2007 bekannt:

stimmberechtigt: 89
anwesend: 89
abgegebene Stimmen: 89
abzüglich ungültige Stimmen: -
abzüglich Stimmenthaltungen: -

gültige Stimmen: 89
davon stimmten mit „ja“ 45
davon stimmten mit „nein“ 44

OB Dr. Langemeyer stellte daraufhin fest, dass der Rat der Stadt damit auf der Grundlage des Antrages der SPD-Fraktion vom 12.12.2007 folgenden Beschluss gefasst hat:

1. Der Rat der Stadt Dortmund stimmt der Beteiligung von DEW21 an einer Kraftwerks-gesellschaft („GEKKO“-Projekt) mit RWE Power AG und weiteren Stadtwerken zu.
2. Der Rat fordert die DEW 21 auf, die RWE Power AG – als Errichterin des Kraftwerks – zu veranlassen, Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Abscheidung („capture ready“) unverzüglich umzusetzen, sobald die großtechnischen Voraussetzungen hierfür gegeben sind.

3. Der Rat fordert DEW 21 auf, bei der RWE Power AG darauf zu drängen, alle Maßnahmen zur Verringerung der Umweltbelastung sowie zur Erhöhung des Wirkungsgrades von vornherein umzusetzen und nicht nur planerisch vorzusehen. Dies gilt insbesondere für die sofortige Berücksichtigung einer Dampfauskopplung, um Fernwärme- oder Prozessdampfnutzungen zu ermöglichen. Zur Senkung der Feinstaubbelastung muss eine komplette Einhausung der Förderwege vom Hafen bis in den Brennraum des Kraftwerkes gewährleistet sein.

4. Der Rat fordert die DEW 21 auf, zur Sicherstellung des mittel- bis langfristigen Strombezugs nach weiteren Alternativen zur Diversifizierung des Stromeinkaufs zu suchen. Geprüft werden soll insbesondere die Beteiligung der DEW 21 an Gas- und Dampfturbinenkraftwerken, die sich durch einen wesentlich höheren Wirkungsgrad bei deutlich niedrigerem CO2-Ausstoß auszeichnen.

Eine Abstimmung über die anderen diesbezüglich vorgelegten Anträge hatte sich dadurch erübrigt.
3. Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen

zu TOP 3.1
Fortschreibungsentwurf 2007 des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSEKt) Hörde
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09583-07)

Auf der Grundlage des Fortschreibungsentwurfs 2007 des integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes Hörde nutze Rm Münch zum wiederholtem Male die Möglichkeit, sich kritisch mit dem Projekt „Am Grimmelsiepen“ auseinander zusetzen.

Diesbezüglich stellte Rm Münch folgenden Antrag:

„Der Rat der Stadt Dortmund beauftragt die Verwaltung sicherzustellen, dass im Bebauungsplan „Am Grimmelsiepen“ speziell im dem geplanten islamischen Gemeindezentrum, wo Männer und Frauen in getrennte Räumen beten müssen, Gender-Planing auch verwirklicht wird.“

Anschließend beantragte seitens der Fraktion FDP/Bürgerliste Rm Dr. Littmann, für die verbleibende Sitzung des Rates der Stadt die Redezeit auf 5 Minuten pro Tagesordnungspunkt zu beschränken.

Bei Stimmenthaltung der Fraktion „Die Linken im Rat“ beschloss der Rat mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch den o. a. Geschäftsordnungsantrag von Rm Dr. Littmann (FDP/Bürgerliste).

Weiterhin wies für die DVU-Fraktion Rm Thieme daraufhin, dass seine Fraktion die vorliegenden Fortschreibungsentwürfe der InSEKts (TOP 3.1 bis 3.3) trotz einiger guter und sinnvoller Ansätze ablehnen werde, da hierin nicht ausreichend die mehrheitlichen Interessen der einheimischen Bevölkerung berücksichtigt werde.

Anschließend lehnte der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen von Rm Münch den o. a. Antrag von Rm Münch ab.

Weiterhin fasste der Rat der Stadt bei Stimmenthaltung der Fraktion „Die Linken im Rat“ mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion sowie der Stimme von Rm Münch folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Fortschreibungsentwurf 2007 des InSEKts Hörde als Diskussionsgrundlage für die Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk. Gemäß Ratsbeschluss vom 17.06.2004 wird der Entwurf zum InSEKt Hörde 2009 zum gegebenen Zeitpunkt den politischen Gremien und dem Rat vorgelegt.





zu TOP 3.2
Fortschreibungsentwurf 2007 des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSEKt) Innenstadt-West
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09586-07)

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit stellte Rm Münch folgenden Antrag:

„Der Rat der Stadt Dortmund beauftragt die Hansastraße so zu optimieren, dass sie für den Radverkehr wieder verkehrssicher zu befahren ist, ggf. durch die separate Ausweisung und Pflasterung eines Radweges.“

Der Rat der Stadt fasst daraufhin folgende Beschlüsse:

1. Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch den o. a. Antrag von Rm Münch ab.

2. Bei Stimmenthaltung der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Fortschreibungsentwurf 2007 des InSEKts Innenstadt-West als Diskussionsgrundlage für die Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk. Gemäß Ratsbeschluss vom 17.06.2004 wird der Entwurf zum InSEKt Innenstadt-West 2009 zum gegebenen Zeitpunkt den politischen Gremien und dem Rat vorgelegt.


zu TOP 3.3
Fortschreibungsentwurf 2007 des Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzeptes (InSEKt) Mengede
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09588-07)

Bei Stimmenthaltung der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Fortschreibungsentwurf 2007 des InSEKts Mengede als Diskussionsgrundlage für die Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk. Gemäß Ratsbeschluss vom 17.06.2004 wird der Entwurf zum InSEKt Mengede 2009 zum gegebenen Zeitpunkt den politischen Gremien und dem Rat vorgelegt.


zu TOP 3.4
- unbesetzt -





zu TOP 3.5
Neugestaltung Kampstraße / Brüderweg; Überarbeitung und Beschluss der Entwurfsplanung
Empfehlung
(Drucksache Nr.: 09127-07)

Den Mitgliedern des Rates der Stadt lag folgende Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses vom 29.11.2007 vor:

Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt einstimmig bei Enthaltung der DVU unter Beachtung der Schreiben des Herrn OB Dr. Langemeyer vom 11.10.2007 (Drucksache-Nr.: 09127-07-E2) und vom 31.10.2007 (Drucksache-Nr.: 09127-07-E3) dem Verwaltungsvorschlag zu folgen und die Farbe B sand hell (hier: Rechteckplatten im Systemverband mit gemischten Formen, sandfarben hell, Farbton siehe Betenstraße / Brauhausstraße) auszuwählen.

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion stimmt der Rat der Stadt einstimmig der o. g. Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses zu.

zu TOP 3.6
Investitions- und konsumtive Maßnahmen im Hochbau/Maßnahmenpriorisierung 2008 ff
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 09820-07)

Der Rat der Stadt Dortmund nimmt die Übersicht über die Investitions- und konsumtiven Maßnahmen im Hochbau (Maßnahmenpriorisierung) 2008 ff zur Kenntnis.

zu TOP 3.7
Satzung der Stadt Dortmund über die Gestaltung und Ausführung von Werbeanlagen im Bereich des Technologiegebietes (Geltungsbereich der Bebauungspläne Lü 158 und Lü 174)
hier: Entscheidung über Stellungnahmen, Beifügung einer Begründung, Satzungsbeschluss
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09310-07)

Die o. a. Angelegenheit wurde zur Beginn der Sitzung von der Tagesordnung abgesetzt.








zu TOP 3.8
European Energy Award (EEA)® - Europäischer Energie Preis: Bericht und energiepolitisches Arbeitsprogramm
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09683-07)

Rm Münch begrüßte die Verwaltungsvorlage zum o. a. Tagesordnungspunkt. Gleichzeitig brachte er jedoch auch sein Bedauern zum Ausdruck, dass viele gute Initiativen die in der Vergangenheit initiiert worden seien, bedauerlicherweise durch den unter TOP 2.3 gefassten Beschluss hinsichtlich der Beteiligung am Steinkohlekraftwerk, zunichte gemacht würden.

Weiterhin brachten Rm Poschmann (SPD) sowie Rm Reuter (Bündnis 90/Die Grünen) zum Ausdruck, dass die vorliegende Verwaltungsvorlage deutlich mache, dass man in der Vergangenheit diesbezüglich viel durch gemeinsame Anträge initiiert habe.

Weiterhin erläuterten Rm Poschmann (SPD) sowie Rm Reuter (Bündnis 90/Die Grünen) den hierzu vorgelegten gemeinsamen Antrag.

Abschließend brachte für die CDU-Fraktion Rm Pisula zum Ausdruck, dass seine Fraktion der Verwaltungsvorlage zum o. a. Tagesordnungspunkt zustimmen werde. Dagegen werde seine Fraktion den diesbezüglich vorgelegten gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ablehnen, da dieser seiner Ansicht nach weitgehend inhaltsleer sei.

Der Rat der Stadt fasst daraufhin folgende Beschlüsse:

1. Auf der Grundlage des gemeinsamen Antrages der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 03.12.2007 fasst der Rat der Stadt bei Stimmenthaltung der
DVU-Fraktion mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste folgenden Beschluss:

1. Die Aktivitäten der Stadt zum Gewinn des Europaen Energy Award werden aktuellen Anforderungen angepasst und fortgesetzt. Diese betreffen in besonderem Maße das Handlungsfeld Versorgung, Entsorgung (z.B. aus Kraftwärmekopplung) sowie das Handlungsfeld Mobilität (Fahrzeuge der Verwaltung) und das Handlungsfeld Interne Organisation.
2. Die Verwaltung wird aufgefordert, ihre Aktivitäten auf den Gewinn des „Europaen Energy Award gold“ auszurichten.
Die Teammitglieder werden gebeten, ihre Arbeit fortzuführen; die eea-Berater werden weiter beauftragt.

2. Unter Einbeziehung des o. a. Antrages fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:
Der Rat der Stadt Dortmund nimmt den Bericht zum European Energy Award zur Kenntnis und beschließt das unter Punkt 6 „Maßnahmenplan“ der Anlage zusammengestellte Maßnahmenpaket als energiepolitisches Arbeitsprogramm.

Der Rat beauftragt die Verwaltung, die externe Zertifizierung durchführen zu lassen.

zu TOP 3.9
Wirtschaftsplan der Friedhöfe Dortmund für das Wirtschaftsjahr 2008
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09873-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt beschließt den Wirtschaftsplan mit Anlagen für das Wirtschaftsjahr 2008.

Der Eigenbetrieb wird ermächtigt, Kassenkredite bis zu einer Höhe von 5 Mio. EUR aufzunehmen.

zu TOP 3.10
Ausbau Knotenpunkt Westentor B 54 (Königswall) / L 663 (Rheinische Straße)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10047-07)

Unter Einbeziehung des zu dem o. a. Tagesordnungspunkt von OB Dr. Langemeyer mit Schreiben vom 23.10.2007 vorgelegten Erläuterungen fasst der Rat der Stadt bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Ausbau des Knotenpunktes Westentor B 54 (Königswall) / L 663 (Rheinische Straße) entsprechend der in der Begründung näher erläuterten Ausbauplanung. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Maßnahme beläuft sich auf 9.500.000 Euro. Der Stadtbahnanteil wird mit 5.500.000 Euro gemäß Ratsbeschluss vom 19.04.1994 finanziert. Dieser Beschluss beinhaltet neben dem Bau der Stadtbahnanlagen auch den Umbau der Rheinischen Straße zwischen Möllerstraße und Hoher Wall, sowie den Umbau des Hohen Walls von Lange Straße bis etwa Höhe Schmiedingstraße. Das Investitionsvolumen des Straßenbauanteils beträgt 4.000.000 Euro. Die Finanzierung dieses Anteils erfolgt aus dem Budget des StA 66 / PB 012 bei der Investitionsfinanzstelle 66W01202014161 mit folgenden Auszahlungen:

Haushaltsjahr 2008: 500.000 Euro
Haushaltsjahr 2009: 2.000.000 Euro
Haushaltsjahr 2010: 1.500.000 Euro

Die Investition bedingt eine jährliche Belastung der städtischen Ergebnisrechnung i. H. v. 48.300 Euro.

zu TOP 3.11
Regionaler Flächennutzungsplan (RFNP)
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10013-07)

Der Rat der Stadt nimmt den Sachstand zur Aufstellung eines Regionalen Flächennutzungsplanes der Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung den laufenden Kooperationsprozess fortführend zu begleiten.

zu TOP 3.12
Bauleitplanung; Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes (VEP) Br 215 - ehemaliges Pappelstadion -
hier:
Entscheidung über Stellungnahmen, Beifügung einer aktualisierten Begründung, Satzungsbeschluss, Beschluss zum Abschluss des Durchführungsvertrages - Teil B
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10281-07)

Wie bereits im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen stellte Rm Münch hinsichtlich der o. a. Angelegenheit folgenden Antrag:

„Der Rat der Stadt nimmt die Anregung des Umweltamtes auf Einbau von Solarenergie und eines begrünten Daches auf, und beauftragt die Verwaltung, dahingehend mit dem Investor weiter zu verhandeln.“

Weiterhin hatte der Haupt- und Finanzausschuss folgender Empfehlung der Bezirksvertretung Brackel zugestimmt:

„Die Bezirksvertretung bemängelt, dass trotz der intensiven öffentlichen Diskussion um die Notwendigkeit von Energieeinsparungen und dem Klimawandel bei der Aufstellung des Bebauungsplans Br 215 seitens der Verwaltung nicht die gleichen strengen Maßstäbe in bezug auf die Energieversorgung angelegt wurden wie in anderen aktuellen Bebauungsplänen auf städtischem Grund (bspw. Br 149 und Br 208: Primärenergieverbrauchsgrenzen und Transmissionswärmeverlust von mehr als 30 % der Energiesparverordnung).
Die Bezirksvertretung Brackel sieht hier das durch die Verfassung verbriefte Prinzip der Gleichheit gefährdet, da privaten Käufern von städtischen Flächen enge Vorgaben abverlangt werden und Investoren aus der freien Wirtschaft für städtische Flächen diese nicht entgegen gebracht werden. Die Benachteiligung der privaten Käufer ist nicht zu akzeptieren.

Die Bezirksvertretung Brackel erwartet zukünftig von der Verwaltung, dass sämtliche Käufer städtischer Liegenschaften die gleichen Auflagen erhalten und keine Seite schlechter als die andere behandelt wird.“

Der Rat der Stadt fasste folgende Beschlüsse:



1. Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch den o. a. Antrag von Rm Münch ab.

2. Auf der Grundlage der o. g. Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:
I. Der Rat der Stadt hat die vorgebrachten Stellungnahmen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Br 215 – ehemaliges Pappelstadion geprüft und beschließt

a) der Stellungnahme unter Punkt 8 nicht zu folgen,
b) den Stellungnahmen unter Punkt 12 dieser Vorlage zu folgen
c) die unter Punkt 9 und 10 dieser Vorlage beschriebenen Änderungen zu berücksichtigen und den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes einschließlich der textlichen Festsetzungen sowie der Begründung entsprechend zu ändern.
Rechtsgrundlage:
§ 3 Abs. 1 i.V.m. § 12 Baugesetzbuch (BauGB) vom 23.09.2004 (BGBl. I, S. 2414/BGBl. III FNA 213-1) sowie in Verbindung mit den §§ 7 und 41 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) vom 14.07.1994 (GV NRW S. 666; SGV NRW 2023) in der zur Zeit geltenden Fassung.
II. Der Rat der Stadt beschließt, die mit dem Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes offengelegte Begründung vom 03.07.2007 entsprechend den Ausführungen in dieser Vorlage unter Punkt 9 und 10 zu aktualisieren und die aktualisierte Begründung vom 22.10.2007 dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Br 215 – ehemaliges Pappelstadion - beizufügen.

Rechtsgrundlage:
§ 9 Abs. 8 i.V.m § 12 BauGB.
III. Der Rat der Stadt beschließt den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Br 215 -ehemaliges Pappelstadion- einschließlich der unter der vorstehenden Ziffer I aufgeführten Änderungen für den unter Punkt 1 dieser Vorlage näher beschriebenen Planbereich als Satzung.

Rechtsgrundlage:
§ 10 Abs. 1 i.V.m § 12 BauGB.






IV. Der Rat der Stadt stimmt dem zwischen dem Vorhabenträger und der Stadt Dortmund abzuschließenden Durchführungsvertrag – Teil B – (siehe Anlage) zu.

Rechtsgrundlage:

§ 12 BauGB i.V.m. den §§ 7 und 41 GO NRW.

zu TOP 3.13
Beitrag der Stadt Dortmund zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung der Metropole Ruhr/Qualifizierung der Ziel 2-Projekte;
Programmschwerpunkt "Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung", Projektfamilie Ruhr
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10223-07)

Für die Fraktion FDP/Bürgerliste machte Rm Gerber deutlich, dass seine Fraktion bereits an anderer Stelle die ablehnende Haltung hinsichtlich des U-Turmes sowie der Kokerei Hansa verdeutlicht habe. Weiterhin brachte Rm Gerber (FDP/Bürgerliste) hinsichtlich des Erhaltes der Landmarke Wasserturm „Lanstroper Ei“ zum Ausdruck, dass seine Fraktion diesen ausdrücklich unterstütze. Nicht nachvollziehbar dabei sei für seine Fraktion, dass man das hier vorhandene private Engagement nicht genutzt habe.

Nachdem StD Sierau verdeutlicht hatte, wieso das diesbezüglich private Engagement gescheitert sei, brachte Rm Münch zum Ausdruck, dass er vom Grundsatz her die Verwaltungsvorlage zum o. a. Tagesordnungspunkt begrüße. Weiterhin stellte Rm Münch folgenden Antrag:

Die Stadt Dortmund beauftragt die Verwaltung neben den Bereich Achenbach, zusätzliche Bereiche für das Schwimmen und Baden auszuweisen, um so zu einer durchgehenden Erlebnisschiene bzw. Erlebniswelt Kanalschiene zu kommen.

Außerdem stellte Rm Münch noch folgenden Antrag:

Der Rat der Stadt Dortmund lehnt eine Intensivierung der vorhandenen Eckverbindungen durch das Naturschutzgebiet Steinklippen Hohensyburg aus ökologischen Gründen ab.

Weiterhin erklärte für die DVU-Fraktion Rm Thieme, dass man die vorliegende Verwaltungsvorlage ablehnen werde, da man letztendlich hierin die schrittweise Verwirklichung der Metropole Ruhr, die seiner Meinung nach nicht im Sinne der Bürgerschaft sei, sehe.

Nachdem Rm Harnisch (SPD) die Zustimmung seiner Fraktion hinsichtlich der vorliegenden Verwaltungsvorlage verdeutlicht hatte, fasst der Rat folgende Beschlüsse:

1. Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimme von Rm Münch die beiden o. a. Anträge von Rm Münch ab.


2. Unter Einbeziehung der o. a. Anmerkungen von Rm Gerber (FDP/Bürgerliste) fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, die zur weiteren Entwicklung notwendigen Schritte einzuleiten. Hierzu zählen:

1. Die weitere Bearbeitung bereits laufender oder beantragter Projekte mit dem Ziel einer zügigen Realisierung,
2. die Konkretisierung künftiger Vorhaben mit dem Ziel der Antragstellung, unter Berücksichtigung der finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Stadt,
3. die weitere Mitwirkung im Prozess der regionalen Abstimmung „Ziel 2- Prioritätsachse 3“ zur Einbringung der Interessen der Stadt Dortmund und zur Stärkung der Wettbewerbsposition der Metropole Ruhr.

zu TOP 3.14
Präqualifikation für Architektur- und Ingenierbüros
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10414-07)

Der Rat der Stadt nimmt den Sachstandsbericht zur Kenntnis.

zu TOP 3.15
Benennung der Westumgehung Asseln L 556 n
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10378-07)

Der Rat der Stadt fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Die L 556 n in dem Abschnitt zwischen der Straße „Asselner Hellweg“ und der „Aplerbecker Straße“ erhält den Namen „Asselner Straße“.

zu TOP 3.16
- unbesetzt -

zu TOP 3.17
Lärm- und abgasreduzierende Maßnahmen an der B 1 / A 40 / A 44
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 10076-07)

Hinsichtlich der Nachfrage von Rm Dingerdissen (FDP/Bürgerliste), wann das Nachtfahrverbot für den Lkw-Durchgangsverkehr als zweiter Schritt vollzogen werde, erklärte StD Sierau, dass derzeit bei der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg geprüft werde, welche Verdrängungseffekte ein Nachfahrverbot eventuell auf die Nachbargemeinden haben könnte.

Der Rat nimmt die Beantragung eines Durchfahrverbotes für den Schwerlastverkehr über 7,5 t in der Zeit von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund/Unna und Dortmund-West bei der Bezirksregierung Arnsberg zur Kenntnis. Dem Lkw-Durchgangs-verkehr stehen alternativ die Verbindungen über die A1-A 45 und die A 1-A2-A45 zur Verfügung. Der Ziel- und Quellverkehr innerhalb der Sperrstrecke soll möglich bleiben.

Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 bzw. 70 km/h aus Gründen des Lärmschutzes ganztägig in dem Streckenabschnitt der B1 zwischen B 236 und B54 auf 50 km/h beschränkt hat.

zu TOP 3.18
Bauleitplanung; Aufstellung des Bebauungsplanes Ev 146 - östlich Zum Holz -
I. Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung; II. Beschluss zur Reduzierung des Planbereiches; III. Beschluss zum Erlass einer Satzung zur teilweisen Aufhebung der Satzung über die Verlängerung der Geltungsdauer der Veränderungssperre für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan Ev 146 vom 21.06.2007; IV. Beschluss zur Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens im vereinfachten Verfahren; V. Beschluss zur Offenlegung des Bebauungsplanes Ev 146
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09045-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt

I. nimmt Kenntnis von dem unter Punkt 11 dieser Beschlussvorlage dargelegten Ergebnis der nach § 3 Abs. 1 des Baugesetzbuches (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I, S. 2414, BGBl. III/FNA 213 – 1) durchgeführten frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Aufstellung des Bebauungsplanes Ev 146.

II. beschließt, den Beschluss vom 30.06.2003 zur Aufstellung des Bebauungsplans Ev 146 hinsichtlich des Planbereiches zu verändern und nunmehr wie unter Punkt 4 dieser Beschlussvorlage genannt, festzulegen.

Rechtsgrundlage:
§§ 1 Abs. 8 und 2 Abs. 1 BauGB.

III. beschließt den dieser Beschlussvorlage beigefügten Entwurf über die teilweise Aufhebung der Satzung über die Verlängerung der Geltungsdauer der Veränderungssperre für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan Ev 146 vom 21.06.2007 als Satzung.

Rechtsgrundlage:
§§ 16 Abs. 1 und 17 Abs. 4 BauGB in Verbindung mit den §§ 7 und 41 GO NRW.

IV. beschließt, das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Ev 146 nach den Vorschriften des § 13 BauGB im vereinfachten Verfahren fortzuführen.

Rechtsgrundlage:
§ 13 BauGB i. V. m. den §§ 7 und 41 Abs. 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV NRW S. 666, SGV NRW 2023).

V. beschließt, den Entwurf des Bebauungsplanes Ev 146 mit Begründung vom 06.11.2007 öffentlich auszulegen.

Rechtsgrundlage:
§ 3 Abs. 2 Satz 1 und § 13 Abs. 2 Nr. 2 BauGB i. V. m. den §§ 7 und 41 Abs. 1 GO NRW

zu TOP 3.19
Abwicklung der ÖPNV-Pauschale nach § 11 ÖPNV-Gesetz NRW
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10463-07)

Im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen hatte die Verwaltung erklärt, dass es auf Seite 1 der Vorlage unter den finanziellen Auswirkungen statt 120.000 Euro tatsächlich 125.000 Euro heißen müsse.

Unter Einbeziehung der o. a. redaktionellen Änderung fasst der Rat der Stadt bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund überträgt die Abwicklung der ÖPNV-Pauschale nach
§ 11 ÖPNV-Gesetz NRW dem Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bis einschließlich 2010 mit der Maßgabe, dass diese Aufgabe auf die VRR AöR übertragen wird und dass 10 % des dem VRR insgesamt übertragenen Betrages den Zweckverbands-mitgliedern für eigene Zwecke des ÖPNV zufließen. Die übrigen 90 % verwendet der VRR für die Fahrzeugförderung der ÖSPV-Verkehrsunternehmen entsprechend den heutigen Regularien.

zu TOP 3.20
Bauleitplanung, Änderung Nr. 1 des Bebaungsplanes In O 105/2 - Bremer Straße - im beschleunigten Verfahren gem. § 13 a BauGB
I. Entscheidung über Stellungnahmen aus der Offenlegung
II. Satzungsbeschluss
III. Beifügung einer Begründung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10342-07)

Der Rat der Stadt fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt

I. hat die vorgebrachten Stellungnahmen geprüft und beschließt, den Stellungnahmen unter Ziffer 5.1 und 5.2 aus den dort genannten Gründen nicht zu folgen.

Rechtsgrundlage:
§ 3 Abs. 2 Satz 4 des Baugesetzbuches (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2414, BGBl. III FNA 213-1) in Verbindung mit den §§ 7 und 41 Abs. 1 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV NRW S. 666, SGV NRW 2023)

II. beschließt die Änderung Nr. 1 des Bebauungsplanes In O 105/2 -Bremer Straße - für den unter Ziffer 1.2 genannten Änderungsbereich mit dem durch Beschluss des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen vom 23.05.2007 offen -gelegenen Inhalt als Satzung.

Rechtsgrundlage:
§ 13a i.V.m. § 10 Abs. 1 BauGB sowie i.V.m. §§ 7 und 41 Abs. 1 GO NRW

III. beschließt, der Änderung Nr. 1 des Bebauungsplanes In O 105/2 – die aktualisierte / modifizierte Begründung vom 05.11.2007 beizufügen.

Rechtsgrundlage:
§ 9 Abs. 8 i.V.m. den §§ 7 und 41 Abs. 1 GO NRW

zu TOP 3.21
Stadtumbau Rheinische Straße; hier: Miniparks, Fassadengestaltung/Haus- und Hofbegrünung und Schaffung attraktiver Quartierseingänge
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10311-07)

Der Rat der Stadt fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt vorbehaltlich einer öffentlichen Förderung aus Zuwendungsmitteln folgende Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Stadtumbau Rheinische Straße“:

1. Die Teilmaßnahme „Miniparks“ wird entsprechend der in der Begründung dargestellten Form in einem Zeitraum von zehn Jahren durchgeführt. Die Förderbedingungen gelten analog zur „Richtlinie der Stadt Dortmund zur Förderung der Gestaltung und Begrünung auf privaten Grundstücken innerhalb festgelegter Stadterneuerungsgebiete“ in der Fassung vom 07.06.2007.

2. Während eines Zeitraums von zehn Jahren soll die Teilmaßnahme „Fassadengestaltung/Haus- und Hofbegrünung“ in der im Folgenden dargestellten Form durchgeführt werden. Die Förderbedingungen werden analog zur „Richtlinie der Stadt Dortmund zur Förderung der Gestaltung und Begrünung auf privaten Grundstücken innerhalb festgelegter Stadterneuerungsgebiete“ (Fassung vom 07.06.2007) festgelegt.

3. Die Verwaltung wird beauftragt in einem Zeitraum von vier Jahren die Eingänge in das Stadtumbaugebiet „Rheinische Straße“ aufzuwerten.

zu TOP 3.22
Abwassergebührensatzung der Stadt Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10366-07)

Bei Stimmenthaltung der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den anliegenden Entwurf als Abwassergebührensatzung der Stadt Dortmund.

zu TOP 3.23
Dortmunder Hauptbahnhof
Vorschlag zur TO (Fraktion FDP/Bürgerliste)
(Drucksache Nr.: 10557-07)

Hinsichtlich der von der Fraktion FDP/Bürgerliste mit Schreiben vom 20.11.2007 an die Verwaltung gerichteten Bitte, einen ausführlichen und aktuellen Sachstandsbericht zur Bahnhofssanierung zu geben, erklärte StD Sierau folgendes:

Zutreffend ist, dass der Bundestag beschlossen hat, und dass die Bahn bis heute uns nicht mitgeteilt hat, wie sie ein Projekt, was Bahnkonzernintern abgestimmt wäre, hier in Dortmund beabsichtigt zu realisieren. Und insofern ist auch die Frage noch offen, über das, was beispielsweise der Herr Bundesverkehrsminister auch anlässlich seines Besuches hier in Dortmund vorgetragen hat, dann in der Weise auch umsetzbar ist. Da müssen wir den weiteren Verlauf abwarten.

Hinsichtlich der anschließend von Rm Dr. Littmann (FDP/Bürgerliste) geäußerten Anregung, dass OB Dr. Langemeyer dem Rat der Stadt regelmäßig berichten möge, wenn es neue Dinge zum Dortmunder Hauptbahnhof gebe, erklärte OB Dr. Langemeyer, dass er selbstverständlich dem Rat der Stadt berichten werde, wenn es diesbezüglich Ergebnisse gebe.

zu TOP 3.24
Verwaltungsstrukturreform NRW "Umweltverwaltung"
Übernahme von Aufgaben im Immissionsschutz
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10637-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat beschließt den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung "Kommunalisierung von Aufgaben des Umweltrechts" zwischen den Städten Bochum, Hagen und Dortmund
zu TOP 3.25
Umnutzung der Ev. Gustav-Adolf-Kirche in Dortmund-Deusen zu einem Begegnungszentrum mit angegliederter Gastronomie
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10647-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beauftragt die Verwaltung, zur Finanzierung des Projektes „Begegnungszentrum Kirche Deusen“ Fördermittelmittel des Landes NRW in Höhe von 300.000,- € aus dem Programm „Initiative ergreifen“ an den Förderverein „Wir lassen die Kirche im Dorf e.V.“ weiterzuleiten.

4. Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

zu TOP 4.1
Wirtschaftsplan und Produkt- und Leistungsplanung 2008 für die Wirtschaftsförderung Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09745-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt

· beschließt den Wirtschaftsplan 2008 für die Wirtschaftsförderung Dortmund,
· stellt den Erfolgsplan 2008 (Anlage 1.1 und 1.2) mit einem Zuschussbedarf in Höhe von 13.191.800 EUR fest,

· stellt den Vermögensplan 2008 (Anlage 1.3) mit einem Zuschuss in Höhe von 68.700 EUR fest,

· nimmt die Stellenübersicht für das Wirtschaftsjahr 2008 (Anlage 1.4) zur Kenntnis,

· beschließt die Ergebnisplanung und Finanzplanung für die Jahre 2007 bis 2011 (Anlage 2.1 und 2.2),

· nimmt die Produkt- und Leistungsplanung 2008 zur Kenntnis (Anlage 3).






zu TOP 4.2
Wirtschaftsplan 2008 des "Sondervermögen Verpachtung Technologiezentrum Dortmund"
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10265-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion „Die Linken im Rat“ folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Wirtschaftsplan 2008 des Sondervermögens „Verpachtung Technologiezentrum Dortmund“

Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Zahlungen wird auf
30 Mio. EUR festgesetzt.
Das Sondervermögen wird ermächtigt, Kredite bis zu einer Höhe von 16 Mio. EUR aufzunehmen.

zu TOP 4.3
Neufassung der Betriebssatzung der Wirtschaftsförderung Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10365-07)

Den Mitgliedern des Rates der Stadt lag folgende Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses vom 29.11.2007 vor:

Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat, den Entwurf der Betriebssatzung in folgenden Punkten zu ändern bzw. zu ergänzen:

- Zusatz-/Ergänzungsantrag der CDU-Fraktion vom 20.11.2007
(Drucksache Nr.: 10365-07-E1)

Präambel

Abs. 2
„mit all seinen Facetten“ entfällt, da nur ein Füllsel.

§ 2
Zweck, Gliederung
Abs. 1
Punkt 1
Statt „Firmen“ soll es „Unternehmen“ heißen.
Punkt 9
Statt „Betrieben“ soll es „Unternehmen“ heißen.
Punkt 10
Die Klammerbemerkung entfällt.

§ 2 Abs. 3

Anstelle von „Bereichen“ „Geschäftsbereiche“.
Korreliert mit § 4 Abs.5 in der Begrifflichkeit.

§ 7 Abs. 2
Der Betriebsausschuss berät in den Angelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates unterliegen.

Entspricht der Regelung in Abs. 6.

§ 10
Wirtschaftsführung, Rechnungswesen

Abs. 1
……unter Beachtung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit……

- Gemeins. Zusatz-/Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion B´90/
Die Grünen vom 21.11.2007 (Drucksache Nr.: 10365-07-E2)
Der letzte Punkt des Absatzes 1 „Familienbewusste Arbeitswelt“ im § 2 der Betriebssatzung der „Wirtschaftsförderung Dortmund“ wird durch folgende Formulierung ersetzt:
"die Entwicklung, Umsetzung und Förderung von Maßnahmen zur Schaffung einer familienbewussten Arbeitswelt am Wirtschaftsstandort Dortmund sowie die darauf gerichtete Unterstützung und Beratung von Betrieben und Unternehmen.“

Unter Einbeziehung der o. a. Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses fasst der Rat der Stadt bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den anliegenden Entwurf als Betriebssatzung der Wirtschaftsförderung Dortmund.

zu TOP 4.4
Umsetzung der Europäischen Strukturfondsförderung EFRE 2007-2013 in NRW und Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10406-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Europäischen Strukturfondsförderung EFRE 2007 – 2013 in Dortmund einzuleiten. Hierzu zählen:
Die weitere Bearbeitung der Projekte, insbesondere die Beteiligung an den branchenorientierten Wettbewerben des Landes mit dem Ziel einer zügigen Umsetzung

Die Konkretisierung künftiger Vorhaben mit dem Ziel der Antragstellung, unter Berücksichtigung der finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Stadt

Die weitere Mitwirkung im Prozess der regionalen Abstimmung der wirtschaftsbezogenen Ziel 2-Projekte auf Ebene der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr.

5. Öffentliche Einrichtungen


- keine Vorlagen -

6. Soziales, Familie, Gesundheit

zu TOP 6.1
Kommunale Altenhilfe und Pflege
hier: Jahresbericht 2007 mit dem Schwerpunkt Pflege
Kenntnisnahme
(Drucksache Nr.: 09872-07)

Der Rat der Stadt Dortmund nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

zu TOP 6.2
Satzung über die Errichtung und Unterhaltung von Obdachlosenunterkünften der Stadt Dortmund mit Gebührenordnung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10308-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den anliegenden Entwurf als Satzung über die Errichtung und Unterhaltung von Obdachlosenunterkünften der Stadt Dortmund mit Gebührenordnung.
Die erwarteten Mindererträge in Höhe von 28.300 Euro werden im Amtsbudget des STA 50 unter „öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte“ (05) veranschlagt.











zu TOP 6.3
Satzung der Stadt Dortmund über die Errichtung und Unterhaltung von Übergangsheimen für Zuwanderer und Wohnungslose mit Gebührenordnung
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10307-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den anliegenden Entwurf als Satzung der Stadt Dortmund über die Errichtung und Unterhaltung von Übergangsheimen für Zuwanderer und Wohnungslose mit Gebührenordnung.
Die erwarteten Mehrerträge in Höhe von 23.300 Euro werden im Amtsbudget des STA 50 unter „öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte“ (05) veranschlagt

zu TOP 6.4
Verwaltungsstrukturreform NRW "Versorgungsverwaltung";
Übernahme der Aufgaben Schwerbehindertenrecht - SGB IX - und Bundeselterngeldgesetz/Elternzeitgesetz
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10441-07)

Den Mitgliedern des Rates der Stadt lag hinsichtlich der o. a. Angelegenheit folgende Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses vom 29.11.2007 vor:

Der Haupt- und Finanzausschuss lehnt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste die Auflösung der Versorgungsverwaltung in NRW weiterhin ab und unterstützt die umfangreiche Kritik an dieser bürgerfeindlichen Verwaltungsreform der Landesregierung.

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmt der Verwaltungsvorlage zu und begrüßt die vorliegende interkommunale Lösung, die sicherstellt, dass die betroffenen Menschen mit Beginn 2008 die gewohnte Dienstleistungsqualität in den auf die Kommunen übergeleiteten Aufgaben in Anspruch nehmen können.

Unter Einbeziehung der o. a. Empfehlung fasst der Rat der Stadt bei Stimmenthaltung der
DVU-Fraktion mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion „Die Linken im Rat“ folgenden Beschluss:

Der Rat beschließt den Abschluss der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung „Übernahme der Aufgaben Schwerbehindertenrecht – SGB IX – und Bundeselterngeldgesetz/Elternzeitgesetz“ zwischen den Städten Bochum, Dortmund und Hagen.





zu TOP 6.5
Einführung des Sozialtickets in Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10673-07)

Die o. a. Angelegenheit wurde bereits unter dem Tagesordnungspunkt 2.1 behandelt.

zu TOP 6.6
Zug der Erinnerung
Gemeins. Vorschlag zur TO (SPD-Fraktion u. Fraktion B'90/Die Grünen)
(Drucksache Nr.: 10632-07)

Seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen begründete Rm Frebel kurz den o. a. gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion sowie seiner Fraktion. Hierbei machte er unter anderem deutlich, dass man mit der Unterstützung des Projektes die Stadt Dortmund nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der eigenen (Stadt-) Geschichte leiste, sondern damit auch ein klares Zeichen gegen den Rechtsradikalismus und Antisemitismus setze.

Für die DVU-Fraktion brachte Rm Thieme zum Ausdruck, dass der vorliegende gemeinsame Antrag von der Sache an sich durchaus unterstützenswert sei. Da dieser Antrag jedoch seiner Ansicht nach als Instrument gegen die nationalfreiheitliche Opposition missbraucht werde, werde man diesen Antrag ablehnen.

Weiterhin erklärte Rm Münch, dass er diesen Antrag ausdrücklich begrüße. Er hätte es als positives Zeichen angesehen, wenn auch die DVU-Fraktion diesem Antrag zustimmen würde.

Der Rat der Stadt fasst daraufhin mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

1. Der Rat der Stadt Dortmund unterstützt und begrüßt das Projekt „Zug der Erinnerung“.

2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, den Initiativkreis aus Jugendring Dortmund, DGB-Jugend und Arbeitsstelle Jugend und Demokratie dabei zu unterstützen, den Zug und das Rahmenprogramm mit den Verantwortlichen der DB AG abzusprechen und diese Ausstellung möglich zu machen.

3. Der Rat geht davon aus, dass die bisher nicht gedeckten Kosten in Höhe von 15.000 Euro durch weitere Einnahmen/Spenden gesenkt werden.

Der Rat beschließt eine Ausfallbürgschaft für den verbleibenden Zuschussbedarf.






7. Kultur, Sport, Freizeit

zu TOP 7.1
Wirtschaftsplan 2008 für die Kulturbetriebe Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09707-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Wirtschaftsplan 2008 für die Kulturbetriebe Dortmund, der sich zusammensetzt aus:

- dem Erfolgsplan 2008 (Anlage 1)
- dem Vermögensplan 2008 (Anlage 2)
- dem Stellenplan (Stellenübersicht) (Anlage 3)
- der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung (Anlage 1)

sowie die Produkt und Leistungsplanung 2008 (Anlage 4).

Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im Wirtschaftsjahr 2008 zur rechtzeitigen Leistung von Zahlungen in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf 2,5 Mio. Euro festgesetzt.

Die Verwaltung wird ermächtigt, den Kulturbetrieben Dortmund bei Bedarf notwendige Betriebsmittel im Rahmen eines so genannten Mittelvorgriffs auf das folgende Geschäftsjahr bereitzustellen.

zu TOP 7.2
Bereitstellung eines Kostendeckungsbeitrags zur Bespielung der PHOENIX Halle mit Medienkunstausstellungen in den Jahren 2008-2010
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09904-07)

Für die Fraktion FDP/Bürgerliste erklärte Rm Becker, dass seine Fraktion der Vorlage zu dem o. a. Tagesordnungspunkt nicht zustimmen werde, da nach Ansicht seiner Fraktion die diesbezüglichen Kosten nicht im Verhältnis zu dem Nutzen stehen.

Der Rat der Stadt fasst daraufhin mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt die Bereitstellung eines Kostendeckungsbeitrages zur Bespielung der PHOENIX Halle mit Medienkunstausstellungen in den Jahren 2008 bis 2010 in einem Gesamtumfang von bis zu 210.000,- €. Ziel ist, Dortmund nachhaltig als Zentrum für internationale Medienkunst im Hinblick auf „RUHR.2010 - Kulturhauptstadt Europas“ und PHOENIX als aufblühenden Zukunftsstandort zu positionieren.

zu TOP 7.3
Ehrung von Sportlern durch die Stadt Dortmund
hier: Verleihung einer Sportlerehrennadel
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10362-07)

Der Rat der Stadt fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat beschließt, den Sportler Florian Menningen wegen seiner besonderen sportlichen Verdienste mit der Sportlerehrennadel der Stadt Dortmund auszuzeichnen.

zu TOP 7.4
Satzung zur Änderung der Betriebssatzung für die "Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund" sowie Bestellung eines Geschäftsbereichsleiters
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10061-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt

1. den anliegenden Entwurf als Satzung zur Änderung der Betriebssatzung für die „Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund“


2. die Bestellung von Herrn Johannes Blume zum Gartenbaudirektor resp. Leiter des Geschäftsbereichs „Stadtgrün – 52/5“

zu TOP 7.5


Änderung der Nutzungs- und Entgeltordnung im Bereich der Kulturbetriebe Dortmund für die Geschäftsbereiche Musikschule und Volkshochschule und Anpassung von Ermäßigungstatbeständen für Behinderte mit notwendiger Begleitung im Geschäftsbereich Museen
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10301-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt beschließt:

- Die Entgeltordnung für die Musikschule Dortmund (Anlage 1),
- die Entgeltordnung und Teilnahmebedingungen für die Volkshochschule Dortmund (Anlage 2),
- die Nutzungs- und Entgeltordnung zur Vergabe von Räumen der Volkshochschule Dortmund (Anlage 3) und
- die Anpassung der Ermäßigungstatbestände für Behinderte mit notwendiger Begleitung an die analogen Regelungen für die Geschäftsbereiche Zoo und Westfalenpark der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund.

zu TOP 7.6
Brandschutzmaßnahmen (2. Bauphase) des Theater Dortmund für die Spielzeit 2007/2008
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10327-07)

Einschließlich der geänderten Anlagen der Verwaltungsvorlagen fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat beschließt die beabsichtigten Brandschutzmaßnahmen des Theater Dortmund für die Spielzeit 2007/2008, wie in der Begründung angegeben.

zu TOP 7.7
Wirtschaftsplan 2008 der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10132-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Wirtschaftsplan 2008 der Sport- und Freizeit­betriebe Dortmund gemäß § 6 Absatz 1 Buchstabe c) der Betriebssatzung vom 03.03.2006.

Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im Wirtschaftsjahr 2008 zur rechtzeitigen Leistung von Zahlungen in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf 1,5 Mio. € festgesetzt.

8. Schule

zu TOP 8.1
Errichtung eines Bildungsganges am Paul-Ehrlich-Berufskolleg der Stadt Dortmund;
hier: "Staatlich geprüfte Pflegehelferin/Staatlich geprüfter Pflegehelfer" gemäß APO-BK Anlage B §§ 1 und 3, Berufsfeld/Bereich Gesundheitswesen
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10466-07)

Der Rat der Stadt fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat beschließt gemäß § 81 II in Verbindung mit § 22 des Schulgesetzes NRW (SchulG) die Einrichtung des Bildungsganges „Staatlich geprüfte Pflegehelferin / Staatlich geprüfter Pflegehelfer“ gemäß APO-BK Anlage B §§ 1 und 3, Berufsfeld/Bereich Gesundheitswesen als Schulversuch am Paul-Ehrlich-Berufskolleg der Stadt Dortmund zum Schuljahr 2008/09.



zu TOP 8.2
Neuordnung Schulstandort Anne-Frank Gesamtschule, Vincke Grundschule
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10561-07)

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit lagen den Mitgliedern des Rates der Stadt folgende Ergänzungsanträge vor:

a) Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste vom 11.12.2007:

Die Verwaltung wird beauftragt, Konzepte für die Unterbringung derjenigen Schüler zu entwickeln, die bei einer Reduzierung der Zügigkeit die Anne-Frank-Gesamtschule nicht mehr besuchen können.

b) Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 12.12.2007:

Der Rat stimmt dem Beschlussvorschlag, die Schulgröße der Anne-Frank-Gesamtschule von 6 auf 4 Schulzüge in der Sekundarstufe I und von 3 auf 2 Schulzüge in der Sekundarstufe II zu reduzieren, im Grundsatz zu.
Im Zusammenhang mit den damit verbundenen schulorganisatorischen Maßnahmen wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob in der Nordstadt für die Schülerinnen und Schüler, die demnächst an der Anne-Frank-Gesamtschule keinen Platz mehr erhalten können, ein ergänzendes Sekundarschulangebot geschaffen werden kann.

Für die CDU-Fraktion brachte Rm Knieling zum Ausdruck, dass seine Fraktion die Verwaltungsvorlage zum o. a. Tagesordnungspunkt ausdrücklich begrüße, da seine Fraktion schon vor Jahren darauf hingewiesen habe, dass sich die Schule in einem sehr schlechte Zustand befinde.

Die CDU-Fraktion habe in ihrem Haushaltsantrag deutlich gemacht, dass die Anne-Frank-Gesamtschule bedauerlicherweise kein Einzelfall sei.

Ablehnen dagegen werde man den diesbezüglich gemeinsam von der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten Antrag, da man die hierin enthaltenen Aussagen nicht mittragen könne.

Nachdem anschließend Rm Unger (Bündnis 90/Die Grünen) noch einmal kurz zu der o. a. Angelegenheit und dem diesbezüglichen gemeinsam vorgelegten Antrag Stellung bezogen hatte, erläuterte Rm Dingerdissen (FDP/Bürgerliste) den o. a. von seiner Fraktion vorgelegten Ergänzungsantrag, bei dem es letztendlich darum gehe, sachliche Alternativen aufzuzeigen.



Wenn, wie im vorliegen Fall in einem Stadtbezirk, indem die Schülerzahl zunimmt, Schulraum verringert werde und in anderen Stadtbezirken die Schülerzahlen zurückgehen und damit nicht mehr so viel Schulraum benötigt werde, müsse es diesbezüglich Alternativen geben. Dies bedeute, dass die Verwaltung aufzeigen solle, wo die Schüler untergebracht werden sollen.

Des weiteren brachte in der Diskussion Rm H. Fischer (Die Linken im Rat) zum Ausdruck, dass seiner Ansicht nach der Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste überflüssig ist, da es ohnehin üblich sei, dass nach erfolgtem Anmeldeverfahren den Eltern, deren Kinder bei der Anmeldung nicht wunschgemäß berücksichtigt werden können, Alternativen aufgezeigt werden.

Abschließend begrüßte für die SPD-Fraktion Rm Dr. Hetmeier die vorliegende Verwaltungsvorlage sowie den gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten Ergänzungsantrag, durch den letztendlich Alternativen für den an der Anne-Frank-Gesamtschule wegfallenden Schulraum aufgezeigt werden sollen.

Der Rat der Stadt fasst daraufhin folgende Beschlüsse:

1. Der Rat der Stadt lehnt mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste den o. a. Antrag der Fraktion FDP/Bürgerliste vom 11.12.2007 ab.

2. Der Rat der Stadt beschliesst mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sowie der Fraktion FDP/Bürgerliste den o. a. gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 12.12.2007.

3. Unter Einbeziehung des o. a. gemeinsamen Antrages der SPD-Fraktion sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 12.12.2007 fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt, die Schulgröße der Anne-Frank-Gesamtschule von 6 auf 4 Schulzüge in der Sekundarstufe I und von 3 auf 2 Schulzüge in der Sekundarstufe II (gymnasialen Oberstufe) zu reduzieren. Die Reduzierung wird vom Schuljahr 2008/09 an jahrgangsweise beginnend im Jahrgang 5 umgesetzt.
Der Rat der Stadt nimmt im Übrigen die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Vorbehaltlich seiner noch zu treffenden Entscheidung zur Verlegung des Standortes der Vincke Grundschule stimmt er dem grundsätzlichen Konzept zu und beauftragt den Oberbürgermeister:

§ Die Planungen für einen Neubau der Vincke-Grundschule am Standort Schumannstr. sind zu konkretisieren. Für einen Neubau der Vincke-Grundschule ist das Verfahren zur Alternativen Finanzierung / ÖPP-Modell anzuwenden. Die Entwürfe der Grundschule Oespel-Kley und der Friedrich Ebert GS sollen hierzu als Referenzobjekte verwandt werden.


§ Sofern die Konkretisierung dieser Maßnahme innerhalb der Verwaltung Ergänzungs- oder Vorplanungen erfordert, werden Kosten in Höhe von ca. 100.000,-- € benötigt. Die vorfinanzierten Planungskosten sind im Rahmen des Projektes zu refinanzieren.
§ Der an der Schumannstraße befindliche Spielplatz ist zu verlagern. Die Verlagerung ist im Rahmen des Projektes zu finanzieren.
§ Die Anne-Frank Gesamtschule ist am Standort Burgholzstraße 120 zu konzentrieren. Hierfür sind die Kosten einer Sanierung des Standortes Burgholzstraße 120 gutachterlich zu ermitteln. Der Standort Burgholzstraße 150 wird als Schulstandort aufgegeben. Das Objekt ist abzubrechen.

OB Dr. Langemeyer stellte anschließend fest, dass entsprechend der Regelung in der Geschäftsordnung des Rates der Stadt aufgrund der hierin enthaltenen Zeitgrenze die Sitzung des Rates der Stadt zu unterbrechen sei und die Fortsetzung der Sitzung des Rates der Stadt, so wie dies bekannt gemacht wurde am 14.12.2007 um 15:00 Uhr erfolge.

Der anschließend von Rm Frebel (Bündnis 90/Die Grünen) gestellte Geschäftsordnungsantrag, die Sitzung des Rates der Stadt doch fortzusetzen, wurde anschließend mehrheitlich abgelehnt.

Die Sitzung des Rates der Stadt wurde daraufhin um 22:25 Uhr unterbrochen.



Der Oberbürgermeister






Dr. Langemeyer Horitzky
Ratsmitglied


Der Oberbürgermeister
In Vertretung






Jörder Feuler
Bürgermeister Schriftführer

Niederschrift

über die Fortsetzung der 29. Sitzung des Rates der Stadt Dortmund


am 14.12.2007
Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz1, 44135 Dortmund



Öffentliche Sitzung

Sitzungsdauer: 15:00 - 15:10 Uhr


Anwesend:

Laut Anwesenheitsliste, die der Originalniederschrift als Anlage beigefügt ist, waren 69 von z. Z. 88 Ratsmitgliedern anwesend.

An der Sitzung nahmen nicht teil:

Rm Schilf (SPD) Rm Hilbert (Bündnis 90/Die Grünen)

Rm Bitter (CDU) Rm Becker (FDP/Bürgerliste)
Rm Böhm (CDU) Rm Dr. Littmann (FDP/Bürgerliste)
Rm Daskalakis (CDU) Rm Dr. Reinbold (FDP/Bürgerliste)
Rm Dr. Eiteneyer (CDU) Rm Tokarski (FDP/Bürgerliste)
Rm Frank (CDU)
Rm Horitzky (CDU) Rm Konak (Die Linken im Rat)
Rm Hübner (CDU)
Rm Krause (CDU)
Rm Middendorf (CDU)
Rm Sauer (CDU)
Rm Strucker (CDU)
Rm Ulrich (CDU)


Von der Verwaltung waren anwesend:
OB Dr. Langemeyer
StD Sierau
StR´in Bonekamp
StR Pogadl
StR Steitz
StR Stüdemann
StK´in Dr. Uthemann
Herr Mager
StOVR Feuler
VA Jankrift
Die am 13.12.2007 unterbrochene Sitzung des Rates der Stadt wurde um 15:00 Uhr von
OB Dr. Langemeyer wieder eröffnet und auch geleitet.

Vor Eintritt in die Tagesordnung stellte OB Dr. Langemeyer zunächst die Beschlussfähigkeit des Rates der Stadt fest.

Zur weiteren Mitunterzeichnung der Niederschrift wurde Rm Jäkel (SPD) benannt.

9. Kinder und Jugend

zu TOP 9.1
Geänderter Erfolgsplan 2007 des Eigenbetriebes FABIDO
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09867-07)

Der Rat der Stadt fasst mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den geänderten Erfolgsplan 2007 des Eigenbetriebes FABIDO, sowie die weitere Zuschusserhöhung in Höhe von 1.048.569,01 € zur Deckung des Liquiditätsdefizits. Diese Zuschusserhöhung wird anschließend in dem endgültigen Erfolgsplan 2007 in der Position „Zuschuss Ausbauprogramm Ganztagsbetreuung (TAG)“ abgebildet. Danach weist der geänderte Erfolgsplan 2007 ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 757.703,00 € aus.

zu TOP 9.2
Wirtschaftsplan 2008 ff. des Eigenbetriebes FABIDO
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09868-07)

Der Rat der Stadt fasst mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Wirtschaftsplan 2008 mit Anlagen.










10. Finanzen und Liegenschaften

zu TOP 10.1
Jahresabschluss und Lagebericht des Dortmunder Systemhauses, Eigenbetrieb der Stadt Dortmund, zum 31.12.2006
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10015-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt nimmt den geprüften Jahresabschluss und den Lagebericht des Eigenbetriebes „Dortmunder Systemhaus“ für das Wirtschaftsjahr 2006 zur Kenntnis und beschließt die Entlastung der Geschäftsführer.

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt

● die Feststellung des geprüften Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Wirtschaftsjahr 2006 des Eigenbetriebes „Dortmunder Systemhaus“,
● die Entlastung des Haupt- und Finanzausschusses als zuständigen Betriebsausschuss und
● den Jahresgewinn in Höhe von 132.104,49 EUR an den Träger abzuführen.

zu TOP 10.2
Satzung zur siebten Änderung der Verwaltungsgebührensatzung nebst Gebührentarif der Stadt Dortmund
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10297-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt beschließt den anliegenden Entwurf als Satzung zur siebten Änderung der Verwaltungsgebührensatzung nebst Gebührentarif der Stadt Dortmund

zu TOP 10.3
- unbesetzt -

zu TOP 10.4
- unbesetzt -







zu TOP 10.5
Wirtschaftsplan 2008 des Sondervermögens "Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund"
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10447-07)

Bei Stimmenthaltung der DVU-Fraktion sowie der Fraktion „Die Linken im Rat“ fasst der Rat der Stadt mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt den Wirtschaftsplan 2008 des Sondervermögens „Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund“.
Das Sondermögen wird ermächtigt, Kredite bis zu einer Höhe von 21.000 T EUR aufzunehmen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Zahlungen wird auf 10.000 T EUR festgesetzt.

zu TOP 10.6
Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund für die Jahre 2003 und 2004 (Anlage 1)
Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund für das Jahr 2005 (Anlage 2)
aktuelle Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund (Anlage 3)
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10558-07)

Der Rat der Stadt fasst mit Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktion FDP/Bürgerliste sowie der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschließt

1. den anliegenden Entwurf als Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund für die Jahre
2003 und 2004 (Anlage1)

2. den anliegenden Entwurf als Vergnügungssteuersatzung für das Jahr 2005 (Anlage2)

3. den anliegenden Entwurf als Vergnügungssteuersatzung der Stadt Dortmund (Anlage3)

11. Personal, Bürgerdienste, Öffentliche Ordnung

zu TOP 11.1
Aufhebung des Holzener Wochenmarktes auf dem Platz an der Kreisstraße
Beschluss
(Drucksache Nr.: 09759-07)

Der Rat der Stadt fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt beschließt die Aufhebung des Holzener Wochenmarktes an der Kreisstraße.


zu TOP 11.2
Fortschreibung des Frauenförderplans und Bericht
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10385-07)

Der Rat der Stadt fasst mit Mehrheit gegen die Stimmen der DVU-Fraktion folgenden Beschluss:

Der Rat beschließt die Fortschreibung des Frauenförderplans.

zu TOP 11.3
Änderung der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW)
hier: Änderung der Bezeichnung Bezirksvorsteher/Bezirksvorsteherin in Bezirksbürgermeister/Bezirksbürgermeisterin
Beschluss
(Drucksache Nr.: 10570-07)

Rm Münch brachte zum Ausdruck, dass er die Verwaltungsvorlage zum o. a. Tagesordnungspunkt begrüße. Seiner Ansicht nach wäre es wünschenswert, wenn darüber hinaus die Kompetenzen der Bezirksvertretungen und auch der Bezirksbürgermeister weiter gestärkt würden, da diese am besten die Interessen vor Ort vertreten können.

Der Rat der Stadt fasst daraufhin einstimmig folgenden Beschluss:

Der Rat der Stadt Dortmund beschliesst, dass der Bezirksvorsteher/die Bezirksvorsteherin in den Bezirksvertretungen der Stadt Dortmund die Bezeichnung Bezirksbürgermeister/Bezirksbürgermeisterin führt.

zu TOP 11.4
Bleiberecht für geduldete Ausländer
Antrag zur TO (Fraktion DVU)
(Drucksache Nr.: 10282-07)

Die von der DVU-Fraktion erbetene Stellungnahme lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.










12. Anfragen

12.1 Anfragen Rm Münch

zu TOP 12.1.1
Einladungspraxis zur Veranstaltung "Politische Partizipation von Migranten":
2. Nachfrage
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10485-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit stellte Rm Münch folgende Nachfrage:

Auf welcher Rechtsgrundlage laden Sie oder werden alle Ratsmitglieder, die sich in einer Fraktion zusammen geschlossen haben, persönlich eingeladen, so das Sie etwa 80 Einladungen rausschicken und diejenigen Ratsmitglieder, die keinen Fraktionsstatus haben oder nicht in einer Fraktion gebunden sind, nicht persönlich eingeladen werden. Unterscheiden Sie im Gegensatz zur Gemeindeordnung hier zwischen Ratsmitglieder erster und zweiter Klasse?

Hierauf erwiderte OB Dr. Langemeyer, dass er nicht zwischen Ratsmitglieder erster und zweiter Klasse unterscheide.

zu TOP 12.1.2
Kennzeichnung der Stadtgrenze an stadtübergreifenden Radwegen
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10484-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.

zu TOP 12.1.3
Optimierung des Dortmund- Marketing durch identifikationsstiftende Stadtsymbole
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10482-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.

zu TOP 12.1.4
Bau von Moschee und Minarett Am Grimmelsiepen und Berücksichtigung von Gender Planning
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10481-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit stellte Rm Münch folgende Nachfrage:

Wie will die Verwaltung denn Gender Planning beim Bau des geplanten islamischen Gemeindezentrums verwirklichen, indem Männer und Frauen in getrennten Räumen u. a. beten müssen?

Hierauf erwiderte OB Dr. Langemeyer, dass eine Baugenehmigung keine Angelegenheit von Gender Planning sei.

zu TOP 12.1.5
Umgang mit Wortbeiträgen der DVU durch den Oberbürgermeister
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10486-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.

Bezüglich der o. a. Angelegenheit stellte Rm Münch folgende Nachfrage:

Warum machen Sie nicht von den ordnungsrechtlichen Möglichkeiten Gebrauch, die Ihnen die Geschäftsordnung des Rates gibt, wenn die DVU-Fraktion in ihren Wortbeiträgen Angestellte der Stadt Dortmund beleidigt oder durch fremdenfeindliche Aussagen auffällt?

Hierauf erklärte OB Dr. Langemeyer, dass man gar nicht mehr zu Rande käme, wenn man bei der Leitung der Ratssitzung nicht ein Stück Gelassenheit an den Tage legen würde.

zu TOP 12.1.6
Einladungspraxis zur Veranstaltung "railtec" im Rathaus
Anfrage zur Tagesordnung (RM Münch)
(Drucksache Nr.: 10555-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.

Hinsichtlich der o. a. Angelegenheit stellte Rm Münch folgende Nachfrage:

Nach meinen Informationen sollten alle Ratsmitglieder des AUSW zu dieser Veranstaltung eingeladen werden. Warum haben Sie dann auf einmal zwischen stimmberechtigten und nicht stimmberechtigten Ratsmitgliedern unterschieden?

OB Dr. Langemeyer machte darauf aufmerksam, dass nicht die Stadt Dortmund, sondern das Land NRW Einlader zu der o. a. Veranstaltung gewesen sei.






12.2 Anfragen "Die Linken im Rat"

zu TOP 12.2.1
Umtriebe der Neonazis
Anfrage zur TO (Fraktion 'Die Linken im Rat')
(Drucksache Nr.: 10626-07)

Die Beantwortung der o. a. Anfrage lag den Mitgliedern des Rates der Stadt schriftlich vor.





Die öffentliche Sitzung des Rates der Stadt wurde um 15:10 Uhr von OB Dr. Langemeyer beendet.



Der Oberbürgermeister




Dr. Langemeyer Jäkel
Ratsmitglied


Feuler
Schriftführer

Anlage:

(Siehe angehängte Datei: Haushaltsreden 13.12.2007.pdf)